Orchesterkonzerte


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16. März
Musikakademie, 19.45 Uhr

BUDAPESTER FESTIVALORCHESTER
 BACH–WEINER: TOCCATA UND FUGE C-DUR, BWV 564
R. STRAUSS: BURLESKE FÜR KLAVIER UND ORCHESTER
DOHNÁNYI: SYMPHONIE NR. 2 E-DUR OP. 40
 DIRIGENT: GENNADI ROSCHDESTWENSKI
MIT: VIKTORIA POSTNIKOWA /Klavier
 Das Budapester Festivalorchester wurde 1983 von Iván Fischer und Zoltán Kocsis gegründet und erhielt 1992 einen ständigen Status. Den internationalen Ruf des Orchesters brachten die Konzerte in Ungarn und die ausländischen Tourneen. Seine Aufnahmen wurden mit zahlreichen Fachpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem als „Oscar der Musik” genannten Gramophone-Preis. Das Orchester lädt oft Weltstars ein und seine Projekte (Podiumsaufführungen von Opern, Bartók-Zyklus, Mahler-Symphonien, Werke von Dvořák, Liszt und Bruckner usw.) nehmen regelmäßig an den berühmtesten Festivals und in den Konzertsälen der Welt teil. Außer den Orchesterkonzerten veranstaltet es auch Kammerabendserien und legt besonderen Wert auf die zeitgenössische Musik (Abende der neuen Musik) und auf die Vorstellung junger Talente (Sektkonzerte im Italienischen Kulturinstitut), leitete spezielle Programme mit „Erläuterung“ für die Kinder (Kakaokonzerte) und Pensionisten (Hauptprobe für 1 Forint) ein. Der Musikdirektor ist Iván FISCHER.

Iván FISCHER
Er wurde 1951 in Budapest geboren, studierte Cello und Komposition, erhielt sein Diplom als Dirigent an der Wiener Musikhochschule von Hans Swarowsky. Seine internationale Karriere startete als er 1976 den Londoner Dirigentenwettbewerb gewann. Sein Repertoire umfasst Werke der Opernliteratur, die der alten Musik wie auch Kompositionen zeitgenössischer Künstler. Er ist ein Weltreisender: er ist Gründer und Musikdirektor des Budapester Festivalorchesters, seine Plattenaufnahmen erhielten angesehene Preise (zuletzt wurden ihm der Gramophone und der Diapason überreicht, dann gelangten seine drei verschiedenen CD-s mit dem Budapester Festivalorchester aufgrund der Stimmen der Kritiker des Fonoforums auf Platz 1).
Im Herbst 2000 wurde er Musikdirektor der Opera Lyon und dirigiert Mozart-Serien in der Pariser Opera Bastille.
 Zum 125. Geburtstag von Ernő Dohnányi
 



17. März
Musikakademie, 19.30 Uhr

JUGENDORCHESTER DANUBIA
 GLUCK: IPHIGENIE IN AULIS – Ouvertüre
VIVALDI: KONZERT FÜR 2 VIOLINEN UND VIOLONCELLO, RV 565
BACH: KONZERT FÜR VIOLINE A-MOLL, BWV 1041
PROKOFIEFF: KONZERT FÜR VIOLINE UND ORCHESTER NR. 2 G-MOLL, OP. 63
PROKOFIEFF: SYMPHONIE NR. 1 D-DUR, (Klassische Symphonie) OP. 25
 DIRIGENT: DOMONKOS HÉJA
MIT: ANTAL SZALAI, SÁNDOR GRAF MURZSA /Violine, PIROSKA BARANYAY /Violoncello
 Das Orchester entstand 1993 aus den besten Studenten der Liszt-Ferenc-Musikuniversität und wird auch heute noch als das Ensemble mit den jüngsten Musikern betrachtet. Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles ist Domonkos Héja. Das Orchester arbeitete mit vielen hervorragenden Persönlichkeiten wie Ken-Ichiro Kobayashi, Rico Saccani, Wolfgang Gönnenwein, Jurij Simonow; als Solist gastierte Jenő Jandó, Gergely Bogányi, Barnabás Kelemen u.v.m. Das Ensemble trat im Jahr 2000 am Berliner Festival der Jugendorchester, am Expo in Hannover und – als Begrüßung des Jubiläumsjahres – im Vatikan vor dem Papst auf.

