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  18.-19. Oktober 20.00 Trafó  

Foto: István Lábadi
Artus Theater
Ozirisz Osiris Coverage
(Uraufführung)

Tanz: Tamás Bakó, László Czétényi, Kati Dombi, Bea Gold, Erzsi Kiss, Péter Lipka, Andrea Nagy, István Oldal, Orsolya Sipos, Lea Tolnai, Nina Umniakov,
György Tr. Szabó
Bühnenbild: Ferenc Sebestény, István Oldal
Licht: Gábor Kocsis
Musik: Erzsi Kiss
Musikalische Koordination: Balázs Temesvári
Kostüme: Krisztina Berzsenyi
Video: Ernst Süss
Besondere Requisiten: Orsolya Sipos, Gábor Kocsis, István Oldal
Mitarbeit: Ágnes Varanyi
Regie-Choreographie: Gábor Goda

Persönliches, Lyrisches, Mythisches, Absurdes. Die Kinder von Isis und des vierzehngeteilten Osiris leben kontinuierlich bis zum heutigen Tag die alte Geschichte neu. Das, was von außen unverletzlich ist, ist innen krank und zerfällt zu Staub. Eine isolierte, sterile Welt verrottet unvermeidlich von innen her. Die Idylle ist immer erschreckend geheimnisvoll. Profane Riten, Bild- und Musikerscheinungen. Aktives Theater.
(mit freundlicher Unterstützung von: Ministerium für Nationales Kulturerbe, Nationales Kulturelles Grundprogramm, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Soros Stiftung, Trafó, Fonó Budai Zeneház, Albeo GmbH., Zumfilm)

www.artus.hu/

weitere Vorstellung: 20. Oktober

  19.-20. Oktober 20.00 Szkéné Színház  

Foto: CIPO®
Compagnie Béla Pintér
Darvas
- Pintér: Bauernoper
(Uraufführung)

Der Bräutigam                             Béla Pintér
Seine Mutter                               Szilvia Baranyi
Sein Vater                                  József Tóth
Stiefschwester                            Éva Enyedi
Die Braut                                   Sarolta Nagy-Abonyi
Ihre Mutter                                 Tünde Szalontai
Ihr Vater                                     Sándor Bencze
Stationsvorsteher                        Szabolcs Thúróczy
Der Fremde                                Tamás Deák
Musiker: Benedek Darvas - Cymbalo, Bence Gazda, László Nyíri, Gábor Pelva - Violine, Samu Gryllus - Kontrabaß
Bühnenbild:                                Péter Horgas, Gábor Tamás
Kostüme:                                   Mari Benedek
Licht:                                         Gábor Tamás
Korrepetitorin:                             Bea Palya
Assistentin:                                Krisztina Kovács
Komponist:                                 Benedek Darvas
Buch und Regie:                        Béla Pintér

"In der Bauernoper haben wir eine balladenhafte Geschichte in Opernform bearbeitet. Grundlage ihrer Musik ist die bizarre und doch homogene Mischung von ungarischen Volksliedern aus Siebenbürgen, Barock und Rock.
Die Geschichte wird vielleicht für viele bekannt erscheinen. Mir erzählte sie meine Großmutter so, daß dies vor sehr langer Zeit mit Menschen in der Nähe von Szabadszállás passierte. Sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich vorerst nur soviel erzähle, daß es um Menschen mit einem unglücklichen Schicksal gehen wird, um Leidenschaft, Humor, Inzest und Mord.
Wem sie gefällt, soll sie sich öfter anschauen!
Wem sie nicht gefällt, soll sich anschauen lassen!" (Béla Pintér)
(mit freundlicher Unterstützung von: Ministerium für Nationales Kulturerbe, Nationales Kulturelles Grundprogramm, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Soros Stiftung, Szkéné theater, Picaro Stiftung)

www.picaro.hu

weitere Vorstellungen: 21.-22. Oktober

  20.-21. Oktober 20.00 A Gyár  

I. Ungarisches Postdramatisches Forschungsinstitut (Mozgó Ház Ex)
№ 16 473
Ein Endre Závoczki Requiem
(Uraufführung)
nach Ferenc Molnárs Liliom
es spielen: Adrienn Bor, Réka Gévai, István Gőz, Erika Pereszlényi, Gábor Pintér, Balázs Vajna, Lívia Varjú
Musik: Balázs Barna
Technischer Leiter: Attila Szirtes
Regie: László Hudi

№ 16 473”: eine Registrierungsnummer. Laut Ferenc Molnár ist unter dieser Endre Závoczki, also Liliom, im Jenseits registriert.
"Jenseits": Die Welt nach dem Tod, den wir oft mit dem physischen Tod verwechseln, bezeichnet eine psychische Dimension, in der alle - vergangene und zukünftige - Taten und Geschichten der Menschheit gleichzeitig präsent sind, so auch Lilioms Geschichte, seit Molnár sie geschrieben hat. Deshalb existiert das "Jenseits" nicht in der Zeit, es ist nicht eine auf den Tod folgende Form der Zukunft, sondern eine immerwährende Gegenwart. Die im "Jenseits" existierende Liliom-Geschichte ist jedoch nicht die wirkliche Liliom-Geschichte. Das "Jenseits" ist eine persönliche Umgebung, eine psychische Dimension; demzufolge wird die objektive, von Molnár geschriebene Geschichte so deformiert, wie es die Involviertheit des Künstlers, seine unbewußte Liliom-Geschichte bedingt. Der Schauspieler ist durch seine Arbeit in der Lage, jenen veränderten Bewußtseinszustand in sich zu wecken, mit dessen Hilfe er in die Dimension namens "Jenseits" eintreten und Liloms Geschichte heraufbeschwören kann - doch nur jene Liliom-Geschichte, die er originär in sich trägt. Das ist die einzige Möglichkeit zur Authentizität, und das ist auch die Eintrittskarte ins "Jenseits". Nicht die von anderen vorgestellte, mit Konventionen beladene Liliom-Geschichte soll man heraufbeschwören, man soll vielmehr zur eigenen, persönlichen Liliom-Geschichte gelangen.
(mit freundlicher Unterstützung von: Ministerium für Nationales Kulturerbe, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Nationales Kulturelles Grundprogramm, Trafó; Dank an Ildikó Lőkös und György Árvai)

weitere Vorstellungen: 22.-27. Oktober

  20-23. Oktober  

Vorstellungen des Vereins der zeitgenössischen Tanztheater

"In unserer leistungsorientierten Welt bedeutet die Herausbildung eines Wertesystems noch eine der größeren Aufgaben. Tabus bröckeln, neue, vermeindliche oder wirkliche Wahrheiten werden geboren und sterben in jedem Augenblick, geschickt agierende Epigonen oder besessene neuzeitliche Spiritisten suchen nach der wahren Seele unseres Jahrhunderts und tasten nach dem nebligen Weg, der zu unserem im Technokratismus versteinerten Selbst führt. Ein nie dagewesenes Tempo diktiert die enorme Anzahl der Fausts des 21. Jahrhunderts.
Und hier ist die erste, einen in Verlegenheit bringende Frage: Was ist der Wert? Die Jury muß, gewollt oder ungewollt, das formulieren, worauf bestenfalls die Nachfahren eine gültige Antwort werden geben können. Um unnötige Risiken zu vermeiden, entschied sich die Jury, nicht zu werten, sondern vielmehr einen Raum für die bislang nur in einem kleinen Rahmen bekannten, jungen "Theatermacher" zu bieten, um vor dem Publikum die spannenden, bunten Möglichkeiten der zeitgenössischen Tanzkunst aufblitzen zu lassen. Nehmen Sie sie offen auf, auf daß sie Sie in ihre eigene Welt entführen." (Miklós Köllő)

Mitglieder der Jury: Márk Fenyves, Miklós Köllő, Réka Szabó
(mit freundlicher Unterstützung von: Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest)
www.elender.hu/kortanc/

20. Oktober 20.00    OFF PROGRAMM    L1 Táncművek
Gyula Berger - Márta Ladjánszki - Attila Dóra: Beinahe 3
Tanz: Gyula Berger, Márta Ladjánszki, Attila Dóra

21. Oktober 20.00    Merlin Színház
Krisztián Gergye: e.sch.eroto
Choreographie-Tanz: Krisztián Gergye
Zsófia Murányi - Gyula Francia: Zweierlei Wünsche
Choreographie: Zsófia Murányi
Márta Ladjánszki: spreizende Schenkel
Choreographie-Tanz: Márta Ladjánszki
(geteilter 3. Preis des II. Solotanzfestivals)
Csongor Szabó: Monster
Choreographie-Tanz: Csongor Szabó
Ákos Hargitai: Singing in the Rain (Again)
Choreographie-Tanz: Ákos Hargitai

22. Oktober 20.00    Merlin Színház
Ádám Fejes: Images
Tanz: Ádám Fejes, József Hámor, Nikoletta Jónás, Zizi Mészáros
Choreographie: Ádám Fejes

23. Oktober 20.00    OFF PROGRAMM    Petrik Lajos Vegyipari
Szakközépiskola

OFF Tanztheater: Lux
Choreographie: Adrienn Hód
(weitere Vorstellungen: 24.-25. Oktober)

  23. Oktober 19.30 Fővárosi Nagycirkusz 

Graphik: Dániel Merényi
Krétakör Theater
István Tasnádi - Árpád Schilling: HeimatHeimat
- Säuglingsheim Taygetos II. -

in Memoriam Géza Hofi
(Ungarische Erstaufführung)
Nur für Erwachsene

Mitwirkende: Gergely Bánki, Eszter Csákányi, József Gyabronka, László Katona, Annamária Láng, Zoltán Mucsi, Zsolt Nagy, Borbála Péterfy, Roland Rába, Lilla Sárosdi, Péter Scherer, Sándor Terhes, Gábor Viola, Tilo Werner
Komposition: László Melis, Miklós Lukács
Musiker: Miklós Lukács, Csaba Novák, Kálmán Oláh, Balázs Szokolay
Bühnenbild: Márton Ágh
Kostüme: Klára Varga
Kostümbildnerin: Júlia Kiss
Licht: Tamás Bányai
Choreographie: Csaba Horváth
Dramaturg: Anna Veress, Péter Kárpáti, András Forgách, Balázs Erős
Maske: Fruzsina Nagy
Regieassistent: Péter Tóth
Produzent: Máté Gáspár
Regie: Árpád Schilling

Das Stück versucht einen Überblick über die Geschichte Ungarns nach dem Systemwechsel zu geben. Das Ziel ist nicht, die Geschehnisse aufzulisten, vermutete oder wirkliche Zusammenhänge aufzuzeigen, auch nicht Fakten aufzufinden oder zu enthüllen; das Stück spielt nur mit den Tatsachen, vermischt die Wirklichkeit mit der Fiktion, damit aus dem Alltäglichen eine souveräne, halbwegs märchenhafte Bühnenwelt entstehen kann, die sich der vergangenen 13 Jahre der ungarischen und osteuropäischen Geschichte aus einem grotesken und satirischen Blickwinkel nähert. Wir denken nicht in Bühnenstücken, sondern in Vorstellungen, vielmehr noch in Ereignissen. An diesem Abend halten wir eine nationale Selbstinspektion mit Hilfe der Theaterform ab.

Die Vorstellung verwendet entsprechend des Reichtums des Themas viele Stilelemente und Theaterformen vom Video bis hin zu klassischen Zitaten, zur Farce, zum Volkstanz und zum Varieté. Das musikalische Gewebe, das die Stimmung der Vorstellung bestimmt, setzt sich aus Livemusik verschiedener Stile und Genres der ungarischen Musiktradition zusammen, von folkloristischen über populäre nationale Lieder bis hin zur Operette und zumRock-and-Roll. Einige Liedtexte sind Werke von obdachlosen Budapester Poeten.
(eine Krétakör Produktion mit der Ungarischen Zirkus und Varieté GmbH, MC 93 Bobigny, CDN Orléans, THEOREM /mit der Unterstützung von Culture 2000/, in Koproduktion mit den Zsámbéker Samstagen; mit freundlicher Unterstützung von: Nationales Kulturelles Grundprogramm, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Soros Stiftung)

www.kretakor.hu

  25.-26. Oktober 20.00 Trafó  

Foto: Marc Vanappelghem
Alias Compagnie (Schweiz)
L’odeur du voisin

Tanz: Caroline de Cornière, Joseph Trefeli, Kylie Walters, Mike Winter, Asier Zabaleta
Bühnenbild: Gilles Lambert
Kostüme: Caroline de Cornière, Samantha François-Kapitz
Lichtentwurf: Pascal Burgat, Jean-Marc Serre
Technische Leitung: Pascal Burgat
Studioaufnahmen: Andrès Garcia
Musik: Hans-Peter Kuhn, Ary Barroso és mások
Administration: Airelle Buff
Kommunikation: Christine Hirsig
Beratung: Gabriel Décoppet
Choreographie: Caroline de Cornière und Guilherme Botelho, in Zusammenarbeit mit den Tänzern

"Wer allein in einem Restaurant ißt, nimmt mehr zu sich, als nur das Essen." (G. Haldas)
Die berühmte Alias Compagnie ist bereits zum zweiten Mal zu Besuch im Trafó, und zeigt auch diesmal ihre neueste Arbeit. Der erste Teil der Vorstellung erhielt 2000 auf dem Festival Rencontres chorégraphiques internationales den Preis der Stadt Seine-Saint-Denis. In dem Stück L’odeur du voisin bekommt der Zuschauer einen Einblick in die Welt eines Restaurants, in der zwei Ebenen der Wirklichkeit gleichzeitig zugegen sind. Auch diesmal bietet die für an ungewöhnlichen Orten spielende Vorstellungen bekannte Alias Compagnie mit ihren Spielfiguren ein feines, unglaublich detailreiches Bild.

Die realistischen Porträts umrahmt eine ununterbrochene, an unerwarteten Wendungen reiche Handlung. Die Elemente der von Alias präsentierten zweiten Wirklichkeit sind allesamt lebensnah, doch das aus ihnen entstandene Gesamtbild ist zugleich bekannt und komisch irreal.

(eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafóval; mit freundlicher Unterstützung von: Département des affaires culturelles de la Ville de Genève, Département de l'Instruction Publique du Canton de Genève, Pro Helvetia - Fondation Suisse pour la Culture, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Sophie und Karl Binding Stiftung, la Loterie Romande, CORODIS, Lombard Odier & Cie; mit besonderer Unterstützung des Prix d’auteur du Conseil général de la Seine-Saint-Denis, France /Rencontres chorégraphiques internationales 2000/)

www.trafo.hu/

  29.-30. Oktober 19.00 Merlin Színház  

Graphik: Bill Mitchell
Sámán Theater - Kneehigh Company (Großbritannien)
Emma Rice: Wild Bride or The Handless Woman
(Uraufführung)

Tanz: Jon Fenner, Éva Magyar, Borbála Blaskó, Réka Szabó, Gábor Botond Barna
Bühnenbild: Bill Mitchell
Regie: Emma Rice

Die Konzipienten dieser Vorstellung, Emma Rice und Bill Mitchell - die Leiter der englischen Kneehigh Company - nahmen als Ausgangspunkt ihrer Arbeit einen Bestseller, einen Band über die folkloristischen Geschichten zahlreicher Völker dieser Welt. Das Ergebnis, dieses Märchen mit seiner reichen Bildwelt, handelt von der Begegnung des Teufels mit einer jungen Frau, die von ihren nichtsahnenden Eltern verkauft wird. Der Käufer ist der Herr der Hölle höchstpersönlich. Im Laufe des Tanzspiels nimmt die Frau ihr Schicksal auf sich und bewahrt sich dabei durch ihr stilles Durchhalten nicht nur ihre Menschlichkeit, sondern zähmt auch die negative Kraft und bringt diese auf ihre Seite. Die Vorstellung zeigt, wie es zwei Theatergruppen mit unterschiedlichem kulturellen Erbe gemeinsam gelingt, mehrere hundert Jahre alte Gedanken zu interpretieren und diese mit den heutigen Grundnormen in Einklang zu bringen.
(in Koproduktion mit: Merlin Theater; mit freundlicher Unterstützung von: The British Council, Nationales Kulturelles Grundprogramm, British Airways)

www.szinhaz.hu/merlin

weitere Vorstellungen: 31. Oktober, 1.-2. November

  30.-31. Oktober 20.00 Trafó  

Foto: Séverine -
atelier graphique J. L. Fouchez
Josef Nadj (Frankreich)
Journal d’un inconnu

Musik: Percussion of Ethiopia, Sakata und Halottkísérő (Bethlen, Észak-Mezőség) (Auszüge: Csík Zenekar und Tiszta Szívvel); Son Sventa Cajvaltic (Auszüge: Mexico, Fiestas of Chiapas und Oaxaca); Portofélé (Auszüge: Zigeunerfolklore, Ungarn/Rumänien)
Bühnenbildentwurf: Josef Nadj und Rémi Nicolas
Licht: Rémi Nicolas, unter der Mithilfe von Xavier Lazarini
Kostüme: Bjanka Ursulov
Bühnenbild: Michel Tardif
Gemälde: Jacqueline Bosson
Video: Thierry Thibaudeau
Technischer Leiter und Lichtentwurf: Xavier Lazarini
Video- und Tontechniker: Thierry Thibaudeau
Bühnenmeister: Valéry Franch
Tourneeorganisation: Martine Dionisio
Nach Tagebüchern und Gedichten von Ottó Tolnai

Choreographie und Tanz: Josef Nadj

Ottó Tolnai: ich fürchte mit mir machst du eine Ausnahme

bitte mein Herr errette mich nicht
so ist es männlicher
errette mich nicht
wenn ich auch bete
ein Schulkind das die erste Todsünde bekennt
und endlos jammere
errette mich nicht
wenn ich auch alle deine Gefäße
mit Tränen fülle
deine verbeulten Fingerhüte
zerfallenden Hektoliterfässer
vollschluchze
alle deine löchrigen schwarzen Socken
bitte mein Herr errette mich nicht

laß die Ratte nur
emsige Tunnelgräberin
sich durch meine Bauchdecke fressen
laß den Wolf nur
mit mir in mir verbunden
mein Gesicht zerschmatzen
ergötze dich lieber an ihnen
wie du dich an begehrlichen Liebespaaren noch nicht ergötzt
bitte mein Herr errette mich nicht
mein Gebet höre als Bersten der reinen Eisdecke
errette mich nicht
ich weiß du hast nie wirklich jemanden errettet
doch ich fürchte mit mir machst du eine Ausnahme
bitte errette mich nicht
bitte mein Herr errette mich nicht

(Aus dem Ungarischen von György Buda)

Die letzte, beim diesjährigen Budapester Frühlingsfestival gezeigte Arbeit von Josef Nadj und seiner Compagnie Les Veilleurs könnte man auch als abschließendes Stück einer künstlerischen Periode auffassen. Die Aufmerksamkeit des stets ein eigentümliches Instrumentarium aufbauenden, forschenden Choreographen wendet sich neuen Richtungen zu. Welche dies sind und was Josef Nadj in seiner neuen, vor kurzem begonnenen Schaffensperiode beschäftigt, beantwortet sein neues Stück. Das Journal d’un inconnu ist ein sehr persönliches Solostück, das am 6. Juni 2002 bei der Biennale in Venedig uraufgeführt wurde.

(eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafó; eine Koproduktion des Centre Chorégraphique National d’Orléans und des Théâtre de la Ville - Paris; das Centre Chorégraphique National d'Orléans dankt für die freundliche Unterstützung folgenden Institutionen: Ministère de la Culture et de la Communication - Direction de la musique, de la danse, du théâtre et des spectacles, Direction Régionale des Affaires Culturelles Centre, Ville d’Orléans, Conseil Régional du Centre, Conseil Général du Loiret; ausländische Tournees der Compagnie werden unterstützt von: A.F.A.A.)

www.trafo.hu/ www.josefnadj.com/

  31. Oktober - 1. November 20.00 MU Színház  

Graphik:
Dorka Hübner
TranzDanz
Höhlenmalerei

(Uraufführung)

Tanz: Veronika Vámos, Gerzson Péter Kovács
Musiker: Ferenc Kovács, Sándor Budai, Kálmán Oláh - Violine, Csaba Novák - Kontrabaß
Bühnenbild: Gerzson Péter Kovács
Komponist: Ferenc Kovács
Kostüme: Edit Szűcs
Choreographie: Gerzson Péter Kovács

"Über den Menschen, der durch Werke eine Welt entstehen läßt, sich und seine Welt aufzeigt und verewigt, der für die Gemeinschaft nützlich, wertvoll und verständlich ist; seine Zeichen türmen Kulturen von zehntausenden Jahren auf, während Religionen demagogische Ideologien, zynische Profiteure, 'rationale' Zivilisationen den freien, schaffenden Menschen regulieren, vernichten, umbringen und vergiften. Er aber - allen gegen ihn gerichteten Bestrebungen trotzend - hinterläßt seine Spur an der Wand der Höhle als Nachricht für Jahrtausende: 'Hier bin ich! Jetzt habe ich die Welt verändert!' - das neue Stück von TranzDanz, ein Abdruck des vor dem Kommerz, dem 'Praktischen' in Hohlen und Reservate fliegenden Gedankens, ist ein Höhlenmalerei-Comic der Gegenwart.
Der Komponist der zu Livemusik gestalteten Vorstellung, Ferenc Kovács (Dresch Quartet, Djabe, Balogh Kálmán Gipsy Cimbalom Band) und seine Musikerkollegen (Sándor Budai Primgeiger und Csaba Novák Kontrabassist - Musiker der Balogh Kálmán Gipsy Cimbalom Band, Kálmán Oláh Geiger - Solist der Ungarischen Virtuosen) unterstützen das Stück durch ihre virtuose Technik und kraft ihrer Bühnenerfahrung." (Gerzson Péter Kovács)
(mit freundlicher Unterstützung von: Ministerium für Nationales Kulturerbe, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Nationales Kulturelles Grundprogramm, MU Theater)

weitere Vorstellung: 2. November

  2.-3. November 20.00 Trafó  

Foto: Guy Morley
and the Brighton Dome
Akram Khan Company (eine Veranstaltung des British Council)
Was wäre, wenn ... (Kaash)

Tanz: Akram Khan, Rachel Krische, Moya Michael, Inn Pang Ooi, Shanel Winlock
Musik: Nitin Sawhney, sowie John Oswald:
Spectre (in der Bearbeitung des Kronos Quartetts)
Bühnenbild: Anish Kapoor
Licht: Aideen Malone
Kostüme: Saeunn Huld
Choreographie: Akram Khan

Hindu-Götter, schwarze Löcher, indische Zeitkreise, Erschaffen und Zerstören bilden die begrifflichen Säulen der in diesem Jahr präsentierten Vorstellung. "Es ist wichtig, uns an den Wert der nicht greifbaren Dinge zu erinnern. Ist es nicht wahr, daß das leere Innere des Bechers diesen erst nützlich macht? Ähnlich findet sich das Geheimnissvolle der wahren Formen in der Bewegungslosigkeit zwischen zwei Bewegungen, in den Pausen zwischen den musikalischen Phasen und in den nicht ausgefüllten Räumen der Leere" - sagt der den klassischen indischen und den westlichen zeitgenössischen Tanz verbindende Akram Khan.
Der Tänzer und Choreograph wurde als Kind bengalischer Eltern in London geboren. Die 500 Jahre alte, klassische indische Tanztechnik, den Khatak, erlernte er an der indischen Tanzakademie. Die Choreographie von Kaash baut auf die gebundenen musikalischen Phasen auf, wie sie in der indischen klassischen Musik oft vorkommenden. Inspiriert wurde das Stück von jenem Zusammenhang, gemäß dem das Verhalten der hinduistischen Götter bzw. das damit verbundene Symbolsystem durch Rhythmusmuster und besondere Bewegungsreihen dargestellt werden kann. Khan, der u.a. bereits mit Pandit Ravi Shankar und Anne Teresa De Keersmaeker zusammengearbeitet hat und in Peter Brooks Mahabharata auftrat, gründete im August 2000 seine eigene Company. Seit April ist er ständiger Choreograph der Royal Festival Hall.

(eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafó; Koproduzenten: South Bank Centre, Tramway, Vooruit, Sampad, DanceEast, Maison Des Arts Créteil, Wexner Center for the Arts at the Ohio State University mit der freundlichen Unterstützung der Doris Duke Charitable Foundation; die Akram Khan Company wird von folgenden Institutionen unterstützt: The Arts Council of England, London Arts; die Entstehung der Produktion Kaash wurde unterstütz von: The Quercus Trust, Jerwood Space, Birmingham DanceXchange; ein besonderer Dank gilt: Angela Bernstein, Jonathan Burrows, Julia Carruthers, Damian Chapman, Rachel Harris, Su-Man Hsu, Malcolm Glanville, Catrin John, Brendan Keaney, Richard Lee, Rob Lynden, Tim McKeough, Lyndsey Williams, Dance Umbrella, Guy Morley and the Brighton Dome.)

www.trafo.hu/

  3. November 19.00 Thália Színház  

Zeitgenössischer Volkstanz-Abend

Auf dieser bereits traditionell wiederkehrenden Veranstaltung des Budapester Herbstfestivals werden experimentelle Werke präsentiert, die den traditionellen Bewegungsschatz mit einer durch und durch zeitgenössischen Auffassung verbinden. Im Laufe des Abends kommen vielerlei Gedanken, spannend unterschiedliche Interpretationen der Tradition zur Geltung: dem Publikum wird ein Querschnitt der besten Produktionen der vergangenen Saison präsentiert, die in ihrer Vielfalt, ihrem mannigfaltigen Ton der jahrzehntelangen Tradition der Volkstanz-Abende gerecht werden.

(Eine Veranstaltung des Martin-György-Volkstanz-Verbandes)

  22. Oktober 19.30 OFF PROGRAMM   Thália Színház, Új Stúdió  

András Visky: Júlia
Dialog über die Liebe
(Uraufführung)
Mitwirkende: Enikő Szilágyi
Regie: Gábor Tompa

"Zehn Produktionen umfaßt das Programm der nun zum siebenten Mal veranstalteten Studiotheater Tage. An diesem Festival nehmen jene Vorstellungen teil, die die Kuratoren unter den von der Soros Stiftung unterstützten Produktionen für die besten hielten. Die zehn Werke zeigen die wichtigsten Tendenzen der künstlerischen Versuche und Wegsuchen in den ungarischen alternativen Theaterwerkstätten. Neben vier Tanztheaterproduktionen sowie je zwei hauptstädtischen bzw. ländlichen Studioproduktionen werden auch die bemerkenswerteste Aufführung des Jahres, die viel Diskussion auslösende alternative Produktion des Krétakör Theaters W - Arbeiterzirkus bzw. eine Ionesco-Adaptation in Rome, die unter der Ägide des Roma Parlaments entstand, gezeigt. Dieses fachlich wie künstlerisch anspruchsvolle Programm verspricht allen Interessenten besonderer Theatererlebnisse eine angenehme Unterhaltung." (István Nánay)

www.soros.hu

  20. Oktober 19.00 Bárka Színház  

Bárka Theater
Harold Pinter: Die Heimkehr
Regie: László Bérczes
www.barka.hu

  22. Oktober 20.00 MU Színház  

The Collektive of Natural Disaster
62 Tage

Todesreisetagebuch
Bühnenbild, Kostüme, Musik, Regie: György Árvai

www.trafo.hu/arvaigy.html

  24. Oktober 19.00 Merlin Színház  

Petőfi Theater, Veszprém
August Strindberg: Der pelikan
Regie: Anca Bradu

www.petofiszinhaz.hu/

  25. Oktober 19.00 Bethlen Kortárs Táncműhely  

Tanz Theater Mittel-Europa - Móricz-Zsigmond-Theater, Nyíregyháza
Barbaren
Regie-Choreographie: Csaba Horváth

www.cedt.hu/ www.moriczszinhaz.hu/

  26. Oktober 19.00 Tivoli  

Budapester Kammertheater
William Shakespeare: Macbeth
Regie: Róbert Alföldi

www.budapestikamaraszinhaz.hu/

  28. Oktober 20.00 Trafó  

Compagnie Pál Frenák
KáOsz
Choreographie: Pál Frenák
www.ciefrenak.org/

  29. Oktober 20.00 Szkéné Színház  

KOMPmÁNIA/Compagnie Attila Csabai
Cyber Geshas (Gertrude und Alice in Wunderland)

Choreographie: Attila Csabai

  1. November 20.00 Magyarországi Roma Parlament  

Maladype - Theater der Begegnungen
Eugène Ionesco: Jakob oder der Gehorsam
Regie: Zoltán Balázs
www.szinhaz.hu/maladype/

  2. November 20.00 Thália Színház, Régi Stúdió  

Krétakör Theater
W - Arbeiterzirkus
Regie: Árpád Schilling
www.kretakor.hu

  2. November 22.00 Thália Színház  

Preisverleihung und Abschlußgespräch

Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte dem Programmheft der Studiotheater Tage.


