Oper


[ Budapest Festivalstadt ]
[ Magyar | English | Francais ]

[ Kartenverkauf ]
21. März
Ungarische Staatsoper, 19.00 Uhr

VERDI: OTHELLO
 



23. März
Erkel-Theater, 19.00 Uhr

J. STRAUSS: DIE FLEDERMAUS (Première)
 
23. März
Ungarische Staatsoper, 19.00 Uhr

VERDI: OTHELLO
 Otello: Dennis O'Neill
 


Dennis O'Neill

23. März
Musikakademie, 19.00 Uhr

POULENC: LES DIALOGUES DES CARMÉLITES
(Konzertante Aufführung)
 DIRIGENT: PASCAL ROPHÉ
MIT: MIHÁLY KÁLMÁNDI,CATHERINE DUBOSC,ATTILA FEKETE, NADINE DENISE, ZSUZSANNA FÜLÖP, SZILVIA RÁLIK, MARIE DEVELLEREAU, , , ,PÉTER KISS , ATTILA RÉTI, ISTVÁN ANDREJCSIK, UNGARISCHES MILLENNIUMSORCHESTER (Künstlerischer Leiter: Tamás Pál), UNGARISCHER NATIONALCHOR (Chorleiter: Mátyás Antal)
 In Les dialogues des Carmélites hat Francis Poulenc (1899–1963) bewusst mit dem ihm so eigenen sarkastischen, frivolen Musikstil gebrochen und komponierte Musik, die zur düsteren und edlen Tragik der historischen Handlung passend einen altertumelnden Ton anschlägt. Die Musik der zur Zeit der französischen Revolution spielenden Oper hat Poulenc auf den Spuren von Monteverdi, Mussorgsky, Verdi und Debussy erarbeitet. Was Textbehandlung und Ausdruckskraft angeht, erinnert seine Oper an die Geschliffenheit von Pelléas und Mélisande sowie von der Krönung der Poppea, der mit sich reißende Schwung, mit dem die Handlung erzählt wird, folgt dem Beispiel des Boris Godunow und des Don Carlos. Bei der vielschichtigen Gestaltung der wichtigen Charaktere greift er auf Stimmen von Helden früherer Opern zurück. Schwester Marie erinnert an Amneris, die alte Äbtissin an Kundry, die neue Desdemona, Blanche erinnert an Thais und Schwester Constance an Zerlina. In der einmaligen Instrumentation der Oper ist das Orchester um zwei Harfen und ein Klavier ergänzt, und sogar eine Guillotine spielt eine Rolle. Die Oper, die 1953-56 entstanden ist, wurde 1957 in der Mailänder Scala 1957 uraufgeführt. Der Weltpremiere folgten erfolgreiche Vorstellungen in Paris, Köln, San Francisco und 1958 im Londoner Covent Garden. Legendär von diesen früheren Aufführungen sind zwei seitdem geworden, die von Pierre Dervaux dirigierte Pariser, sowie die von Rafael Kubelik dirigierte Londoner Vorstellung. Die tragische Geschichte des Pariser Karmeliterklosters lernte die Nachwelt aus dem Bericht einer Nonne, die den revolutionären Terror überlebt hat. Die Veröffentlichung der Memoiren der Nonne trug ausschlaggebend zur Seligsprechung der Karmeliterinnen im Jahre 1906 bei. In der Literatur wurde die Geschichte erstmals von Gertrude von Le Fort verarbeitet (1931). Die Figur der Heldin der späteren Oper (Blanche de la Force) ist der schriftstellerischen Phantasie Le Forts entsprungen. Aus der Kurzgeschichte wurde später ein Drehbuch gemacht, dessen Dialoge aus der Feder von Georges Bernanos stammen. Aufgrund dieser Dialoge ist auch eine Bühnenadaptation entstanden, die Poulenc Anfang der 50-er Jahre auch gesehen hat. Das Libretto hat Poulenc unter Verwendung der Dialoge von Bernanos verfasst.
 (Mit der freundlichen Unterstützung des Französischen Instituts und AFAA)
 


Francis Poulenc

25. März
Ungarische Staatsoper, 19.00 Uhr

Gastspiel der STUTTGARTER STAATSOPER
 HÄNDEL: ALCINA
 REGIE: JOSSI WIELER UND SERGIO MORABITO
BÜHNENBILD UND KOSTÜME: ANNA VIEBROCK
 (Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage)
 