Domonkos HÉJA
Der Dirigent und Schlagzeugkünstler Domonkos Héja ist in Budapest, in einer Musikerfamilie geboren (1974). Er spielt zahlreiche Instrumente (Violine, Klavier, Trompete, Schlag-instrumente), erwarb an der Liszt-Ferenc-Musikakademie 1997 sein Diplom im Fach Schlaginstrumente, 1998 sein Diplom mit Auszeichnung als Dirigent. In der Saison 1995/96 war er mit einem Leó-Weiner-Stipendium beim Budapester Festivalorchester als assistierender Dirigent tätig; im Frühling 1998 gewann er den Internationalen Dirigentenwettbewerb des Ungarischen Fernsehens samt dem Preis des Publikums und dem György-Solti-Sonderpreis, im November wurde er in Athen beim Mitropoulos Wettbewerb mit dem Preis zu Ehren von Miltiades Karidis sowie dem Grand prix des Chromaton Orchesters, das die Teilnehmer begleitete, ausgezeichnet. Außer seinem eigenen Orchester (dem Jugendorchester Danubia) hat er bereits zahlreiche ungarische und ausländische Ensembles dirigiert. In diesem Jahr debütierte er in der Ungarischen Staatsoper.
 (Das Orchester erwarb 2001 den Titel Nationales Jugendorchester)
 
18. März
Ungarische Staatsoper, 19.30 Uhr

ORCHESTER DER BUDAPESTER PHILHARMONISCHEN GESELLSCHAFT
 MENDELSSOHN: SYMPHONIE NR. 4 OP. 90 A-DUR (Italienische Symphonie)
ORFF: CARMINA BURANA
 DIRIGENT: RICO SACCANI
MIT: ZSUZSANNA BAZSINKA, ZSOLT DERECSKEI,
VIKTOR MASSÁNYI /Gesang, CHOR (Chorleiterin: Anikó Katona)
UND KINDERCHOR (Chorleiterin: Gyöngyvér Gupcsó)
DER UNGARISCHEN STAATSOPER
 Das ungarische Symphonieorchester mit ruhmvoller Vergangenheit wurde 1853 gegründet, sein erster Leiter und Dirigent war der große ungarische Komponist Ferenc Erkel. Ihm folgten ähnlich große Namen wie Sándor Erkel, István Kerner, Ernő Dohnányi, János Ferencsik und András Kórodi. Im Jahre 1990 übernahm Erich Bergel für einige Jahre die Leitung des Orchesters, seit 1997 versieht diese Aufgabe Rico Saccani. Das Ensemble besteht aus den hervorragendsten Musikern des Opernhauses, spielt aber nicht nur bei Opernaufführungen, sondern gibt auch regelmäßig Konzerte. Die Budapester Philharmonische Gesellschaft verbanden persönliche Beziehungen mit solchen Genies der Musikgeschichte wie Liszt, Brahms, Mahler, Richard Strauss, Bartók, Kodály u.a. Im Herbst 2000 nahm das Orchester an Tourneen in Deutschland und Japan mit großem Erfolg teil.

Rico SACCANI
Er wurde in Arizona in einer aus Italien stammenden Familie geboren und begann seine Laufbahn als Pianist. Seine Karriere als Dirigent begann, als er den Karajan-Wettbewerb gewann. Heute ist er bereits ein vielbeschäftigter Dirigent des internationalen Opern- und Konzertlebens. In Ungarn ist sein Name mit vielen großen Erfolgen verbunden. Er wurde 1997 eingeladen, das Orchester der Budapester Philharmonischen Gesellschaft zu leiten.
 
18. März
Musikakademie, 19.30 Uhr

BUDAPESTER SYMPHONIKER
 TSCHAIKOWSKY: ROMEO UND JULIA – Fantasie-Ouvertüre
KAMILLÓ LENDVAY: KLAVIERKONZERT
RACHMANINOFF: SYMPHONIE NR. 1 D-MOLL OP. 13
 DIRIGENT: TAMÁS VÁSÁRY
MIT: LÁSZLÓ BARANYAY /Klavier
 Das Orchester wurde 1943 gegründet, sein erster Dirigent war der damalige Musikdirektor des Ungarischen Rundfunks, Ernő Dohnányi. Das Ensemble ist eines der führenden Orchester Ungarns und zählt zu den ruhmreichsten in Europa. In den 50 Jahren seines Bestehens waren zahlreiche berühmte Musiker Gast des Ensembles, welches selbst in den größten Konzertsälen der Welt zu hören war. Sein leitender Dirigent und Musikdirektor ist seit 1993 Tamás Vásáry.
 