  24. Oktober 19.00 Millenáris Teátrum  

Ungarische Oper Kolozsvár/Cluj
Attila Demény: Parafarm
Kammeroper

Libretto (nach George Orwells Roman Farm der Tiere): András Visky
Napoleon Bálint Szabó
Schneeball Levente Szakács
Kleeblatt Zsejke Székely
Mollie Zsófia Popovici
Boxer Zsolt Dániel
Benjamin V. Róbert Laczkó
Hunde László Veress, Árpád Sándor
Schafe Ildikó Sz. Veress, Enikő Pataki, Ildikó Páll
Bühnenbild: Judit Dobre-Kóthay als Gast
Kostüme: Katalin Starmüller
Regieassistentin: Annamária Gombár
Dirigentin: G. Katalin Incze
Regie: Attila Demény

"Parafarm ist eine surreale Vision, die, sofern sie in Richtung Orwell sieht, von ihm auch absieht, und folglich an jedem Ort und mit jedem geschehen kann. Dem Genre nach ist sie ein Aufeinandertreffen von Kammeroper und Tanztheater. Hinter der skizzenhaften, doch leicht verfolgbaren Geschichte wollte ich die möglichen Hypostasen der Macht zeigen." (Attila Demény)

Attila Demény: Unvollendete Konjugation
Totentanzspiel - Kammeroper

Libretto (nach der gleichnamigen Minuten-Novelle von István Örkény): András Visky
Mitwirkende: Judit Hary, Enikő Pataki, Mária Molnár, András Takács, Árpád Sándor, János Szilágyi und das Kammerorchester der ungarischen Oper Kolozsvár/Cluj
Bühnenbild: Judit Dobre-Kóthay als Gast
Kostüme: Katalin Starmüller
Beraterin bei der Choreographie: Melinda Szilágyi Jakab
Regieassistentin: Annamária Gombár
Dirigent: Zsolt Lászlóffy
Regie: Attila Demény

"Dieses Werk zu schreiben, sowie es gerade mit der Parafarm, der vor zehn Jahren entstandenen Kammeroper aufzuführen, hat zahlreiche Gründe. Ich suche nach der Verbindung zwischen den zwei Opern aus der Entfernung von zehn Jahren, ich suche mich in der Geschichte dieser zehn Jahre, an der Schwelle zum neuen Jahrhundert, in seiner Krise der Werte, seiner Codeänderung. Es ergab sich, daß ich die Provokationen der Wiederholungen, der Monomanien, der grotesken Erfolglosigkeiten zu Beginn unseres komischen ostmitteleuropäischen Jahrhunderts schreiben muß. Deshalb schreibe ich nach der Parafarm die Unvollendete Konjugation so, daß es weder Namen noch Rollen, sondern nur Zustände und Situationen gibt. Zu diesem Lebensgefühl erschien die gesungene Pantomime als geeignetstes Genre." (Attila Demény)
(eine gemeinsame Veranstaltung mit Millenáris GnG.; mit freundlicher Unterstützung von: Ministerium für Nationales Kulturerbe, Nationales Kulturelles Grundprogramm)

  3. November 19.30 Budapest Bábszínház  

Gábor Gerhes:
a T megtalálása
Gergely Vajda: Das Riesenbaby
Kammeroper für Sänger, Instrumente, Sprecher und Puppen nach dem Schauspiel von Tibor Déry
(Uraufführung)
Sänger:
Neugeborenes/2. Neugeborenes Mariann Falusi
Vater Gábor Lengyel
Nikodemos Péter Bárány
Jungfrau/Stefánia Rajk Judit
Puppenspieler:

Gábor Czipott, Zsolt Csák, Erzsébet Csortán, István Kemény, Zsuzsanna Kenyeres, Judit Kovács, Judit Rusz, Anna Simándi

Musiker: Zoltán Gyöngyössy - Flöte, Nándor Götz - Saxophon, Péter Burget - Posaune, Péter Ács - Kontrabaß, Boglárka Fábri - Schlaginstrumente, Balázs Horváth - Korrepetitor, Synthesizer
Visuelle Effekte: Margit Balla und Péter Horgas
Tontechnik, Studioarbeiten: Péter Erdélyi
Assistentin: Eszter Bánky
Dirigent: Gergely Vajda
Regie: Balázs Kovalik

"Ich habe keine Probleme. Ich bin unsterblich. Das Leben ist mir hörig, denn ich bin der Anfang..." Das Riesenbaby, das seit dem Augenblick seiner Geburt gehen, verstehen und sprechen kann, das sich selbst als Herr über Leben und Tod weiß, das sein Vater verkaufte, das wenige Stunden nach der Geburt im Zirkus gezeigt wurde, das aus Spiel mordet, ist ebenso unschuldig und naiv, wie ein alltägliches Neugeborenes. Oder doch nicht? Denn es weiß, daß es "nichts schöneres gibt, als wenn der Mensch hungrig ist und nicht satt wird, wenn er friert und keine Decke hat, wenn er krank ist und nicht gesund wird". Wenn jeder mit seinem Paradies zufrieden ist. Wenn - nach drei kurzen Akten - seine Zeit abgelaufen ist, muß es erkennen, daß man auf dieser Erde nicht ungestraft auf die Welt kommen, leben und sterben kann ... höchstens die Frage stellen: "Was war der Sinn meines Lebens? Und ich frage, was war der Sinn meines Todes?"
(mit freundlicher Unterstützung von: Nationales Kulturelles Grundprogramm)

www.budapest-babszinhaz.hu www.bmc.hu/vajda

Weitere Vorstellungen: 4., 8. November




  18. Oktober 19.30 Bárka Színház, Vívóterem  

Ein Abend mit Béla Faragó
Gesichter des Lichts
CD-Premiere

Mitwirkende: Katalin Pitti und die Mitglieder des Voces Aequales Gesangsensembles (Zoltán Gavodi, Csaba Gyulai, Zoltán Mizsei), sowie Gergő Balázs - Violine, Samu Gryllus - Baßgitarre, János Nagy - Synthesizer
Tontechnik: István Horváth
Rauminstallation: Sándor Sárkány

Die Gesichter des Lichts [A fény arcai] - die dritte Platte von Béla Faragó - erscheint im Herbst 2002 bei der Binder Music Manufactury. Der Grundgedanke des nahezu eineinhalbstündigen Werkes war es, dem Tod nahe bzw. Todeserlebnisse durch Gesangsstimmen und Synthesizer zu formulieren, wobei - unter anderen - des Grablied des Seikilos (das älteste überlieferte Fragment europäischer Musik), die Zeus-Hymne des Aischylos, die Melodie der mittelalterlichen Dies irae oder byzantinische Gebetsfragmente ebenso als Inspiration dienten, wie der das jüdische Neujahr begrüßende Klang des Schofar oder auch die "toten" Klänge der im Handel erhältlichen Synthesizer, die jeder zum Klingen bringen und die man auch in den Dienst der Musik stellen kann.

Bei der Aufnahme erklangen die Instrumentalpartien im Vortrag des Komponisten auf Synthesizer. Bei diesem Konzert hören Sie die Platte "live", sozusagen als Transkription. Zu den elektronischen Instrumenten und dem Computer gesellen sich auch akustische Instrumente und es erklingt eine neue, auf der CD fehlende Bearbeitung des Dies irae.

(eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bárka Theater)


www.bmc.hu/farago

  19. Oktober 19.30 Új Színház  


Konzert der After Crying Band und das Brass in the Five Quintett

Die Blechbläserband ist - infolge ihrer in verschiedenen musikalischen Perioden und Gebieten übernommenen mannigfaltigen Rollen - besonders geeignet Klangverflechtungen spürbar zu machen, die unsere entzweite Musikkultur anders vorzustellen vermögen, als die "traditionellen" musikalischen Genres und Formen. Für dieses Spiel sind die musikalisch auf hohem Niveau ausgebildeten Mitglieder des Brass in the Five aufgrund ihrer musikalischen Vergangenheit und ihrer Praxis hervorragend geeignet, die Mitglieder der After Crying (zugleich Komponisten des Abends) beschäftigen sich regelmäßig mit ähnlichen Versuchen.

www.aftercrying.com www.brass5.hu

  21. Oktober 19.30 Zeneakadémia  

Foto: László Müller
Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks
Werke von György Kurtág

Messages
- für Orchester Op. 34 (1991-1996)
             Brief an Péter Eötvös
             Aus der Ferne - Hommage à Alfred Schlee 85
             ... a solemn air ... - Hommage à Albert Simon 70
             Lagebericht - Ein Wort an Zoltán Jeney
             Inscription on a Grave in Cornwall - Hommage à Sabine Tomek
             ...blumen die Menschen - an Zoltán Kocsis (... in memoriam Otto Kocsis ...)
Splitter Op. 6/c - für Cimbalom
New Messages
- für Orchester Op. 34/a (1998-2000)*
            
Merran’s dream (Caliban detecting-rebuilding Mirranda’s dream)
             Schatten - Message à Elmar Weingarten
             ... aus tiefer Not ... - un message à Madeleine Santchi
             Les adieux - in Janáčeks Manier (In memoriam Egon von Westerholt)
             Botschaft an Zoltán Peskó
             Merran’s dream (Caliban detecting-rebuilding Mirranda’s dream) - version
             für Streichorchester
Stücke für Klavier aus Spiele und für Cello aus Signs, Games and Messages
             Vorklänge zu einer Bálint-Austellung für Klavier
             Doina für Klavier
             Der Glaube (aus Die Sprüche des Péter Bornemisza Op. 7) für Cello
             Les adieux in Janáčeks Manier für Klavier
             Zeichen Op 5b I (Agitato) - II (Giusto) für Cello
             Pilinszky János: Gérard de Nerval für Cello
             Spiel mit Obertönen für Klavier
             Hommage à J. S. B.
(aus 12 neue Mikroludien) für Klavier
             Spiel mit Unterbrechungen für Klavier
             Kroó György in memoriam
für Cello
             Schatten (Árnyak) für Cello
             Hommage à Paganini für Klavier
             Tears
für Klavier
             Studie zu Hölderlin für Klavier
            
Schatten für Cello und Klavier
             Grabstein für Stephan Op. 15/c (1978-1979, rev. 1989) für Gitarre und räumlich verteilte
             Instrumentengruppen
* (Ungarische Erstaufführung)
Mitwirkende: Elena Casoli - Gitarre, Ildikó Vékony - Zymbal, Gábor Csalog - Klavier, Miklós Perényi - Cello, Chor des Ungarischen Rundfunks (Chorleiter: Kálmán Strausz)
Dirigent: Zoltán Peskó

"Im letzten Jahrzehnt erklangen György Kurtágs Werke oft im Rahmen 'komponierter Konzerte'. Das Wesen dieser besteht darin, daß der Komponist das Programm des Abends so gestaltet, daß die Beziehungen der nebeneinander gespielten Musikstücke und sogar ihre konkrete Verwandtschaft für den Zuhörer nachvollziehbar werden. So werden auch heute - ungewöhnlich für die Konzertpraxis der Gegenwart - Kammermusik und Werke für ein größeres Ensemble nebeneinander zu hören sein. Während der Titel des frühesten Werkes Splitter - ein Zymbal-Zyklus für vier Sätze - auf einen Band des Dichters János Pilinszky verweist, stellt der letzte Satz dieser durch volkstümliche Klagelieder inspirierten Trauermusik dem Jugendfreund und Musikerkollegen Stefan Romascanu ein Denkmal. Dieser Satz führt dann insofern weiter zu den weiteren Werken des Konzerts, als dies ein erstes Beispiel für jene in memoriam- bzw. hommage-Stücke ist, die Kurtág seit Jahrzehnten beschäftigen. Es gibt aber auch noch andere Verbindungen zwischen Splitter und dem 1988-89 entstandenen Grabstein für Stephan: ursprünglich sind beide für Gitarre komponiert; im ersteren wich die Gitarre dem Zymbal, während im zweiten die zentrale Rolle der Gitarre zwar erhalten blieb, sie sich aber als Soloinstrument in den Rahmen eines Ensembles von der Größe eines Orchesters einfügte. Das Orchester war für Kurtág lange Zeit ein fremdes Medium. An der Wende der 1980er und 1990er Jahre eroberte er die größeren Apparate mit Werken, in denen er das Ensemble in kleinere Instrumentengruppen gliederte, und diese an verschiedene Punkte des Konzertsaals stellte. Im Falle des Grabstein schwingen in den Rahmenabschnitten die feinen Echos der Gitarrenakkorde durch den Raum, um sich dann im Mittelteil zu einem markerschütterndem Aufheulen der Empörung über den Skandals der Vergänglichkeit zu verdichten. Das 1994 entstandene Werk Stele kann man als Kurtágs erstes wirkliches Orchesterwerk betrachten; parallel zu dessen Entstehen formierten sich jene kurzen Sätze für kleinere oder größere orchesterartige Ensembles, die später unter dem Titel Botschaften zu einer Reihe wurden. Die Sätze dieser Reihe, ebenso wie ihrer Fortsetzung, die jetzt als Ungarische Erstaufführung präsentierten Neue Botschaften, sind jeweils an einen Freund gerichtet, als Trost, als Mahnung, als mitfühlende Worte. Diese Orchesterzyklen sind eigentlich Verwandte der unter dem Titel Spiele zusammengefaßten Klavierstücke und der für Streich- bzw. Blasinstrumente komponierten Sammlung Zeichen, Spiele und Botschaften, aus der ebenfalls einige Sätze erklingen werden. (Péter Halász)
(mit freundlicher Unterstützung von: Nationales Kulturelles Grundprogramm)

www.bmc.hu/kurtag/index2_en.htm

  25. Oktober 19.30 Bárka Színház  

Das UMZE Kammerorchester und Gäste

György Kurtág jun.: The Hollow of the Deep Sea Wave (UEA)
der Komponist - Synthesizer
Lukas Ligeti: Independence (UEA)
Amadinda Percussiongroup