27. März
Burgtheater, 19.00 Uhr

BUDAPESTER KAMMEROPER
 MONTEVERDI: L’ ORFEO – Ungarnpremiere
ORFEO: MARIO CECCHETTI
IN WEITEREN ROLLEN: MÓNIKA GONZÁLEZ, ÁGNES VOJTKÓ,
ERIKA GÁL, ANNAMÁRIA BUCSI, PÉTER BÁRÁNY, ZOLTÁN GAVODI, JÓZSEF CSAPÓ, MÁTÉ SZÉCSI, LÁSZLÓ JEKL
 DIRIGENT: PÁL NÉMETH KOSTÜME: DOMOKOS MOLDOVÁN
REGIE: PÉTER KOZMA
UNTER MITWIRKUNG DES MÄDCHENCHORS ANGELICA UND DES MÄNNERCHORS ANGELO (Chorleiterin: Zsuzsanna Gráf), BAROCKENSEMBLE SAVARIA
 (Weitere Aufführungen: 28. und 30. März)
 
28. März
Ungarische Staatsoper, 19.00 Uhr

ERKEL: BÁNK BÁN
 
29. März
Erkel-Theater, 17.00 Uhr

WAGNER: PARSIFAL
 


Ludwig Sievert:
Parsifal (1913)

1. April
Kongresszentrum Budapest, 19.30 Uhr

KIRI TE KANAWA
 AUSSCHNITTE AUS WERKEN VON BIZET, BERLIOZ, CHARPENTIER, KORNGOLD, CILEA, PUCCINI UND CATALANI
 DIRIGENT: ROBIN STAPLETON
MIT: BUDAPESTER KONZERTORCHESTER, MÁV
 Dame Kiri Te Kanawa

Die zweifellos zu den glänzendsten Sopranistinnen unserer Tage gehörende Künstlerin ist in Neuseeland geboren (1944). Sie gewann zahlreiche Preise in ihrem Heimatland und in Australien, bevor sie nach London zog, wo sie im Londoner Opernzentrum die Schülerin von Vera Rózsa geworden ist. 1969 bekam sie die Rolle Elenas in der Rossini-Oper La donna del lago (Das Fräulein vom See) beim Camden Festival. Ihre Darstellung erregte große Aufmerksamkeit, so wurde ihr bald in der neuen Figaro-Produktion im Covent Garden die Rolle der Gräfin zugeteilt (1971). Nach dem durchschlagenden Erfolg durfte sie die großen Rollen der Opernliteratur spielen: Amelie aus Simon Boccanegra, Donna Elvira, Violetta, Desdemona, Mimi, Fiordiligi, Manon Lescaut, Arabella und die Marschallin aus dem Rosenkavalier. Sie wird in erster Linie als Mozart- und Richard-Strauss-Spezialistin betrachtet, doch auch in der Welt der romantischen italienischen Opern ist sie zu Hause. Sie arbeitet bewusst an der Vergrößerung ihres Repertoires und übernimmt nur Rollen, die ihrer Stimme und ihrem Charakter entsprechen. Sicherlich ist auch diesem Umstand zu verdanken, dass ihre Stimme mit der Zeit nichts an Glanz verloren hat. Sie hatte eine Menge legendäre Auftritte, von denen der vielleicht berühmteste jener Einsprung war, bei dem sie nur 3 Stunden zur Vorbereitung hatte. Und dieser sensationelle Fall fand an keinem minderen Opernhaus, als am Metropolitan statt (1974 musste sie statt Teresa Stratas als Desdemona einspringen). Die Kritiker hat sie damit ganz in ihren Bann gezogen. Danach ging es mit ihrer internationalen Karriere steil aufwärts. Einige wichtige Stationen dieser internationalen Karriere waren Glyndebourne, Paris, Mailand, Sydney, Salzburg und Wien. Sie ist auch als Liedersängerin gern gesehener Gast in den bekannten Konzertsälen der Welt und spielt auch gern Rollen in Genren der leichteren Muse (z. B.: West Side Story von Bernstein). 1982 wurde sie von der Queen zur Hofdame des Britischen Reiches geschlagen und sie wurde damit Mitglied eines für Frauen geschaffenen englischen Ritterordens. Dadurch kam sie in die Gesellschaft anderer musizierender Ritter wie Sir George Solti, Sir Thomas Beecham oder Paul McCartney und John Lennon.
 


Kiri Te Kanawa






[ Budapester Frühlingsfestival 2002 ]
Budapester Frühlingsfestival 2002