22. März
Festsaal der Universität für Rechtswissenschaften, 19.30 Uhr

CAMERATA TRANSSYLVANICA
(Künstlerischer Leiter: János Selmeczi)
 MIKLÓS CSEMICZKY: SONATA PER ARCHI
JÁNOS VAJDA: KAMMERSYMPHONIE
JÁNOS KŐMÍVES: SOLSTICES – Ungarnpremiere
GYÖRGY SELMECZI: OPERETTE – Uraufführung
GYÖRGY ORBÁN: ALBUMBLÄTTER FÜR GRAF RASUMOFFSKY
 DIRIGENT: JÁNOS KOVÁCS
MIT: JÁNOS SELMECZI /Violine,
GESANGENSEMBLE ARS NOVA (Chorleiterin: Katalin Kiss)
 
22. März
Musikakademie, 19.30 Uhr

LES MUSICIENS DU LOUVRE – GRENOBLE
 HÄNDEL: CONCERTO GROSSO G-DUR, OP. 6, NR. 1
C. PH. E. BACH: SYMPHONIE D-DUR, WQ 183 (H 663)
RAMEAU: „LES BORÉADES” – Suite
 DIRIGENT: MARC MINKOWSKI
 Marc Minkowski (1962) begann seine Laufbahn als Fagottkünstler. Er studierte das Dirigieren bei Charles Bruck in der Pierre Monteux Memorial School. Er spielte Fagott in der Chapelle Royale, im Les Arts Florissants unter der Leitung von William Christie und im Clemencic Consort. 1984 gewann er den ersten Preis des Internationalen Wettbewerbs der Alten Musik in Brugges. Im selben Jahr gründete er sein eigenes Ensemble: Les Musiciens du Louvre. Außerdem ist er künstlerischer Leiter der Amsterdamer Barocksolisten und der Studiooper des Barockmusikzentrums Versailles (Centre de Musique Baroque de Versailles).
Minkowski dirigiert vor allem Barockmusik. In seinem Repertoire nimmt die französische Musik einen besonderen Platz ein und umfasst u.a. die Werke von Lully, Charpentier, Marais, Rameau, Mondonville, Mouret und Boieldieu. Aus den nicht-französischen Komponisten hat er sich am meisten mit der Musik von Händel beschäftigt. Minkowski dirigiert – wie die meisten, als Spezialisten der alten Musik anerkannte Künstler – gerne Kompositionen späterer Zeiten (z.B. Jacques Offenbach). Seine Aufnahmen wurden bei der Deutschen Grammophon, Erato und EMI herausgegeben.
 (Mit der freundlichen Unterstützung des Französischen Instituts und AFAA.)
 


Marc Minkowski




23. März
Kongresszentrum Budapest, 19.30 Uhr

IGOR OISTRACH (Violine) und
das KAMMER-ORCHESTER FRANZ LISZT
 MOZART: DIVERTIMENTO D-DUR, KV 205
MOZART: KONZERT FÜR VIOLINE UND ORCHESTER A-DUR, KV 219
VAŇHALL: SYMPHONIE G-MOLL
BEETHOVEN-MAHLER: STREICHQUARTETT F-MOLL, OP. 95
 KONZERTMEISTER: JÁNOS ROLLA
 Das aus den absolvierenden Streicherstudenten der Liszt-Ferenc-Musikakademie gegründete Ensemble gab 1963 sein erstes Konzert und gelang in kurzer Zeit in die Elite des internationalen Musiklebens. Als weltberühmtes Kammerorchester machten die Mitglieder mehr als 200 Aufnahmen, konzertieren mit den hervorragendsten Stars unserer Zeit, gründeten ein eigenes Festival (Kunsttage Zemplén) und organisieren jedes Jahr Landestreffen und Kurs der Kammerorchester. Der erste Leiter des Orchesters war Frigyes Sándor, nach seinem Tod (1979) übernahm János Rolla diese Funktion.
 



24. März
Festsaal der Ungarischen Akademie der Wissenschaften am Roosevelt tér, 19.30 Uhr

INGRID KERTESI und BUDAPESTER KAMMERSYMPHONIKER
 BERG: LYRISCHE SUITE FÜR STREICHQUARTETT – Andante Amoroso
VIVALDI: IN FURORE – Motette
BERG: LYRISCHE SUITE FÜR STREICHQUARTETT – Allegro misterioso
BACH: JAUCHZET GOTT IN ALLEN LANDEN – Arie aus der Kantate Nr. 51
BERG: LYRISCHE SUITE FÜR STREICHQUARTETT – Adagio appassionato
HÄNDEL: LET THE BRIGHT SERAPHIM – Arie aus dem Oratorium Samson
SCHÖNBERG: VERKLÄRTE NACHT OP. 4
SCARLATTI: SU LE SPONDE DEL TEBRO – Kantate
 DIRIGENT: ZSOLT HAMAR
 