Miklós Perényi: Ritornello per 21 (UA)
UMZE Kammerorchester

Péter Eötvös: Intervalles-Intérieurs
György Déri - Cello, Aurél Holló - Schlaginstrumente, Csaba Klenyán - Klarinette, Anna Mérei - Violine, Michael Svoboda - Posaune
József Pálfi - Tontechnik

Dirigent: Péter Eötvös

"Die neue Komposition von György Kurtág jun. (*1954) entstand auf Bestellung der Wiener Festwochen und verweist im Titel auf ein berühmtes Gemälde von Hokusai. Es ist vielleicht verwirrend von einer Komposition zu sprechen, denn der Komponist und Vortragende, der auf mehreren Synthesizer spielt, setzt die in seiner Phantasie festgeschriebenen Grundschemata von Mal zu Mal unterschiedlich um. Nach den Worten des Komponisten ist sein Werk eine Improvisation mit komponierten Elementen. Gleichzeitig wird diese Improvisation von einigen einfachen Grundthemen geleitet: die unmittelbare Gegenüberstellung der schärftsten Gegensätze, die durch das Streben nach dem Ausgleich der Kontraste ausbalanciert wird. Der Vortragende spielt gleichzeitig mit sich selbst und den Zuhörern: er achtet auf sein eigenes Spiel, um in Reaktion auf das Gehörte die Fortsetzung zu formen, und er achtet auf das Publikum, um dessen Reaktionen in die Improvisation einzubinden.
Lukas Ligeti (*1965) studierte in seiner Geburtsstadt Wien Komposition und Jazz-Schlagzeug und forschte später im Bereich Computermusik an der Stanford University. Seit 1998 lebt er in New York und unternimmt vielfach Reisen an die Elfenbeinküste, um dort das Spiel der Schlagzeuger zu erforschen. Das Wesen des ebenfalls auf Bestellung der diesjährigen Wiener Festwochen entstandenen Werkes Independence besteht in einer Balance zwischen Selbständigkeit und Zusammengehörigkeit von vier Schlagzeugern. Der strenge Rahmen der Metrik wird durch allmähliche Beschleunigungen und Verlangsamungen elastisch, mehrmals sind die stufenweisen Übergänge zwischen gestimmten und ungestimmten Schlaginstrumenten aus Leder, Metall und anderen Materialien verfolgen. Es läßt sich auch mitverfolgen, wie die gelegentlichen Initiativen der einzelnen Spieler sich auf die ganze Gruppe ausdehnen. Es ist eine Metapher dafür, wie die mittels freien Willens entstandenen Taten des Individuums sich auf das Leben der Gemeinschaft auswirken.
Miklós Perényi (*1948) schrieb 1998 sein Stück Ritornello in einem Satz für 21 Instrumente, für ein Ensemble aus Holz- und Blechblas-, Streich- und Schlaginstrumenten. Die Titel verweist auf die Wiederholung einzelner thematischer Abschnitte, denn zu einigen festgesetzten Punkten immer wieder zurückkehrend erkundet die Komposition das Netzwerk der zwischen diesen entstehenden Beziehungen. Eine herausragende Rolle spielt die wechselhafte und detailliert herausgearbeitete Instrumentierung. Die Schatten der Melodienbögen einiger Soloinstumente (Klarinette, Trompete, Xylophon, Marimba) zeichnen die anderen Instrumente ab, und so entsteht aus dem Klang des Ensembles ein Körper, dessen plastische Eigenschaften durch eine alternierende Lichtbrechung gesehen werden.
Im Lebenswerk von Péter Eötvös (*1944) existieren die Kompositionen oft in mehrfacher, einander verwandter Form. Die Grundlage der 1981 entstandenen Intervalles-Intérieurs ist die auf zwei elektronischen Orgeln festgehaltene Musik der sieben Jahre früheren Elektrochronik. Die Elektrochronik selbst geht auf Experimente der Tonlehre zurück, die die musikalischen Eigenschaften der in den Intervallen auftretenden Interferenzen untersuchten. Intervalles-Intérieurs ergänzt all dies mit traditionellen Instrumenten, die in das 'Innere der Intervalle' führen und die in der Tiefe der Frequenzunterschiede verborgenen Melodien und Rhythmen freilegen." (Péter Halász)

  26. Oktober 19.30 MTA Kongresszusi Terem  

Foto: Andrea Felvégi
Inauguralkonzert von Péter Eötvös

Einsamkeit
Kinderchor des Ungarischen Rundfunks (Chorleiterin: Gabriella Thész)
Kosmos
Gábor Eckhardt, Péter Nagy - Klavier
Märchen
Tonband, József Pálfi- Tontechnik
Psalm 151 - In Memoriam Frank Zappa
Zoltán Rácz- Schlaginstrumente
Zwei Gedichte für Polly
György Déri- Cello
Derwischtanz
Csaba Klenyán, Lajos Rozmán, Gergely Vajda - Klarinette

"Die ganze Welt ist eine Bühne, und Schauspieler sind nur all die Frauen und Männer...' - Die Kunst von Péter Eötvös besteht in einer eigenen Paraphrase dieser Shakespeareschen Erkenntnis. All seine Kompositionen sind Theater, Töne oder Gesten sind seine Schauspieler. Der Musiker muß im Interesse der Vorstellung oft zum Komödianten, Rhetor oder Tänzer werden, und manchmal gesellt sich dem Instrumentalspiel Sprache oder Pantomime hinzu. Die Vielfalt seiner für die Bühne bestimmten Musik ist erstaunlich: als würde er in jedem neuen Werk eine immer neue Form der dramatischen Ausdrucksweise suchen. Arbeitet er mit Text, dringt er bis ins Innerste

der Melodie und des Rhythmus der Sprache ein und holt aus ihr das Rohmaterial seiner Musik hervor. Bei der engen Wechselwirkung von Text und Musik wählt er stets eine neue Methode, als wollte er mit enzyklopädischem Anspruch alle Möglichkeiten kartographieren. Auch seine 'reinen' Instrumentalwerke ohne Handlung, Text und Effekte sind bühnen- oder filmartig. Er gibt auch zu: 'Ich möchte, daß durch das akustische Erlebnis beim Zuhörer die gleiche Vision entsteht, als wäre er im Theater. Es ist für mich eine wunderbare Vorstellung, das Sichtbare hörbar und das Hörbare sichtbar zu machen.' Stets begeht er 'verbotene' Grenzübertritte, nicht nur zwischen Genres, sondern auch zwischen Kunstrichtungen. Als würde er die archaische große Ordnung in sich wiederherstellen. Vielleicht ist das der Grund, daß er sich zwischen der Vortragskunst und der Kunstschöpfung nicht entscheiden konnte und beides betreibt. Bedenkt man, wie bewußt er während seiner Laufbahn all dies verfolgte, hat man das Gefühl, daß Eötvös nicht nur Protagonist, sondern auch Drehbuchschreiber und Regisseur beim Theaterstück des eigenen Lebens ist. Man sagt, das Drama blüht auf, wenn eine Kultur in eine Krise gerät, wenn die Menschheit die stürmischen Übergangszeiten ihrer Geschichte lebt. Kann es sein, daß sein unfehlbarer Instinkt den Komponisten gerade deshalb immer wieder zur Bühne treibt? Eines ist sicher: auf der Bühne der Musik des 21. Jahrhundert spielt Péter Eötvös bereits heute einige Hauptrollen." (Farkas Zoltán)
(In Zusammenarbeit mit der Széchenyi Akademie der Literatur und der Künste; mit freundlicher Unterstützung von: Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Nationales Kulturelles Grundprogramm)

www.bmc.hu/eotvos/

  27. Oktober 19.30 Budapesti Operettszínház, Csillárterem  

Konzert von Lux Nox
anläßlich der neuen bei BMC Records erscheinenden CD

György Kurtág jun.- digitaler Synthesizer, Chris Martineau - Bratsche und Gesang, Isabelle Cirla - Baßklarinette und Sopransaxophon, Roland Ossart - Melisson (analoger, modularer/custom made/ Synthesizer)

Die vier Musiker/Komponisten der Gruppe machen gänzlich improvisierte Musik und überschreiten dabei jede frühere Erfahrung und Wirkung. Ihr Spiel ist keine "Ehe" - sagen wir zwischen Jazz, zeitgenössischer Musik, elektroakustischer Technik oder Musiktheater -, sondern eine Geburt. Ihre zutiefst authentische, sinnliche Musik wird in der Kontinuität der Zeit in einem Augenblick geboren. Sie ist eine extrem lebendige Musik, die den strömenden Reichtum mit dem flüchtigen Seufzer, die Dichtung der weiten Klangräume mit dem feinen Klanggewebe an der Grenze der Stille zu vereinen vermag, und die in erster Linie die Sprache des gegenseitigen Vertrauens spricht. Dabei kommt es auch zu unerwarteten Ausbrüchen und insgesamt entsteht ein enorm dichtes Gewebe, dessen Pulsieren den Zuhörer fesselt. Damit dies aber wirklich entstehen kann, müssen auch wir uns in das Netz der gegenseitigen Aufmerksamkeit begeben, das die Musiker verbindet, und den Reichtum ihrer Klangpalette kennenlernen, das ineinander fließende, oft ununterscheidbare Klanggemisch aus traditionellen Instrumenten, Gesangstimme, analogen und digitalen Synthesizer. Man muß horchen und Acht geben, und zwar so konzentriert und vertieft, wie ein um sein Leben bangender Naturmensch im Dschungel den Geräuschen der wilden Tiere lauscht.

  1. November 19.30 Olasz Kultúrintézet  

Konzert der Percussiongroup Amadinda
In memoriam Iannis Xenakis
Iannis Xenakis: Peaux
Michael Askill: Spirals (Uraufführung)
Iannis Xenakis: Okho (Ungarische Erstaufführung)
Iannis Xenakis: Psappha
Georg Katzer: Schlagmusik 2
Fredrik Andersson: The Loneliness of Santa Claus (Ungarische Erstaufführung)
Váczi Zoltán: Asztali zene - beFORe JOHN8 (Uraufführung)
mitwirkende: Szabolcs Joó, Gábor Pusztai - Schlaginstrumente

Im vergangenen Februar verstarb einer der Klassiker des 20. Jahrhunderts, Iannis Xenakis. Sein Lebenswerk - das die Mathematik und die Architektur ebenso umfaßt, wie die Musik - ist unumgänglich geworden, welcher Meinung die Kritiker auch sein mögen. Das Genre des Schlaginstruments verdankt Xenakis sehr viel. Nach seinem 1969 entstandenen Werk mit dem Titel Persephassa - das beim Budapester Herbstfestival vor einigen Jahren zu hören war - komponierte er Dutzende Stücke für die verschiedensten Formationen vom Solo bis hin zum Sextett, wobei er die Schlaginstrumente oft auch mit anderen Instrumenten, zuweilen auch mit Gesang kombinierte. Bei diesem Konzert wird das Vielschichtige, das Xenakis' Kompositionen charakterisiert, durch seine rein für Schlaginstrumente komponierten Werke vorgestellt.

www.bmc.hu/amadinda/




  19. Oktober 20.00 Merlin Színház  

Dr. Konrad und Jazzband (Deutschland)

Der die Fachgruppe Jazz und Popularmusik der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart leitende Professor ist musikalischer Leiter des Südpool-Quartetts. In der 1989 gegründeten, experimentelle Avantgardemusik spielenden Jazzband wechseln sich die herausragendsten Musiker Baden-Württembergs ab. Einer der berühmtesten Verehrer Bernd Konrads ist wohl Woody Allen: in seinem Film Hannah und ihre Schwestern spielt die LP mit dem Titel Traumtänzer des Stuttgarter Saxophonisten eine bedeutende Rolle. Nach den japanischen und amerikanischen Auszeichnungen erhielt Konrad im vergangenen Jahr auch den Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
(Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage - mit freundlicher Unterstützung von Hungarofest)

  25.-27. Oktober MU Színház  

Győrfree Werkstatt Festival
(siehe Győrfree)

  26. Oktober 22.00 Erzsébet téri GÖDÖR  

Einlaß 21.00 Beginn: 22.00

Sziámi Musikensemble und die Stammgäste des Weltespressos sowie die Visuelle Brigade und Dj Palotai präsentieren:


In Memoriam Rezső Seres, des berühmten ungarischen Komponisten

trauriger-happy-Samstag-Sonntag
Weltschmerz heraufbeschwörendes Einstandsfest in der neuesten und überraschendsten underwater Kultstätte Budapests

Filme, Bilder, Stimmungen, Cocktails, Künstler, Zuhälter und Huren aus den 30er Jahren und der Zukunft.

Nach den samstäglichen Selbstmörderhymnen fröhliches Sorgenvergessen mit Totentanz bis Sonntag morgen.