24. März
Pester Redoute, 19.30 Uhr

JUNGE DEUTSCHE PHILHARMONIE
 SCHUBERT: ROSAMUNDE – Ouvertüre
WOLFGANG RIMM: KONZERT FÜR BRATSCHE UND ORCHESTER No.2. "Über die Linie IV." (Uraufführung)
Der 50jährige Komponist lebt in Baden-Württemberg, in Karlsruhe, sudierte hier und unterrichtet an der Akademie.
HANS ZENDER: BARDO FÜR VIOLONCELLO UND ORCHESTER
SCHUBERT: SYMPHONIE H-MOLL (UNVOLLENDETE)
 DIRIGENT: HANS ZENDER
MIT: TABEA ZIMMERMANN /Bratsche, GUSTAV RIVINIUS /Violoncello
 Seit ihrer Gründung im Jahre 1974 gehört die Junge Deutsche Philharmonie zu den interessantesten und gefragtesten Ensembles der deutschen Orchesterszene. Das Ensemble, zusammengesetzt aus den begabtesten Studenten aller deutschen Musikschulen trifft sich dreimal jährlich zu intensiven Probenphasen. Die Junge Deutsche Philharmonie ist regelmäßig zu Gast bei den Berliner Festwochen, in der Oper Frankfurt, der Kölner Philharmonie und der Hamburger Musikhalle. Unter der Leitung namhafter Dirigenten werden Konzertprogramme erarbeitet, die Neue Musik so selbstverständlich wie Werke des klassisch-romantischen Orchesterrepertoires umfassen. 1983 führte das Ensemble das Gesamtwerk Anton Weberns unter der Leitung von Gary Bertini auf, 1990 arbeitete es mit Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez zusammen, 1988 und 1991 ging es auf Tournee nach Skandinavien und die USA mit Michael Gielen, nahm an der Aufführung des Stückes Surrogate Cities von Heiner Goebel beim Herbstfestival in Paris teil. 1995 trat das Orchester im Londoner Royal Albert Hall auf und unternahm zwei große Tourneen unter Rudolf Barschai nach Amsterdam, Helsinki, Kuopio, St. Petersburg und Moskau. 1997 gastierte das Orchester unter Lorin Maazel in Italien und Spanien.
Herausragendes Interpretationsniveau, engagiertes Spiel und außergewöhnliche Programme sind zum Markenzeichen des mehrfach ausgezeichneten Ensembles geworden: 1. Preis beim Herbert von Karajan-Wettbewerb, Deutscher Kritikerpreis, Mozart-Medaille der Stadt Frankfurt, Grand prix Année Européenne de la Musique, Deutscher Kulturpreis, Förderpreis der Ernst-von-Siemens-Stiftung.
Namhafte Dirigenten und Solisten arbeiten mit dem Orchester zusammen: Eliahu Inbal, Kyrill Kondrashin, Charles Dutoit, Witold Lutoslawski, Heinz Holliger, Lothar Zagrosek, Seiji Ozawa, Mauricio Kagel, Peter Eötvös, Gidon Kremer, Daniel Barenboim, Ingo Metzmacher, David Shallon, Andreas Delfs, Christian Tetzlaff, Sabine Meyer.
Seit 1995 ist Lothar Zagrosek, Generalmusikdirektor der Stuttgarter Staatsoper erster Gastdirigent und künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie. Die Junge Deutsche Philharmonie ist Mitglied der European Federation of National Youth Orchestras (E.F.N.Y.O.).
Im März und April 2002 geht das Orchester auf eine längere Tournee, in dem Budapest eine Station sein wird. Das geplante Konzert widerspiegelt die Programmpolitik des Orchesters. Neben zwei zeitgenössischen Werken Zender: 2 Kalligraphien und Wolfgang Rimm: Konzert für
 (Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage. Mit der freundlichen Unterstützung von Deutsche Telekom)
 





Hans Zender



Tabea Zimmermann




25. März
Kongresszentrum Budapest, 19.30 Uhr

CONCENTUS MUSICUS WIEN
und ARNOLD SCHÖNBERG CHOR
 MOZART: LITANIAE LAURETANAE, KV 195 (D-DUR)
MOZART: REGINA COELI KV 127 (B-DUR)
HAYDN: MESSE B-DUR, HOB. XXII:10
 DIRIGENT: NIKOLAUS HARNONCOURT
MIT: MARIA CRISTINA KIEHR, ELISABETH VON MAGNUS, HERBERT LIPPERT, ANTON SCHARINGER /Gesang
 Nikolaus Harnoncourt (1929) wurde in Berlin geboren, studierte zuerst in Graz und setzte dann seine Cellostudien in Wien fort. 1952–1969 war er der Cellist der Wiener Symphoniker. Er arbeitete zusammen mit Karajan, Fricsay, Celibidaché und Guilini. Clemens Kraus übte eine besonders große Wirkung auf ihn aus. Mit seiner Frau gründete er 1953 sein eigenes Ensemble, das Concentus Musicus Wien, welches sich darauf spezialisierte, alte Musik auf authentischen Instrumenten erklingen zu lassen. Das Orchester konzertiert seit 1957 regelmäßig und ist eines der eigenartigsten Ensembles der Welt. Jeder der Concentus-Mitglieder ist besessener Meister seines Instruments, während sich keiner aus dieser Tätigkeit erhält; das Ensemble verfügt über kein Oranisatonsstatut, die Musikanten verteilen das Honorar in glcihe Teile. Da das Ensemble weder staatliche Subvention noch Sponsorenunterstützung akzeptiert, ist eine Auslandsreise ein wahrer Luxus. Dank der jahrelangen zähen Opferbereitschaft ist nun ein reiche Sammlung von Renaissance- und Barockinstrumenten im Besitz des Ensembles. Selbstverständlich hatten Harnoncourt und seine Kollegen an den verschiedenen Auktionen nicht nur ein Auge für die Instrumente, sondern erwiesen sich auch als pfiffige Käufer.
Harnoncourt ist seit 1970 ein wiederkehrender Gast der Opernhäuser Europas – Mailand, Zürich, Amsterdam, Hamburg, Wien –; sein Repertoire reicht von Monteverdi bis Berg. Eine besonders reiche Periode seiner Operndirigententätigkeit bedeuteten jene Zürcher Jahre, als er mit Jean-Pierre Ponnelle arbeitete. Ihre Zusammenarbeit bezeichnete Claus Helmut Drese, einstiger Leiter der Zürcher Oper, sehr anschaulich „Ponnele gab der starken intellektuellen Phantasie und Interpretationslust von Harnoncourt den Körper, die Lebendigkeit, den Hauch, den Atem."

Harnoncourt ist wegen seines ungezwungenen Stils, seines immer frischen und sprudelnden Geistes, seines Lehrer-Habitus - im guten Sinne - ein gerngesehener Dirigent vieler europäischer Orchester (Berliner Philharmoniker, Wiener Philharmoniker, Royal Conertgebouw Orchester, Londoner Philharmoniker). Ein Orchestermitglied charakterisierte Harnoncourts Arbeit folgendermaßen: „… er ist ein Dirigent, der sehr viel Energie übergibt. Die Musikanten spüren nämlich oft, dass man sie auslugt, ihrer Energie beraubt. Von Harnoncourt geht man nicht ausgesaugt weg. Er ist sogar dazu fähig, uns ins Leben zu rütteln, wenn wir bereits halbtot dort sitzen. Ich weiß nicht, woher er selbst di
 


Nikolaus Harnoncourt

26. März
Pester Redoute, 19.30 Uhr

OPUS POSTH.
 PHILIP GLASS: THE COMPANY
IANNIS XENAKIS: AROURA
ANTON BATAGOV: REAL AUDIO
WLADIMIR MARTINOW: AUTUMN BALL OF ELVES
ARVO PÄRT: TABULA RASA
 KÜNSTLERISCHE LEITERIN: TATJANA GRINDENKO
 Tatjana Gridenko

Die Violinistin Tatjana Gridenko gründete 1982-ben das erste Ensemble der alten Musik Osteuropas: die Moskauer Akademie der Alten Musik, vor allem mit dem Ziel, die Kammermusik des 17-18. Jahrhunderts auf authentischen, zeitgemäßen Instrumenten zu spielen. Gridenko gilt nicht nur als ausgezeichnete Vortagskünstlerin, sondern ist gleichzeitig auch international anerkannte Forscherin und Expertin der Vortragspraxis früherer Zeiten. Sehr gefragt sind ihre Meisterkurse.
Gridenko und die Akademie spielen aber nicht nur besondere, wenig bekannte Raritäten aus alten Zeiten, sondern auch die Werke zeitgenössischer russischer und ausländischer Komponisten. In den Konzerten mit zeitgenössischer Musik treten sie unter dem Namen Opus Posth. auf. Diese Formation innerhalb der Akademie besteht seit 1999.
 