"Städtische Hauptherzen im Herzen der Hauptstadt. Rezső Seres ist der größte Schlagerkomponist aller Zeiten. Er schrieb das Lied vom Traurigen Sonntag - Gloomy Sunday -, das in 40 Sprachen übersetzt wurde, auf den Platten von 135 Interpreten erschien und das bis heute von den größten Stars gesungen wird [...]. Er konnte keine Noten, hatte keine Stimme und auch klavierspielen konnte er kaum; in seinem ganzen Leben machte er keinen Schritt außerhalb der Pester Gettonacht, war ein doppelter Selbstmörder, von dem Otto Klemperer, der weltberühmte Dirigent ins Gästebuch des Restaurants Kispipa schrieb: 'nicht Musiker - nur Genie.' So ein Programm gab es noch nie, denn wir spielen es so, wie wir meinen." (Sziámi)
(mit freundlicher Unterstützung von: Bürgermeisteramt der Hauptstädtischen Selbstverwaltung Budapest)

www.sziami.hu/

  27. Oktober Bárka Színház  

Tibor Szemző’s Gordian Knot Music Company - kinematographisches Konzert
Unsichtbare Geschichte
(siehe Bolygó Hollandok Literaturfestival)

  28. Oktober Budapesti Operettszínház, Csillárterem  

Spiritus Noister - Kurt Schwitters: Sonate in Urlauten
(siehe Literatur)

  2. November Erzsébet téri GÖDÖR  

Cökxpôn Ambient Festival
(siehe Cökxpôn)

  3. November Kultiplex  

Balogh Kálmán Gipsy Cimbalom Band
(siehe Mediawave)

Programme des Darshan Udvar

  18.-19. Oktober 21.00 OFF PROGRAMM   New Orleans Music Club  

Jackie Orszáczky & Friends (Australien)
Jackie Orszáczky & Friends plays the music of Frank Zappa

  20. Oktober 21.00 OFF PROGRAMM   New Orleans Music Club  

John Scofield Band (USA)
überjam
CD-Premiere




  18. Oktober - 17. November Műcsarnok  

Sehen - Bild und Perzeption
internationale Ausstellung, Symposium, Filmvorführungen, Web-Projekte und Publikationen

Eröffnung: 18. Oktober 17.00

Eröffnung des Budapester Herbstfestivals: Gábor Demszky, Oberbürgermeister
Eröffnung der Ausstellung: Dr. László Beke, Direktor des Forschungsinstituts für bildende Kunst der Ungarischen Akademie der Wissenschaften
ausstellende Künstler und Gruppen: Rosa Barba, Balázs Beöthy, Luchezar Boyadjiev, Miklós Bölcskey, Mária Chilf, Attila Csörgő, Hans H. Diebner, Sven Sahle, Róza El-Hassan, Miklós Erdély, Roland Farkas, Harun Farocki, Joachim Fleischer, Ivan Ladislav Galeta, Gábor Győrfi, Katalin György, Sven Hahne, György Jovánovics, Béla Julesz, Gábor Kerekes, Zsolt Keserue, Tamás Enyingi, Ilona Keserü, Andrea Kirkovits, Szabolcs KissPál, Tamás Körösényi, Dóra Maurer, François und Vera Molnár, Antal Örkényi, Gábor Palotai, András Ravasz, László László Révész, János Sugár, Miklós Surányi, Pál Szacsva y, Zoltán Szegedy-Maszák, TNPU, Keiko Takahashi - Shinji Sasada - Koichi Nishi, Anja Theismann, Péter Türk und das Virtual Showcases Consortium
Kuratoren: Miklós Peternák und Nikolett Erőss

Eröffnet wird das diesjährige Budapester Herbstfestival in der Műcsarnok mit einer gemeinsamen Ausstellung der C3 Stiftung und der Műcsarnok/Kunsthalle, deren Ziel es ist, das menschliche Sehen mit der Hilfe von Kunstwerken, Demonstrationsmaterialien und interaktiver Multimedia als einen aktiven Prozeß, dem man sich mit historischen, kulturellen, technischen und neurobiologischen Methoden gleichzeitig nähern kann, darzustellen. Ähnlich wie bei den früheren erfolgreichen Ausstellungen Schmetterlingseffekt und Perspektive wird der umfassende, wissenschaftliche und historische Kontext durch Filmvorführungen, Vorträge und Publikationen komplettiert.

(Partner bzw. freundlich unterstützt von: Nationales Kulturelles Grundprogramm, Goethe-Institut Inter Nationes Budapest, Institut Français de Budapest, Szépművészeti Múzeum, Albertina - Wien, Technisches Museum - Prag, Sammlung György Gadányi, Bibliothek der Ungarischen Universität für Bildende Kunst, Ungarisches Patentamt, Kunsthochschule für Medien /KhM Köln, Zentrum für Kunst und Medientechnologie /ZKM/ Karlsruhe)

http://vision.c3.hu www.zkm.de/


19.-20. Oktober 10.00-18.00
Gehirn und Bild - wissenschaftliches Symposium

"Der Weise hat seine Augen im Kopf;” (Prediger 2.14)
Vortragende: Vilayanur S. Ramachandran (University of California, San Diego), Melvyn A. Goodale (University of Western Ontario, Kanada), Nicholas Wade (University of Dundee, Dundee), Jean-Pierre Changeux (Collège de France; Institut Pasteur, Párizs), Richard Gregory (Downing College, Cambridge), Thomas V. Papathomas (Rutgers University, New Jersey, USA), Siegfried Zielinski (Kunsthochschule für Neue Medien, Köln), Peter Weibel (ZKM, Karlsruhe), Jaroslav Andel (New York), David Melcher (Università Vita-Salute San Raffaele, Milano), Ilona Kovács (BME, Budapest und Rutgers University, New Jersey, USA), Gyula Kovács (BME, Budapest), Vidnyánszky Zoltán (MTA TKI, Budapest), Balázs Gulyás (Karolinska Institut, Stockholm)

Symposium über die Beziehung der visuellen Künste und der Gehirnforschung. Im Zuge der Vorträge erhalten die Vertreter verschiedener wissenschaftlicher und künstlerischer Gebiete, Kunstschaffende und Forscher die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen ihrer Standpunkte und zur Untersuchung gemeinsamer Forschungsfelder. Ein nicht nur für das Fachpublikum interessantes und informatives Unterfangen.

Kinoauge - Filmvorführungen während der Öffnungszeiten der Ausstellung
begleitende Veranstaltungen - während der Ausstellungsdauer an verschiedenen Orten in Budapest

  18. Oktober - 3. November Liszt Ferenc tér  

Immergrüne Zweifel
Open-air-Schilderausstellung des Artpool Art Research Centers

In Texten, die wie in der Werbung gesetzt sind, zeigt das Artpool Art Research Center seit ca. 2500 Jahren gültige, auch heute noch aktuelle Aussprüche von 28 Dichtern, Philosophen und Rhetoren aus den Gebieten der Kunst, der Wissenschaft und der Politik.
(Artpool dankt für die freundliche Unterstützung folgenden Institutionen: Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Ministerium für Nationales Kulturerbe)

http://www.artpool.hu/ketseg/tabla/kiallitas.html

  18. Oktober 15.00 MEO Kortárs Művészeti Gyűjtemény  

cukrowicz.nachbaur
Kommende Architektur (2) - Emerging Architecture (2)
Ausstellung junger österreichischer Architekten
Finissage, Vorträge der ausstellenden Architekten
Kurator der Ausstellung: Otto Kapfinger
Kuratoren in Ungarn: Márta Branczik, Zsolt Gunther

Dauer der Ausstellung: 13. September - 20. Oktober

Den Abschluß der Ausstellung bildet ein Treffen mit Vorträgen, bei dem die Mitarbeiter der einzelnen ausstellenden Architekturbüros jeweils eines ihrer charakteristischen Gebäude vorstellen und über die Umstände seiner Entstehung sprechen. Das Architektur Zentrum Wien, das hochrangige Zentrum für zeitgenössische Architektur in Mitteleuropa, begann eine mehrere Jahre dauernde Ausstellungsreihe, in deren Rahmen die österreichische Architektur der nahen Zukunft vorgestellt werden soll. Die teilnehmenden jungen Architekten, die das kommende architektonische Bild Österreichs bestimmen werden, sind Vertreter der neuesten Strömungen, jenes heute vielleicht noch ungewohnten, minimalistischen Stils, der mit wenigen formalen Mitteln, unter Verwendung edler Materialien elegante, großzügige Räume und Bauten schafft. Die erste Ausstellung war bereits im September 2001 in Budapest zu sehen.
(mit freundlichem Dank für die Unterstützung der ungarischen Ausstellung: Österreichisches Kulturforum, Österreichisches Ost- und Südosteuropa Institut, Ministerium für Nationales Kulturerbe, Nationales Kulturelles Grundprogramm, Architekturbüro des Bürgermeisteramtes der Hauptstädtischen Selbstverwaltung Budapest, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Stadtplanungs GmbH. der Hauptstadt Budapest, Swietelsky Bau und Handel GmbH., STRABAG Bau GmbH., Studio Metropolitana Urbanes Forschungszentrum GmbH., Velux Hungary GmbH., Lindab GmbH.)

  21. Oktober C3  

Tag der offenen Türen im C3
Im Fokus: das ZKM*

*Zentrum für Kunst und Medientechnologie - Karlsruhe

18.00 C3 auditórium
Iconoclash
Vortrag von Peter Weibel

Der seit 1999 an der Spitze des ZKM stehende, bekannte Künstler, Kurator, Kunst- und Medientheoretiker spricht im Rahmen der großen interdisziplinären Ausstellung des ZKM darüber, welche Rolle den Bildern durch die Repräsentation von Wissenschaft, Kunst und Religion in der modernen Welt zukommt. Ist eine derartige Verwendung überhaupt legitim? Was ist das Wesentliche der Bilderzerstörung und Bilderanbetung? Der Vortrag ist Teil des im letzten Jahr gestarteten Forschungsprogramms des C3 mit dem Titel Bild und Perzeption. Außerdem stellt Peter Weibel das Karlsruher Medieninstitut vor und spricht über seine geplanten Projekte.

19.00 C3 auditórium
Infermental - Präsentation

Der die experimentellen Wege des Filmemachens und der Filmsprache erforschende Gábor Bódy hatte seine ersten internationalen Erfolge in Baden-Württemberg: seine 1976 entstandene Abschlußarbeit mit dem Titel American Torso bekam den Hauptpreis beim Mannheimer Filmfestival. Als der Regisseur 1980 bei der MAFILM die Möglichkeit bekam, eine experimentelle Sektion ins Leben zu rufen, entstand die Idee einer kinematographischen periodischen Publikation, der Infermental. Das internationale Periodikum, das frühere Experimente zusammenfaßte und Raum für neue bot, beschäftigte sich mit der Erforschung des Mediums und der Artikulation und den neuen Funktionen der Filmsprache. Der Lexikon-Teil regte das Einsenden unbekannter Filme an. Die erste Ausgabe der Infermental erschien vor zwanzig Jahren, 1982, das gesamte Material der Videoperiodika gelangte nach dem Tod Bódys in den Besitz des ZKM. Bislang war die gesamte Ausgabe in Ungarn nicht zugänglich, von nun an steht sie der Forschung im C3 zur Verfügung. Die Präsentation leitet die ehemalige internationale Koordinatorin der Infermental, die Historikerin Dr. Vera Baksa-Soós ein.

19.30 C3 Galéria
artintact
Präsentation der DVD-ROM des ZKM Karlsruhe

Das ZKM sammelte zwischen 1994 und 1999 die herausragenden Werke interaktiver Medienkunst der Periode in einer einzigartigen Form. Artintact konzentrierte sich als Kombination von Buch und CD-ROM vor allem auf jene Werke, die im Rahmen des Residenzprogramms des ZKM in der zweiten Hälfte der 90er Jahre entstanden. Das Deutsche Medieninstitut publizierte dieses Jahr die Gesamtausgabe des "virtuellen Museums" des artintact in Form einer DVD-ROM.

(Im Rahmen der Baden-Württemberg-Tage - mit freundlicher Unterstützung von Hungarofest)

www.C3.hu/events/2002/nyiltnap2002/

  22. Oktober - 24. November Ludwig Múzeum Budapest - Kortárs Művészeti Múzeum  

Daniel Spoerri:
Tableau piege
Ausstellung von Daniel Spoerri

Eröffnung: 22. Oktober 18.00

Die erste Ausstellung von Daniel Spoerri (*1930, Galaţi - Rumänien), des in der Schweiz lebenden Meisters der Assemblage und des Ready made, in Ungarn verspricht ein besonderes künstlerisches Schmankerl im Rahmen des Budapester Herbstfestivals. Der ursprünglich als Tänzer und Regisseur bekannte Spoerri wurde zum Verantwortlichen für Eat-Art innerhalb der Fluxus-Bewegung der 60er Jahre. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus diesen, sowie aus den später unter dem Titel Fallenbilder bekannt gewordenen Werken. Die neuesten Menüs des Restaurant- und Lebensmittelplaners waren unter dem Titel Les Menus-pièges im Frühjahr diesen Jahres bei der Pariser Jeu de Paume zu sehen. Bei der Eröffnung ist auch der Künstler anwesend.
(mit freundlicher Unterstützung von: Budapest Panorama, Pesti Est, Pro Helvetia, Nationales Kulturelles Grundprogramm)

www.ludwigmuseum.hu www.danielspoerri.org/

  22. Oktober - 22. November  

Attitudes Genf zu Gast in Budapest

Die 1994 von zwei Kunsthistorikern gegründete Genfer Attitudes ist eine der herausragenden Institutionen der Schweizerischen Kunstszene. In der Galerie und Werkstatt werden nicht nur Ausstellungen zeitgenössischer Kunst präsentiert, sondern auch Kolloquien, Buchpräsentationen und Diskussionsabende veranstaltet. In Zusammenarbeit mit Attitudes, die ein internationales Netz unabhängiger Institutionen bildender Kunst ins Leben rufen wollen, böte sich auch für junge ungarische Künstler die Möglichkeit zum internationalen Ausblick und Erfahrungsaustausch. In Budapest ist die Ausstellung dreier zeitgenössischer schweizerischer Künstler als Teil der gemeinsamen schweizerisch-ungarischen Veranstaltungsreihe der Genfer Attitudes, des Vereins Studio Junger Bildender Künstler und des Trafó zu sehen.
(eine gemeinsame Veranstaltung der Attitudes /Genf/, des Vereins Studio Junger Bildender Künstler und des Trafó; mit freundlicher Unterstützung von: Nationales Kulturelles Grundprogramm, Ministerium für Nationales Kulturerbe, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Soros Stiftung, Pro Helvetia Budapest, Fondation Nestlé)
www.attitudes.ch/expos/vadi/vadi.htm

22. Oktober - 22. November Stúdió Galéria
Gemeinsame Ausstellung von Schweizer und Ungarischen Künstler
Eröffnung: 22. Oktober 18.00
Kuratorin: Judit Pálfi (Stúdió Galerie)

ausstellende Künstler: Jérémie Gindre, Tibor Gyenis, Endre Koronczi, Attila Menesi
Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung- und Veranstaltungsreihe des Vereins Studio Junger Bildender Künstler und der Genfer Attitudes

22. Oktober - 22. Januar 2003 Lövölde tér
Jérémie Gindre (Schweiz) Riesenplakat
1 x 1 Tafel

Loopmatic - Paris, 2002

23. Oktober - 22. November Trafó Galéria
Ausstellung von Pierre Vadi (Schweiz)
Wavelab
Eröffnung: 23. Oktober 19.00
anschließend Performance von Loopmatic (Schweiz)
Kuratoren: Jean-Paul Felley und Olivier Kaeser (Attitudes)

Pierre Vadi arbeitet an einem Plan für eine "nächtliche" Installation, die den ganzen Raum der Trafó Galerie in Dunkelheit hüllt und transformiert. Die Trennwände, Labyrinthe und Lichtquellen, die ähnlich komplex wie Bühnenbilder oder Filmkulissen sind und auch geopolitischer Verweise nicht entbehren, und die für Vadi charakteristischen, auf Landkarten entstandenen Gemälde erschaffen um den Betrachter eine eigene Welt, die Details einer geheimnisvollen und unheilvollen Geschichte. Nach der Eröffnung wird im großen Saal des Trafó die Performance von Loopmatic aus Genf (Caroline Suard und Stéphane Détruche) zu sehen sein. Die zwei Schweizer Videokünstler zeigen mit acht Projektoren gleichzeitig eigene und "gefundene" Filme. Wir baten zwei ungarische DJs, das visuelle Werk zu ergänzen. Ihre Musik und die endlosen, simultanen Bilder von Loopmatic vereinigen sich somit zu einem dynamischen und spektakulären audiovisuellen Party-Erlebnis.

www.trafo.hu/

  24. Oktober - 15. November Artpool P60  

Parallele Wirklichkeiten
(5+1=2)

Eröffnung: 24. Oktober 18.00

Im Ausstellungsraum P60 des Artpool wird ein der Fluxus-Bewegung gedenkendes Ausstellungshappening zu sehen sein. Die Ausstellung bewegt sich rund um das Thema 5+1: Zweifel/Zweiheit - Anzweiflung/Bedenken - Symmetrien - Dissymmetrie/Symmetrieverstoß - Paradoxon/Paraphänomene. Im wirklichen Raum - und auch im (virtuellen) Internet - erscheint ein ganzheitliches Weltbild in einem aus voneinander unabhängig existierenden, jedoch aufeinander einwirkenden Vorstellungen zusammengebauten Projekt.
Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag (außer Feiertage) 16.00-18.00
(Artpool wird von folgenden Institutionen unterstützt: Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Ministerium für Nationales Kulturerbe)

www.artpool.hu http://www.artpool.hu/ketseg/5+1=2/topics.html

  24. Oktober - 24. November Budapest Galéria Kiállítóháza  

Sándor Pinczehelyi: Abermals

Der "Lieblingsgriff" von Sándor Pinczehelyi ist es, seine neuesten Werke neben die in den 1970er und 1980er Jahren entstandenen zu stellen und zu untersuchen, was sie einander sagen, ob sie eine gemeinsame Sprache finden. In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Beispiele für diese Praxis gesehen. Gleichzeitig wurden wir Zeugen bedeutender Themenwechsel, denn die früheren emblematischen Grafiken, Bilder und die vom Alltag handelnden, aus persönlichen Erfahrungen des Alltags schöpfenden neueren Werke nehmen den regen Dialog miteinander auf. Pinczehelyi ist in seinen Mitteln nicht wählerisch, das, was er mitzuteilen hat, tut er mit Hilfe von verschiedenen Vorgangsweisen und Techniken - von der Photographie bis zur Installation. "Die Beziehung, die zwischen dem Künstler und seinen immer wieder wiederholten Bildgegenständen besteht, ist scheinbar sehr frivol, zuweilen von Humor und Selbstironie durchdrungen." (György Várkonyi)
(mit freundlicher Unterstützung von: Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Nationales Kulturelles Grundprogramm)

  24. Oktober - 20. Dezember Vármegye Galéria  

Ausstellung der Gruppe angewandter Künstler “Modern Etnika”
Transsylvanische Impressionen

Eröffnung: 24. Oktober 17.00

Die Gruppe angewandter Künstler "Modern Etnika" zeigt auf Einladung des Komitatsalons der Stiftung für die Kunst Trassylvaniens eine Sammlung von Transsylvanien beeinflußten, heutigen Trachten. Das im Laufe der Jahrhunderte entstandene Gefühl für Proportionen in der Tradition der Volkskunst, die Romantik, die Leidenschaft, die pulsierenden Rhythmen der einfachen Linienführung, gedämpfte Farbharmonien, heitere Menschenliebe und sichere Kenntnisse des Handwerks charakterisieren die Arbeiten der Gruppe.
(mit freundlicher Unterstützung von: Nationales Kulturelles Grundprogramm)

  26. Oktober 14.00 Secco Galéria  

Promenade 1.
Lóránd Hegyi startet mit einer Serie ästhetisch-kunstphilosophischer Gespräche, deren Schauplätze verschiedene Großstädte Europas sein werden. Der Kunsthistoriker und Museumsdirektor wählte Budapest und die Galerie Secco als erste Begegnungsstätte.
Gesprächspartner: Pierre Restany Kunsthistoriker, Chefredakteur der Zeitschrift DOMUS, Bertrand Lavier französischer Künstler, Iván Bojár Kunsthistoriker, Chefredakteur der Zeitschrift OKTOGON, László Márton Schriftsteller, Károly Kelemen Maler
eingeladener, ausstellender Künstler: Károly Kelemen

  29. Oktober - 7. Dezember 2B Galéria  

Endre Bálint:
Bergen-Belsen IV.
Werke von Künstlern der Europäischen Schule
Die Sammlung Makarius

Eröffnung: 29. Oktober 18.00
Öffnungszeiten: Freitag 14.00-18.00, Samstag 11.00-17.00

Auf der Ausstellung der Europäischen Schule treffen wir auf in Ungarn bislang nicht gezeigte Werke von u.a. Margit Anna, Imre Ámos, Endre Bálint, Jenő Barcsay, Tihamér Gyarmathy, Dezső Korniss, Tamás Lossonczy, Ferenc Martyn, Endre Rozsda und Piroska Szántó.
Die 1945 von Imre Pán, Pál Gegesi Kiss, Ernő Kállai und Árpád Mezei gegründete Künstlergruppe existierte lediglich vier Jahre lang. Die Mitglieder der Gruppe arbeiteten an der Erschaffung eines modernen, sich in den Blutkreislauf des Kontinents eingliedernden ungarischen Kunstlebens. Der ehemalige Mitglied der Europäischen Schule, der damals in Ungarn arbeitende ägyptische Künstler Sameer Makarius, nahm, als er nach Argentinien übersiedelte, zahlreiche Werke seiner Kollegen mit sich. Im Jahre 1988 wurde die Sammlung von dem in New York lebenden Kunstsammler Miklós Müller erworben, der mit diesen Bildern die Ausstellung ermöglichte.




  19.-20., 26.-27. Oktober, 2.-3. November 15.00  

SUbjektiver autoBUS
Subjektive Busfahrten mit ungarischen Filmemachern

organisiert von film.hu
Abfahrt vom Parkplatz hinter der Műcsarnok
in ungarischer Sprache

Wieder steigen wir in den Bus, um sechs Tage lang in den verborgenen Winkeln von Donaupolis zu wandeln. Die Touren werden diesmal nicht von Dichtern, sondern von Regisseuren , Kameramännern und ihren Gästen geführt. Nach den Künstlern der Worte lehren uns nun die Träumer der Bilder, gewohnte Straßenecken aus einer neuen Perspektive zu betrachten, ihre persönlichen Geschichten hauchen den bis zur Langeweile bekannten, verstaubten Häuserfronten neues Leben ein. Budapest - mit etwas anderen Augen ...

Das Fassungsvermögen der Busse ist begrenzt!

www.magyar.film.hu

  23.-27. Oktober Békásmegyeri Evangélikus Templom  

Ikonostas II
Die neuesten Etüden der ungarischen glaubensgeschichtlichen Serie von Orsolya Székely

"Der Glaube ist ein Geheimnis. [...] Unsere Geschichte wurde aus der Sicht des persönlichen Glaubens noch nicht aufgearbeitet. Die gegenseitige Ungeduld der Religionen, die dem Glauben eine Form geben, bot dazu bislang keine Möglichkeit." (Orsolya Székely)

23. Oktober 18.00 Galeerensklavenprediger (Regie: Ferenc Grunwalsky)
                   18.30 Gábor Iványi (Regie: Orsolya Székely)
24. Oktober 18.00 Csonkics Károly (Regie: Orsolya Székely)
24. Oktober 18.00 Zsuzsanna Erdélyi (Regie: Orsolya Székely)
                   18.30 Wallfahrtsorte - Csatka (Regie: Orsolya Székely)
26.Oktober 12.30 Wiederholung der Filme der vergangenen drei Tage*
                  18.00 Gebete des Ferenc Rákóczi II. (Regie: Orsolya Székely)
                  18.30 Miklós Blanckenstein (Regie: Orsolya Székely)
27. Oktober 14.00 Mózes Teitelbaum, der Wunderrabbi aus Sátoraljaújhely (Regie: Orsolya Székely)
Nach den Vorführungen gibt es Gespräche mit Persönlichkeiten aus der Branche und dem öffentlichen Leben.
* (12.30 Galeerensklavenprediger, 13.00 Gábor Iványi, 14.00 Károly Csonkics,
15.00 Zsuzsanna Erdélyi, 16.00 Wallfahrtsorte - Csatka)
(mit freundlicher Unterstützung von: Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Nationales Kulturelles Grundprogramm, Evangelische Kirchengemeinde Csillaghegy)

  23-24. Oktober Örökmozgó  

Tschechische, polnische und slowakische Filme
(siehe Bohemia V4)

  24. Oktober 20.00 Művész mozi, Chaplin terem  

Budapest Film Premiere
Goldene Stadt

Kamera: Gábor Marosi
Musik: Yonderboi, Membrán
Schnitt: Judit Czakó
Bühnenbild: János Szabolcs
Kostüme: Eszter Salamon
Darsteller: Anna Magusin, Lajos Kovács, Lajos Bertók, Ádám Rajhona, Tibor Kovácsy
Buch und Regie: Sándor Cs. Nagy

Der Film handelt von der Liebe einer schizophrenen Hure und eines Motorradpolizisten. Es ist schwierig in die Goldene Stadt zu gelangen...
Ádám Rajhona erhielt bei der 33. Ungarischen Filmschau den Preis für die beste männliche Charakterdarstellung, György Durst wurde als Produzent ausgezeichnet.

www.filmhonlapok.hu/aranyvaros

  25. Oktober Merlin Színház  

Tschechische und polnische Filme
(siehe Bohemia V4)

  26.-27. Oktober Bárka Színház  

Holländische Filme
(siehe Bolygó Hollandok Literaturfestival)

  2.-3. November Kultiplex  

Mediawave in Budapest

AKTion
Fotoausstellung von FAV* - MEDIAWAVE
* Fundatia Arte Vizuale, Bukarest

2. November 19.00 Phil Mullroy - Filme vom Großmeister der morbiden Animation

3. November 19.00 Auswahl aus preisgekrönten Filmen des Mediawave Festivals 2002

Dialing the Devil (Regie: Toon Aeers, Belgien)
The Invasion (Regie: Phil Mullroy, Großbritannien)
Iagalo (Regie: Paul Tanicui, Rumänien)
The Flame (Regie: Ron Dyens, Frankreich)
Mama, look (Regie: Grant Thoburn, Großbritannien)
Torn (Regie: Han Hoezen, Holland)
Sanzhyra (Regie: Nurbek Egen, Rußland)
Riding the Tiger (Regie: John Haptas, USA)

21.15 Kálmán Balogh Gipsy Cymbalo Band

www.mediawave.hu/

  21.-30. Oktober OFF PROGRAMM Francia Intézet und Toldi mozi  

Flucht in den Kurzfilm 5.
Französisch-ungarisches Kurzfilmfestival
eine Auswahl aus den ausgezeichneten Filmen des Internationalen Festivals in Clermont-Ferrand (Frankreich) und ungarischen Kurzfilmen
eine Veranstaltung des Banán klub



  26. Oktober entlang der Straßenbahnlinie 2  

Tram-Partie mit Belletristen am Donauufer
Abfahrt: Jászai Mari tér 15.00, 16.00, 17.00, Boráros tér 15.20, 16.20 17.20
Einsteigen kann man in jeder Haltestelle!
Die Fahrscheine der BKV sind gültig!
in ungarischer Sprache

Die Gesellschaft der Belletristen begeht erstmals am 26. Oktober 2002 eine Tram-Partie der Belletristen, zu der alle Literaturliebhaber, Stadtbewohner, Besucher und Touristen, die sich unterhalten oder etwas fragen möchten, herzlich eingeladen sind. An Bord gibt es Musik, Interviews, Gedichte, Minuten-Novellen, lockere Unterhaltung und auch neue oder alte Bücher werden signiert - jeder sollte alles mitbringen, das einer Unterschrift bedarf. Bei der Endstation an der Margit híd (Margarethenbrücke) wird für das leibliche Wohl gesorgt und es gibt dort auch Bücherstände. Kommen Sie, genießen wir eine der schönsten Städte der Welt in guter Gesellschaft, in Farbe, auf einer breiten Leinwand und gestochen scharf von unserem Lieblingsfortbewegungsmittel aus!
Auch bei Regen!
Bei der Tram-Partie der Gesellschaft der Belletristen sind DichterInnen und SchriftstellerInnen unserer Gesellschaft zugegen: Attila Balázs, Zsófia Balla, Imre Barna, Attila Bartis, Pál Békés, Ádám Bodor, Béla Bodor, Vilmos Csaplár, István Csuhai, László Darvasi, István Eörsi, Virág Erdős, Zsolt Farkas, György Ferdinándy, Pál Ficsku, András Forgách, Zsuzsa Forgács, László Garaczi, Gábor Görgey, Kornél Hamvai, Attila Hazai, Lajos Jánossy, Péter Kántor, István Kemény, György Konrád, Mihály Kornis, Zoltán Kőrösi, Endre Kukorelly, János Marno, László Márton, Sándor Mészáros, Gabriella Nagy, Gábor Németh, Lajos Parti Nagy, Krisztián Peer, Zsuzsa Rakovszky, György Spiró, Ferenc Szijj, Ákos Szilágyi, János Térey, Rudolf Ungváry, Dániel Varró, Pál Závada ... und Überraschungsautoren!
(eine Veranstaltung der Gesellschaft der Belletristen)