27. März
Musikakademie, 19.30 Uhr

INTERNATIONALE BACHAKADEMIE STUTTGART
 BACH: JOHANNES-PASSION, BWV 245
 DIRIGENT: HELMUTH RILLING
MIT: MARLIS PETERSEN, INGEBORG DANZ, MARCUS ULLMANN,
JAMES TAYLOR, SEBASTIAN NOACK, MORTEN ERNST LASSEN /Gesang
GÄCHINGER KANTOREI STUTTGART, BACH-COLLEGIUM STUTTGART
 RILLING wurde 1933 in Stuttgart geboren. Seine Studien begann er in seiner Geburtsstadt und beendete sie in Rom und New York.1957 wurde er Chorleiter und Organist der Stuttgarter Gedächtniskirche, hier gründete er das Ensemble „Figuralchor“, den er bis 1980 leitete. 1954 rief er die Gächinger Kantorei ins Leben, dann 1965 das Bach Collegium Stuttgart, das seitdem der ständige Begleiter des Chores ist. Mit diesen beiden Ensembles spielte Rilling sämtliche geistlichen Bach-Kantaten und Oratorien auf Schallplatte ein. Dieses riesige Unterfangen dauerte 15 Jahre und erschien 1985, zum 300. Jahrestag der Geburt Bachs. Die beiden Ensembles sind ständige Mitglieder der 1981 gegründeten Internationalen Bachakademie Stuttgart, an der junge Dirigenten, Sänger und Instrumentalisten aus aller Welt teilnehmen. 1994 wurde die Bachakademie mit dem IMC-Musikpreis der UNESCO ausgezeichnet und im Jahr darauf wurde Helmuth Rilling der Theodor-Heuss-Preis unter dem Thema „Taten der Versöhnung“ verliehen.
Rilling trat mehrmals in Budapest auf, er dirigierte u.a. Chor und Orchester des Ungarischen Rundfunks, das Kammerorchester Franz Liszt und einmal die Gächinger Kantorei. Mit großem Interesse erwarten Publikum und Musikexperten seinen Auftritt.
 (Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage.)
 





Helmuth Rilling




28. März
Musikakademie, 19.30 Uhr

UNGARISCHE SYMPHONIKER MATÁV
 DEBUSSY: PRINTEMPS
BARTÓK: TWO PICTURES – In full flower, Village dance, OP. 10
STRAWINSKY: LE SACRE DE PRINTEMPS
 DIRIGENT: ANDRÁS LIGETI
 Das Symphonieorchester der Post – 1907 gegründet – kann auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken. Das Orchester, das bei seinen Auslandstourneen unter dem Namen Ungarische Symphoniker bekannt geworden ist, trägt seit 1992 den Namen MATÁV nach seinem Erhalter. In seinem Repertoire sind alle Stilepochen aufzufinden, mit eigenen Konzertreihen tritt das Orchester in der Musikakademie, in der Redoute und in seinem eigenen Stammhaus in der Páva utca regelmäßig vor das Publikum. Der Musikdirektor ist András Ligeti.
 
29. März
Pester Redoute, 19.30 Uhr

JURI BASCHMET (Bratsche)
und die MOSKAUER SOLISTEN
 TSCHAIKOWSKY: SERENADE FÜR STREICHORCHESTER, OP. 48 C-DUR
BRITTEN: LACHRYMAE – für Bratsche und Streichorchester op. 48a
SCHUBERT-MAHLER: DER TOD UND DAS MÄDCHEN
 Juri Baschmet wurde 1953-in Rostow geboren. Im Moskauer Konservatorium war er Student von Wadim Borisowski und Fjodor Druschinin. Nach seinen Studien begann er als jüngster Lehrer aller Zeiten im Konservatorium zu unterrichten. 1976 gewann er den internationalen Bratschenwettbewerb in München. Demzufolge entfaltete sich seine internationale Karriere rasch und er gab – fast beispiellos in aller Welt – als Bratschist Solokonzerte in den berühmtesten Konzertsälen der Welt. Seine Vortragsart inspirierte mehrere Komponisten, u.a. Alfred Schnittke (die Uraufführung des Baschmet dedizierten Bratschenkonzerts war 1986 in Amsterdam), den grusinischen Gija Kantschel, John Tavener, Poul Rouders und Sofia Gubajdulina. Baschmet spielte das Bratschenkonzert von Gubajdulina mit den Chicagoer Symphonikern unter der Leitung von Kent Nagano 1997 zum ersten Mal. Die Premiere des Doppelkonzertes von Benjamin Britten ist auch mit dem Namen von Baschmet, Gidon Kremer und dem Symphonieorchester Halle (Dirigent: Kent Nagano) verbunden.
1986 gründete er das Ensemble Moskauer Solisten. Nach einigen erfolgreichen Jahren löste sich das Ensemble auf, weil mehrere Mitglieder Russland verlassen hatten. Baschmet blieb aber in Moskau. Einige Jahre später gründete er 1992 das Ensemble aus den Professoren des Moskauer Konservatoriums und den begabtesten Vertretern der jüngeren - unter 30 - Streichergeneration wieder. Das Orchester stellte sich im Mai 1992 in Moskau und einen Tag danach mit riesigem Erfolg im Pariser Hotel Pleyel vor. Das Orchester spielte – unter Mitwirkung von Gidon Kremer und Mstislaw Rostropowitsch – das Konzert zu Dritt von Schnittke sowie die Transkriptionen des Klarinettenquintetts von Brahms und des 13. Streichquartetts von Schostakovitsch. Aus den Kammerpartnern soll noch Swjatoslaw Richter erwähnt werden, mit dem er im Januar 1985 in Budapest auftrat. „Baschmet ist heute einer der besten Bratschisten der Welt, sowohl instrumental wie auch musikalisch betrachtet. Seine Qualität beweist, dass ihn Richter als seinen Kammerpartner wählt oder akzeptiert (….). Baschmet musiziert mit perfekter Technik und wunderschönem Klang, sein unverzierter, edler, singender Ton, der aber auch von Leidenschaft durchwoben ist, seine geschmeidige Bogenführung, seine das musikalische Material nicht nur bearbeitende sondern auch durchdringende Mentalität öffnen erstaunliche Perspektiven", schrieb György Kroó über sein Budapester Konzert.
 
29. März
Musikakademie, 19.45 Uhr

BUDAPESTER FESTIVALORCHESTER
 JANÁCEK: DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN – Suite
BERG: KONZERT FÜR VIOLINE UND ORCHESTER
DVOŘÁK: SYMPHONIE NR. 6 D-DUR, OP. 60
 DIRIGENT: JIŘI BELOHLÁVEK
MIT: GYÖRGY PAUK /Violine
 Belohlávek (1946) studierte zuerst an der Musikakademie von Prag, dann lernte er an den Meisterkursen von Sergiu Celibidache. Im Jahre 1971 gewann er den Karajan-Wettbewerb. Noch keine dreissig Jahre alt wurde er Musikdirektor des Tschechischen Symphonieorchesters. Seit 1989 ist er Musikdirektor des Tschechischen Philharmonieorchesters, parallel dazu ist er auch Direktor des von ihm gegründeten Orchesters, der Prager Philharmoniker. Er dirigierte zahlreiche bedeutende Orchester der Welt, seit 1995 ist er ständiger Gastdirigent des BBC-Symphonieorchesters. Seine Aufnahmen erscheinen bei den Plattenfirmen Supraphone und Chandos.
 


Jiři Belohlávek

30. März
Pester Redoute, 19.30 Uhr

NEUE ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHE HAYDN-PHILHARMONIE und WIENER SINGAKADEMIE
 HAYDN: DIE SCHÖPFUNG – Oratorium
 DIRIGENT: ÁDÁM FISCHER
CHORLEITER: HEINZ FERLESCH
MIT: CORNELIA HORAK, HELMUT WILDHABER, ALFRED REITER /Gesang
 Neues Österreichisch-Ungarisches Haydn-Orchester und Wiener Singakademie
Das Ensemble wurde 1987 vom Dirigenten Ádám Fischer mit dem Ziel gegründet, aus den besten österreichischen und ungarischen Musikern ein gemeinsames Orchester zu bilden und die Werke Haydns in zeitgemäßer Umgebung, im Esterházy-Schloß in Eisenstadt erklingen zu lassen. Der wichtigste Veranstaltungsort dieser Konzerte ist bis heute der Haydn-Saal des Schlosses. Das Ensemble besteht aus 45 Mitgliedern, etwas mehr, als die Zahl jener Musiker, die in der Blütezeit des Hofmusizierens Haydn zur Verfügung standen. Das Orchester tritt am Internationalen Haydn-Festival mit Konzert- und Opernproduktionen vor das Publikum und spielt sämtliche Symphonien Haydns unter der Leitung von Ádám Fischer auf CD. Charakteristisch für den Stil und Klang des Orchesters ist – der Meinung von Ádám Fischer nach – eine Art lebendige Historisierung, die jedoch nicht identisch mit der historisierenden Spielart und jenem Stil ist. Fischer und sein Orchester betrachten die Pflege jener für Wien und im allgemeinen für Mitteleuropa charakteristischen musikalischen Tradition, eines musikalischen Dialekts für ihre Pflicht; dies kann im Fall einiger Instrumente z.B. die Benutzung der früheren Varianten des Instruments bedeuten.
Die Wiener Singakademie ist ein altehrwürdiges Ensemble Österreichs, welches seit 1858 musiziert. Sein Repertoire umfasst zahlreiche Werke, von den klassischen Schöpfungen der Oratoriumsliteratur bis zu den Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Der Chorleiter ist Heinz Ferlesch. Der Chor gastierte mehrmals in Budapest, oft als Partner des Neuen Österreichisch-Ungarischen Haydn-Orchesters.
 (Gemeinsame Veranstaltung des Wiener Konzerthauses und des Budapester Frühlingsfestivals)
 