  26.-27. Oktober Bárka Színház  

Bolygó Hollandok - Holländisches literarisches Festival
(siehe Bolygó Hollandok)

  28. Oktober 19.30 Budapesti Operettszínház, Csillárterem  

Foto: László Balogh
Spiritus Noister - Kurt Schwitters:
Sonate in Urlauten
für zwei Gesangsstimmen und musikalische Umgebung

(Ungarische Erstaufführung und CD-Preview)
Mitwirkende: Katalin Ladik - Gesang, Endre Szkárosi - Gesang, Zsolt Kovács - Gitarre, Objekte, Zsolt Sőrés- Violine, Objekte

Die auch international bekannten ungarischen Dichter und Tonkünstler arbeiten seit 1994 in der Formation Spiritus Noister zusammen. In ihren neuen Werken zielen Sie auf eine dicherisch-musikalische Neuinterpretation wesentlicher Werke der historischen Avantgarde ab. Diesmal präsentieren sie die Sonate in Urlauten von Kurt Schwitters, einem der bedeutendsten Avantgardekünstler des Jahrhunderts. An diesem grundlegenden dichterischen Werk arbeitete Schwitters zehn Jahre lang zwischen 1922 und 1932, die Tonaufnahme der finalen Version besorgte der Künstler 1932 selbst. Die grundlegende Eigenheit der Ursonate ist das äußerst streng gehaltene Gefüge aus musikalischer Großform und dadaistischer Sprachinvention. Der Text des Werkes besteht ausschließlich aus Phonemen bzw. Phonemgruppen, aus denen Schwitters mit der progressiven Entfaltung des Sprachmaterials, dem eigenartigen System der Wiederholungen und genauen musikalischen Instruktionen eine komplexe und klare Struktur aufbaut. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts haben sich zahlreiche Künstler (z.B. Giuliano Zosi, Eberhard Blum, Jaap Blonk) an der Ursonate versucht, doch bislang blieben sie bei einer puristischen, vokalischen Interpretation des ursprünglichen Textmaterials. Die größte Erneuerung von Spiritus Noister ist, daß sie mit der rein deklamatorischen und monologischen Interpretation des Werkes brechen: in einem komplexen vokalischen und musikalischen Raum überdenken sie die heutigen Bedeutungsmöglichkeiten der Ursonate und lassen sie - während sie den Buchstaben und dem Geist des Originals treu bleiben - gemäß einer neuen Auffassung und mit zeitgenössischen Klanginstrumenten erklingen. Aus dem Reichtum der möglichen Interaktionen zweier Dichter und zweier Musiker entfalten sich die heutigen, aktuellen Inhalte dieses kulturhistorisch bedeutsamen Werkes.

  30. Oktober 10.30-18.00 Írók boltja  

Schriftsteller, liest Meisterwerke!
Ungarische Schriftsteller lesen Werke von Zeitgenossen im Schaufenster der Schriftstellerbuchhandlung (Írók boltja)

Es lesen: Zsófia Balla, Ildikó Boldizsár, Virág Erdős, Péter Esterházy, Pál Ficsku, János Háy, Zoltán Kőrösi, Endre Kukorelly, László Márton, Ádám Nádasdy, Lajos Parti Nagy, János Térey, Krisztina Tóth, Pál Závada
Einführung: Ákos Szilágyi

Lesen ist im Grunde genommen eine einsame Tätigkeit, hier aber wird es vor unseren Augen zu einem wirklichen Publikumserlebnis. Wir können den herausragenden Persönlichkeiten des ungarischen literarischen Lebens zuhören, wie sie in einem Kaffeehaus - im Schaufenster der Schriftstellerbuchhandlung, dem einstigen Kaffeehaus "Japan" -, sich halbstündlich abwechselnd, etwas von ihren Lieblingsautoren der Gegenwart, in Begleitung eines Kaffees, lesen. Die gelesenen Texte werden nicht nur in der Buchhandlung, sondern auch auf der Straße zu hören sein. Kommen Sie vorbei, tätigen Sie ihre Einkäufe in der Gegend und hören Sie, was Lajos Parti Nagy, Ádám Nádasdy oder Krisztina Tóth in ihrer Freizeit lesen! Und wenn Sie Lust bekommen, einen Tee zu trinken, oder das eben gelesene Gedicht Ihr Interesse geweckt hat, kommen Sie einfach in die Buchhandlung, denn dort finden Sie es sicher!




  18. Oktober 20.00 Váci utca  

Zwischen Café Anna und der Csók Galerie

Tamás Király Show
Oh, my Way
Produktionsleiterin: Katalin Nádor
Regie: Péter Sziámi Müller

Tamás Király ist eine bestimmende, jedoch schwer bestimmbare Persönlichkeit des internationalen Modelebens. Der Modediktator der 80er Jahre ist wahrhaftig ein Künstler, der sich anfangs mit strengen geometrischen Formen, später mit der Kunst des Glamours beschäftigte. Er war der erste, der nicht nur dem medial bestimmten Massengeschmack entsprechende Schönheiten auf den Laufsteg brachte und damit ein an jeweiligen Trend ausgerichtetes Schönheitsideal in Frage stellte. Als erster veranstaltete er Modespaziergänge, lebendige Auslagen-Shows. Er ist ein experimenteller Typ, für den die eigenen Werke den Maßstab abgeben. Deshalb konnte er sich mit keiner Moderichtung identifizieren. Er nahm das Adjektiv alternativ auf sich, und doch beeinflußte er zahlreiche heutige Stars des heimischen Modelebens. Von der Vogue bis zum I-D, im amerikanischen und im japanischen Fernsehen ist er ein Liebling der Medien, der Stern nannte ihn sogar einen "Modepapst". Regelmäßig nimmt er an weltberühmten und namhaften Ereignissen des Branche teil und war mehrmals mit der ebenfalls für ihre Radikalität bekannten Vivienne Westwood auf einem Laufsteg zu sehen. Letzten Herbst bezauberte er das Publikum der London Excel.
(eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Sziget Büro für Kulturmanagement)

  19. Oktober Paulay Ede utca  

Für EDE - 4 EDE

EDE hält sich - wegen des Moratoriums vor den Kommunalwahlen - aus Selbstkontrolle bEDEckt. Unser Festival ist deshalb nicht so breit wie ursprünglich geplant, sondern viergeteilt. Auf Stimmenfang gehen ist nicht erlaubt, die Stimmung heben kann man aber in dem mit Wandverhängen geschmückten, zu einer gigantischen Küche verwandelten Ausstellungsraum, oder in den Kneipen und Restaurants der Straße.
(mit freundlicher Unterstützung von: Europäische Kulturstiftung, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Soros Stiftung, Terézvárosi Művelődési Közalapítvány, Vista Reisebüro)

0. 15.30     Paulay Ede utca 4. (Gedenktafel v. E. Paulay)
Hommage à Ede Paulay

1. 16.00-17.30     VISTA Rendezvényterem
Kindervorstellung der Dajka Bühne
Rudyard Kipling: Nur so Geschichten für Kinder
nach Übersetzungen von Lajos Mikes
Die Geschichte beginnt vor langer, langer Zeit: Jedes Tier war von oben bis unten sandfarben und auch der Elefant hatte keinen Rüssel...Wie änderte sich das? ...
es spielen, musizieren und führen Regie: Asma Ambrus, Tamás Kiss, Zsuzsa Vági, Zoltán Krulik, Béla Wittek, Csaba Sáfrán
Bühnenbild, Kostüme, Requisiten: Róza Bánki, Kata Soós
Eintritt frei
Fotoausstellung von Jenő Lévay
Basteln und Spielen auf der Kinderinsel
die Ausstellung ist am Ort der Vorstellung zu besichtigen
An sechs Wochenenden gab es die Kinderinsel auf der Hajógyári sziget (Insel der Schiffswerft). Das Programm beinhaltete auch kreative Werkstätten, wo aus Stein und an Ort und Stelle demontierten Maschinen kleine Kunstwerke entstanden. Frei nach der Phantasie und je nach Gegenstand.

2. 18.00     VISTA Rendezvényterem
Wandverhang-Ausstellung
Bestickte und beschriebene Wandverhänge aus der Sammlung des Lajos Hatvany Museums in Hatvan, zusammengestellt von Ákos Kovács und Erzsébet Sztrés.
"Die Aktualität des Wandverhangs war den Ingenieuren der Seele ebenso wichtig wie das verständlich, konkret Lyrische in der Dichtung. Als ich diese Perlen las, rieb ich Tränen aus meinen Augenhöhlen..." (Tibor Settenkedő Bakács)
die Ausstellung ist bis 13. November 2002 geöffnet

3. 19.00     VISTA Rendezvényterem
ungarische bloEDEleien
Die spontane Kunst unseres Landes, ungarische Lieder und von EDE inspirierte bloEDEleien - gelesen, vorgetragen und gesungen. Wie wir alle wissen, beginnt jede ungarische Weise mit "eeee'deeee ..."
Mitwirkende: Ádám Nádasdy, Ákos Szilágyi, Szabolcs Várady, Dániel Varró sowie Ferenc Darvas und sein "volkstümliches Orchester"
Eintritt frei

4. 19.30     Új Színház

After Crying Band und das Brass in the Five Quintett
(siehe: Musik)

und: VISTA Kávéház
16.00-17.30, 18.00-19.30, 20.00-21.00
Kaffeehausmusik
Eintritt frei

  23.-24. Oktober MU Színház  

REGEN-Tage

ESŐ (Regen) ist eine in Szolnok vierteljährlich erscheinende Literaturzeitschrift. Ein Teil der Autoren lebt in Szolnok oder Umgebung, ein anderer Teil stammt von dort, ein dritter Teil ist geographisch nicht mit dieser Region verbunden. Die Regentage bieten eine Auswahl aus den Arbeiten der Schriftsteller und bildenden Künstler des Blattes.

23. Oktober 20.00
Installation für Regenschirme
die Installation der Gruppe Block eröffnet: Zoltán Vécsi Nagy, Kunsthistoriker
Performance: Sándor Krupa und Tibor Várszegi
Könnykapitány rezitiert aus Schriften von Tarzan Zéró
Mitglieder der Gruppe Block: Zoltán Katona, Árpád Pika Nagy, István Nayg, Tibor Palkó, Zoltán Sebestyén

24. Oktober 20.00
Herbstregen
Präsentation der Zeitschrift ESŐ (Regen)
es lesen: Szabolcs Benedek, László Darvasi, Eszter Dienes, Gyula Jenei, István P. Nagy, Krisztián Peer, Tibor Vass, Pál Závada
Mitwirkende: Schauspieler, Tänzer und Musiker der Pont Werkstatt
Regie: László Keszég

(eine gemeinsame Veranstaltung der Literaturzeitschrift ESŐ und des MU Theaters)

  22.-25. Oktober  

Bohemia V4 - Das Festival der Visegrád Vier

Die diesjährige Veranstaltung scheint zwar mit der 13jährigen Tradition des Bohemia Festivals zu brechen, doch die Ausweitung des Ereignisses ist nur ein vorübergehender Schritt. Gemäß unseren Plänen ist das Bohemia Festival nächstes Jahr wieder eigenständig, und gleichzeitig startet mit der Teilnahme der Visegrádstaaten ein eigenständiges mitteleuropäisches Festival. Die Wurzeln der diesjährigen Veränderungen sind in einem politischen Schritt zu suchen. Infolge einer unüberlegten Äußerung schien im Frühjahr die eben erst belebte Zusammenarbeit der Visegrádstaaten wieder auseinander zu brechen. Aus diesem Anlaß entschied sich der Prager Bierritterorden, die mitteleuropäische Zusammenarbeit zumindest auf dem Gebiet der Kultur durch die Erweiterung des Bohemia Festivals am Leben zu erhalten. Glücklicherweise scheinen sich die Dinge seither zu bessern, die Idee aber bleibt. Wie hoffen, zur Freude aller.
(organisiert von: Prager Bierritterorden; Mitorganisatoren: Tschechisches Zentrum Budapest, Polnisches Kulturinstitut, Slowakisches Kulturinstitut; mit freundlicher Unterstützung von: Fotolab Cewe Color GmbH., Budweiser Budvar, Porsche-Hungaria, Außenministerium und Budapester Botschaft der Tschechischen Republik, Bohemia Freundeskreis)

22. Oktober - 14. November     Szlovák Intézet
Mitteleuropäische plakatkunst
Eröffnung: 22. Oktober, 17.00 Uhr

23. Oktober     Örökmozgó
19.00 Der Ausflug (Rejs; Regie: Marek Piwowski, Polen)
21.00 Vadí nevadí (Regie: Eva Borušovičová, Slowakei)

24. Oktober 16.00     Írók boltja
Neues vom tschechischen (Filip Topol: Karel Klenotniks Reise nach Korsika), polnischen (Włodzimierz Kowalewski: Zurück nach Breitenheide) und slowakischen Buchmarkt, in Anwesenheit der Autoren und Übersetzer

24. Oktober 18.00     Lengyel Intézet
Präsentation der Zeitschriften Beszélő, Revolver Revue und ResPublika Nowa
Ausstellung und Runder Tisch mit dem Titel Die Möglichkeiten der Alternativkultr einst und heute mit ehemaligen und derzeitigen Redakteuren der drei Zeitschriften

24. Oktober 21.00     Örökmozgó
Anděl Exit (Regie: Vladimír Michálek, Tschechische Republik)
Nach der Vorführung: Gespräch mit dem Regisseur und Jáchym Topol