30. März
Musikakademie, 19.45 Uhr

BUDAPESTER FESTIVALORCHESTER
 JANÁCEK: DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN – Suite
BERG: KONZERT FÜR VIOLINE UND ORCHESTER
DVOŘÁK: SYMPHONIE NR. 6 D-DUR, OP. 60
 DIRIGENT: JIŘI BELOHLÁVEK
MIT: GYÖRGY PAUK /Violine
 
31. März
Italienisches Kulturinstitut, 19.30 Uhr

STUTTGARTER KAMMERORCHESTER
 BACH: „OH MENSCH, BEWEIN DEIN SÜNDE GROSS“ – Arie
BACH–JAN KRENZ: ZWEI RICERCARE AUS DEM MUSIKALISCHEN OPFER FÜR SAXOPHONQUARTETT UND STREICHER
BARTÓK: SIEBEN CHORWERKE MIT KAMMERORCHESTERBEGLEITUNG
BARTÓK: DIVERTIMENTO
PHILIP GLASS–RAVI SHANKAR: „PASSAGES” FÜR SAXOPHONQUARTETT UND STREICHER (Transkription von Dennis Russel Davies)
 DIRIGENT: DENNIS RUSSELL DAVIES
MIT: RASCHÈR-SAXOPHONQUARTETT, KINDERCHOR DES UNGARISCHEN RUNDFUNKS (Chorleiterin: Gabriella Thész)
 Das Stuttgarter Kammerorchester hat sich in den vergangenen 50 Jahren vor allem durch die Interpretation der Barockmusik – besonders der Werke von Johann Sebastian Bach – und der Werke der Wiener Klassiker einen Namen als eines der hervorragendsten Orchester von Europa gemacht. Dem ersten Dirigenten Karl Münchinger folgten solche ausgezeichnete Persönlichkeiten wie Ferdinand Leitner, Trevor Pinnock, Frans Brüggen, Helmuth Rilling, Andreas Delfs und Dmitrij Sitkowezki.
Das Kammerorchester arbeitete mit namhaften Solisten wie Henryk Szeryng, János Starker, Frank Peter Zimmermann, Heinrich Schiff, Christian Zacharias und Mischa Maisky zusammen. Wie offen und empfänglich das Kammerorchester für alles Neue ist, beweist die Tatsache, dass man unter ihren Gastsolisten auch zwei prägende Vortragskünstler des modernen Jazz, Keith Jarrett und Jan Garbarek hören konnte.
1990 bis 1995 wurde das Kammerorchester von Martin Sieghart geleitet, ihm folgte Dennis Russell Davies (1944), der vor allem durch die Interpretation von zeitgenössischer Musik bekannt wurde, und der auch das Repertoire des Ensembles erweiterte und mit bedeutenden Konzerten aus Werken von Britten, Schostakowitsch, Penderecki, Glass und Schnittke eine neue Epoche in der Geschichte des Orchesters eröffnete.
 (Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage.)
 



31. März
Musikakademie, 19.30 Uhr

UNGARISCHE NATIONALPHILHARMONIE
 DEBUSSY: PRINTEMPS
BARTÓK: KLAVIERKONZERT NR. 2
DEBUSSY–KOCSIS: 7 LIEDER (Les ingénus, Fantoches, Rondo, Der Faun, Caprice, Fête galante, Noël des enfants qui n’ont pas de maison)
BARTÓK: MUSIK FÜR SCHLAGINSTRUMENTE, SCHLAGZEUG UND CELESTA
 DIRIGENT: ZOLTÁN KOCSIS
MIT: BORIS BERESOWSKI /Klavier, JÚLIA HAJNÓCZY /Gesang
 Das auf eine reiche Vergangenheit zurückblickende Ensemble wird von wertvollen Traditionen, Dutzenden Aufnahmen und einem umfangreichen Repertoire geprägt. Das frühere Orchester erlebte unter dem Namen Staatliches Konzertorchester unter der Leitung von János Ferencsik seine Blütezeit. 1997 wurde ihr ungarischer Name geändert und seitdem konzertiert es unter diesem Namen; unter der künstlerischen Leitung des Musikdirektors Zoltán Kocsis kam es bereits zur Uraufführung zahlreicher ungarischen Kompositionen.
 


BORIS BERESOWSKI






[ Budapester Frühlingsfestival 2002 ]
Budapester Frühlingsfestival 2002