25. Oktober ab 15.00     Merlin Színház
Bohemia Abend
15.00 Tschech(oslowak)ische, ungarische und polnische Kinderfilme (Lolek und Bolek, Der kleine Maulwurf, Rumcajs usw.)
17.00 Filip Topol - Buchpräsentation
18.00 Egon Bondy and the Požoň Sentimental - Konzert
20.00 Psí Vojáci - Konzert
22.00 Krzysztof Ścierański Quartet - Konzert

ab 18.00     Iskolaterem
Vögel, Weisen, Narren (Regie: Juraj Jakubisko, Tschechoslowakei)
Der Garten (Regie: Martin Šulík, Slovakei)
Hände hoch! (Regie: Jerzy Skolimowski, Polen)
Tschechische Kneipe mit Budvar und Becherovka

  25.-27. Oktober 20.00 MU Színház  

Győrfree Werkstatt Festival

"Die Györfree Werkstatt wurde im Jahre 2000 in Györ gegründet [...]. Das Ziel dieser mittlerweile zum integralen Bestandteil des heimischen und internationalen Kultur- und Musiklebens gewordenen Einrichtung besteht darin, die ungarische Musik und den ihr innewohnenden Geist lebendig zu halten, bei dessen Förderung die bereits in den 80er Jahren berühmten Jazzkonzerte von Györ eine große Rolle spielten. Die Györfree Werkstatt möchte an der Jahrtausendwende zur Hebamme jener auf dem Fundament der musikalischen Traditionen und entlang der stets wichtigen Improvisation entstehenden Musik werden. Dieses Ziel möchte sie mit ihrer Tätigkeit als Organisator, Werkstattgründer, Konzertveranstalter und Plattenproduzent verfolgen." (György Szabados)
(eine gemeinsame Veranstaltung des MU Theaters und der Győrfree Werkstatt für Jazz, zeitgenössische Musik und Volksmusik; mit freundlicher Unterstützung von: Harmónia Kunstzentrum, Győr)

25. Oktober 20.00
Eröffnung: György Szabados, Pianist
Fotoausstellung von Dávid Bozsaky
Élő csönd
Eröffnung: Dr. György Péter Hárs Kunstkritiker
Mitwirkender: Endre Juhász- Englisches Horn
Nazália Oboenquartett
Nádak zenéje

CD-Premiere
Endre Juhász- Englisches Horn, Mihály Blaskó - Fagott, Ágnes Jakab - Oboe, Zsuzsa Pintér - Oboe
Bede Trio CD-Premiere
Péter Bede- Saxophon, Mátyás Szandai - Kontrabaß, Zsolt Sárvári Kovács- Schlagzeug
Győrfree Werkstatt - I.
mit den Mitwirkenden des Abends

26. Oktober 20.00
Ausstellung von Szabolcs Szőke
Gemälde, Grafiken
bei der Eröffnung spielt: Szabolcs Szőke - Gadulka
Tin Tin Quintett
Szabolcs Szőke - Gadulka, Péter Szalai - Tabla, Gábor Juhász - Gitarre, András Monori - Kaval, Iván Nyusztai - Kanjira, Ghatam
Burány Trio
In sternenloser dunkler Nacht...

CD Premiere
Béla Burány- Saxophon, Róbert Benkő- Kontrabaß, Zsolt Sárvári Kovács - Schlagzeug Mitwirkende: Szilvia Bognár - Gesang
Győrfree Werkstatt - II.
mit den Mitwirkenden des Abends

27. Oktober 20.00
Fotoausstellung von István Grencsó
Mitwirkender: István Grencsó - Saxophon
Grencsó Kollektiv
Schwarzbrot
István Grencsó - Saxophon, Róbert Benkő - Kontrabaß, György Jeszenszki - Schlagzeug
Klavierkonzert von György Szabados
Győrfree Werkstatt - III.
mit den Mitwirkenden des Abends

Begleitprogramme: Verkauf von Publikationen, Vorführungen, Gespräche
Die Ausstellungen sind während der Dauer des Festivals zu besichtigen.


  26.-27. Oktober Bárka Színház  

Bolygó Hollandok - Holländisches Literaturfestival

Sieben international gefeierte niederländische Schriftsteller werden Budapest besuchen, um mit ihren ungarischen Kollegen, mit Künstlern und Musikern Ideen auszutauschen. Organisiert wird das Festival von der Stiftung für die Produktion und Übersetzung niederländischer Literatur in Zusammenarbeit mit dem Bárka Theater. Es werden Vorlesungen, Lesungen und Gesprächsrunden abgehalten, niederländische Filme gezeigt, Stücke aufgeführt und Musik dargeboten. Eine Ausstellung des Fotografen Hans van der Meer wird diesen reichen Überblick über die moderne niederländische Kunst abrunden.
(Mitorganisatoren: Bárka Theater; mit freundlicher Unterstützung von: Holländische Botschaft Budapest, Holland Film, Mondriaan Foundation)
www.nlpvf.nl/budapest

Fotoausstellung von Hans van der Meer
Dutch Fields
Fast zwei Jahre streifte Hans van der Meer über die Fußballfelder der Amateurvereine in den Niederlanden. Weit entfernt vom professionellen Fußball machte er sich auf den Weg, beinah verschwundene, alte Spielplätze in der niederländischen Landschaft aufzuspüren und auch die Art von Fußball zu finden, die auf ihnen gespielt wurde.

26. Oktober
14.00 Arnon Grunberg von Péter Ziláhi interviewt
Arnon Grunberg, Schriftsteller, Dichter und Dramatiker, lebt in New York und wird als einer der talentiertesten jungen Autoren der Niederlande gesehen. Er erwarb internationalen Ruhm mit seinem Debütroman Blauer Montag (Uborkaszezon, 2000), einer absurden, schamlosen und amüsanten Geschichte über den Helden Arnon Grunberg. Mit Péter Ziláhi wird er über sein neuestes Buch, Phantomschmerz, das gerade in ungarischer Übersetzung erschienen ist, sprechen.
16.00 Moses Isegawa im Gespräch mit Julia Lángh
Moses Isegawa, in Uganda geboren, verließ seine Heimat und zog in die Niederlande, um "den großen afrikanischen Roman" zu schreiben. Er machte dieses Versprechen mit seinem ersten Roman Abessinische Chronik wahr, einem Buch, das von der Süddeutschen Zeitung als die "Geschichte einer Familie und einer Gemeinschaft, die Geschichte afrikanischer Traditionen und Moral, ein Kaleidoskop an Fantasien, fantastischen Geschichten und Träumen" charakterisiert wurde.
20.00 Bolygó Hollandok - eine Schriftstellerparade
Ein niederländischer Schriftsteller wohnhaft in New York, ein Ungar, der in Transsylvanien geboren wurde und auf niederländisch schreibt, ein Schriftsteller aus Unganda, der die niederländische Staatsbürgerschaft annahm, und eine niederländische Dichterin, die früher in Israel lebte; die Existenz dieser Autoren scheint den hohen Stellenwert von Reisen und Auswandern in der modernen Literatur zu belegen. In dieser Veranstaltung des Literaturfestivals werden Musik und Literatur miteinander kombiniert, um auf diese Weise Literatur in Bewegung darzustellen. Mit dabei unter anderen: Arnon Grunberg, Stephan Lang, Moses Isegawa und Judith Herzberg.
Präsentation: Gábor Németh.
Musik: Yengibarjan Trio

27. Oktober
13.00 Stephan Lang, interviewt von Zsófia Szénási
Stephan Lang wurde in Transsylvanien als Kind ungarischer Eltern geboren. Er floh 1975 in die Niederlande, wo er anfing, Essays und Artikel über die politische Situation in Rumänien zu schreiben. Er publizierte jüngst zwei Romane auf niederländisch, wobei der zweite, De mollenjager (Der Maulwurfjäger), gerade auf ungarisch erschienen ist.
14.30 Douwe Draaisma und Johan Goudsblom im Gespräch mit Csaba Pléh
Douwe Draaisma lehrt die Grundlagen und die Geschichte der Psychologie an der Universität von Groningen. Seine bahnbrechende Arbeit zu Metaphern in der Vergangenheit und Gegenwart hat er in der Erklärung des menschlichen Gedächtnisses dargelegt und resultierte in seinem faszinierenden Buch Die Metapherngeschichte. Eine Geschichte des Gedächtnisses. Das Niederländische Institut für Psychologie verlieh ihm den Heymans-Preis für seine Forschung zur Geschichte der Psychologie.
Johan Goudsblom, emeritierter Professor der Soziologie an der Universität von Amsterdam, ist Autor zahlreicher Bücher und hat in verschiedenen Sprachen veröffentlicht. Überall auf der Welt hat er über seine Studien zum Zivilisationsprozess und über die Kontrolle von Feuer Vorlesungen gehalten und ist nun anlässlich der ungarischen Veröffentlichung seiner weltbekannten Arbeit Die Entdeckung des Feuers in Budapest.
16.30 Judith Herzberg: Der Luchs (Auszüge)
es liest: Enikő Börcsök
Judith Herzberg ist eine gefeierte Dichterin und Dramatikerin. Sie debütierte in den 60er Jahren als Dichterin, schreibt und übersetzt Dramen und Drehbücher seit Anfang der 70er Jahre. Für ihr Oeuvre durfte sie den Joost van den Vondel Preis (1984), den Constantijn Huygens Preis (1994) und für ihre Lyrik den hoch renommierten P.C. Hooft Preis (1997) in Empfang nehmen.
Judith Herzberg wird ihr Stück vorstellen und mit András Forgách sprechen.
19.30 Ein Abend mit Harry Mulisch und Peter Esterházy
Harry Mulisch hat ein beeindruckendes Oeuvre aufgebaut. Dies besteht unter anderem aus Die Entdeckung des Himmels und Siegfried, seinem letzten Roman, der gerade eben in Ungarn erschienen ist. In diesem einzigartigen Ereignis werden zwei der bedeutendsten Nachkriegsautoren aus ihren neuesten Werken lesen und diese diskutieren.
Moderation: Júlia Váradi
21.30 Tibor Szemző’s Gordian Knot Music Company - kinematographisches Konzert
Unsichtbare Geschichte
zu Texten von Béla Hamvas
Zum Abschluss der Veranstaltungen im Bárka Theater wird Tibor Szemzö mit seiner Music Company 'Invisible Story' ein ganz besonderes Stück kinematografischer Konzertkunst darbieten.
Tibor Szemző- Sprecher, Mihály Huszár- Kontrabaß, Baßgitarre, T. Bali - Gitarre, Szabolcs Keresztes - Keyboard, Zsombor Dudás - Schlaginstrumente, Zoltán Regenye - Tontechnik
Das Bildmaterial der Filme stammt aus der Sammlung von Péter Forgács bzw. dem Privat Foto- und Filmarchiv.

26.-27. Oktober
11.00 Filmprogram
Im Bárka Theater werden Filme, die auf niederländischer Literatur basieren, gezeigt.
The Discovery of Heaven (Regie: Jeroen Krabbé, Darsteller: Stephen Fry, Greg Wise)
Left Luggage (Regie: Jeroen Krabbé, Darsteller: Laura Fraser, Adam Monty)
Charlotte (Regie: Franz Weisz)
The fourteenth Chicken (Regie: Hany Abu-Assad)


24 October 17:30      OFF PROGRAMM      Collegium Budapest

Vortrag von Douwe Draaisma und Johan Goudsblom
im Gespräch mit: Hankiss Elemér

24 Oktober 18:00      OFF PROGRAMM      Károlyi Palota

Präsentation der Holland-Nummer der Zeitschrift Nagyvilág

25. Oktober 16.00      OFF PROGRAMM      Dürer Café, ELTE BTK

Präsentation der Holland-Nummer des Magyar Lettre Internationale

28. Oktober 16.00      OFF PROGRAMM      Dürer Café, ELTE BTK, Pázmány sétány 1/A

Douwe Draaisma zu Gast an der Wissenschaftsgeschichtlichen und Wissenschaftsphilosophischen Fakultät der ELTE



  2. November 20.00 Erzsébet téri GÖDÖR  

Foto: Gábor Kerekes
Cökxpôn Ambient Festival

20.00 Chrom & Crimson
Musikforscher - durch eine Kostprobe aus ihrer Sammlung spannen sie ihr feines Netz zwischen den voneinander weit entfernt liegenden Punkten der breiten musikalischen Palette.
21.30 Amira
Orientalisches Tanztheater bei dem die vier Elemente heraufbeschworen werden - tanzende Phänomene geben einen Einblick in die Märchen aus Tausenundeiner Nacht
23.00 ZUM Ensemble
Ewig Experimentierende - in ihrer neuesten Formation lassen sie Stammestrancerituale in einer modernen, elektroakustischen Version lebendig werden
00.20 Krisztián Gergye: zeitgenössischer Tanz aus Java
Der in Indonesien ausgebildete Künstler verbindet in seiner eigenen Choreographie archaische und moderne Elemente.
01.30 Ion Koncert
zeitgenössische Musik - in der sich Stilelemente der elektronischen Musik, des ambient punk und des dark vermischen
02.40 Pabloslam
expressive live act
Der Komponist aus Venezuela verkörpert die eigenen überirdischen Gefühle mit Ton, Gitarre und elektronischen Instrumenten.
03.40-08.00 Naga
Tanzmagier - nur wenige wissen, daß er als Anthropologe das Verhältnis zwischen Musik und Mensch erforscht.
Die Musik zwischen den Vorstellungen präsentiert: Chrom & Crimson

Trance Repro Co.
Lichtdichter
Die Gruppe bildender Künstler vernetzt live, je nach Laune des Augenblicks und der Künstler, die visuelle Welt der Computeranimationen, Retrospektivmaterialien, aktuellen Film- und Videoausschnitte, Lichter und Dias, die sie, gewürzt mit Effekten und klassischen Filmtricks, auf verschiedene Installationen (Formen und Stoffe) projizieren.
Marktplatz - untrennbare Utensilien der Subkultur
Cökxpôn Ambient Café - vegetarische kalte Hausmannskost, besondere Teesorten, exotische Coktails und kühle Drinks
Makara - asiatisches Krimskrams, Ambiente-Kunst

Eintritt ohne Schuhe! (Schlafsack und Pantoffel sind mitzunehmen!)
(mit freundlicher Unterstützung von: Bürgermeisteramt der Hauptstädtischen Selbstverwaltung Budapest)

Änderungen vorbehalten!