Einsteins Träume (UEA) Es spielen: Tamás Bakó, Adrienn Hód, Gábor Goda, Bea Gold, Andrea Nagy, Ildikó Mándy, Béla Pintér, Csaba Méhes, Silvano Mozzini (CH), Christiane Loch (CH) Videokünstler: Eva von Wartburg (CH), Ernst Süss, Amit Mann (Israel) Musiker: Erzsi Kiss, Xénia Stollár Foto: Ábel Szalontai Licht: Gábor Kocsis Architekt: Ferenc Sebestény Intermedia: Orsolya Nyitrai Mitarbeiter: Ágnes Varanyi, Linda Laskai Regie: Gábor Goda Stellen wir uns vor, daß die Zeit einer unserer Sinne wäre, wie der Geschmacksinn oder der Geruchsinn. Nehmen wir an, die Zeit sei nicht Quantität, sondern Qualität. Einstein hatte gehofft, in der Welt herrscht Ordnung. Sein berühmter Ausspruch ("Gott würfelt nicht") verleiht seiner Überzeugung Ausdruck, daß in der Welt ein für alles und jeden gültiges Gesetz existiert, das durch Denken oder mit dem Herzen zu entschlüsseln ist. Seine Hoffnungen schwanden später. Das Stück, das sich zu einem einheitlichen Ganzen zusammenfügt, haben voneinander unabhängig arbeitende Künstler an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten hervorgebracht. Der Prozeß des Entstehens wurde somit Teil des Stückes. Neben den in Budapest, Sopron, Zürich, Jerusalem und Amsterdam arbeitenden Künstlern wirkten auch 25 Architekturstudenten beim Entstehen des Stückes mit: inspiriert von der inhaltlichen Konzeption, von den Arbeitsphasen des Theaters und der Choreographie haben sie Räume konzipiert. Weitere Vorstellungen: 21.-23. Oktober
Tadeusz Kantor: Die tote Klasse Regiesseur des Theatervideos: Andrzej Wajda (1976) Tadeusz Kantor inszenierte Die tote Klasse 1975. Mit dieser Inszenierung errang er internationale Anerkennung. Die tote Klasse ist das Eröffnungsstück jenes Zyklus', den Kantor Todestheater nannte, und dem Wielopole, Wielopole, Die Künstler sollen krepieren und Heute ist mein Geburtstag (während den Vorbereitungen zu diesem Stück verstarb der Regisseur) folgten. Das Genre dieser Stücke nannte Kantor persönliche Bekenntnisse, ihre Grundlage bilden seine Erinnerungen. Als Ziel seiner Werke bestimmte er nicht die Erzeugung von Illusion, nicht die Erschaffung von Fiktion, er strebte danach, die Wahrheit zu zeigen über das ihm Wichtigste und zugleich Realste, den Tod.
Vorstellungen des Vereins der Zeitgenössischen Tanztheater Stop für einen Tanz! (zum zweiten Mal) Der Verein der Zeitgenössischen Tanztheater meldet sich im Rahmen des Festivals bereits zum zweiten Mal mit einer Auswahl. Die vom Verein ausgewählte Jury möchte dem Publikum einen Querschnitt der Produktionen der vergangenen Saison präsentieren. Die Jury hat mit großer Aufmerksamkeit das Programm jener Institutionen, die zeitgenössische Tanzvorstellungen präsentieren, verfolgt, um dann sagen zu können: diese interessanten, schönen, traurigen, fröhlichen, geistreichen, spektakulären, fortschrittlichen Produktionen haben wir ausgewählt, um damit die zahlreichen Vorstellungen des Jahres zu repräsentieren. Die zwei Abende und fünf Vorstellungen sollen durchaus kein getreues Bild, sondern "lediglich" eine subjektive Auswahl sein: mit Duetten und Soli, mit einstündigen und fünfminütigen Vorstellungen, mit Bewegung gewordener Literatur, Live-Musik, Vorführung, einer Reise durch die Zeit und ins Bewustsein. Das war die vergangene Tanzsaison. 21. Oktober, 20.00 Bárka Színház, Stúdió 21. Oktober, 21.00 Bárka Színház, Vívóterem 22. Oktober, 20.00 Bárka Színház, Stúdió 22. Oktober, 21.00 Bárka Színház, Vívóterem
Mozgó Ház Társulás 1003 Herzen oder Fragmente aus einem Don-juan-katalog (siehe: Treffen mitteleuropäischer unabhängiger Theater)
Kreidekreis Theater W (siehe: Treffen mitteleuropäischer unabhängiger Theater)
Tadeusz Kantor: Die tote Klasse (Regie: Natan Lilienstein, 1989) Eintritt frei Weitere Videos über Tadeusz Kantor und über das Cricot 2 Theater: 9., 16., 23., 30. November, 16.00 Nähere Informationen im Ludwig Museum.
La Strada (Ulitzata)(Bulgarien) Mihail Bulgakow: Der Meister und Margarita (siehe: Treffen mitteleuropäischer unabhängiger Theater)
La Strada (Ulitzata) (Bulgarien) Jam Session (Marmelade) (siehe: Treffen mitteleuropäischer unabhängiger Theater)
Bahnhof Kronstadt (Siebenbürgen) Mitwirkende: Szászcsávás Orchester (Siebenbürgen), Bläser aus Baciui (Moldawien), János Zerkula (Siebenbürgen), András Berecz, Zoltán Juhász, Tanzgruppe Válaszút, Ordasok und viele andere Choreographie: Ferenc Sára Musikalische Leitung: Zoltán Szántó Regie-Choreographie: László Diószegi Der Bahnhof Kronstadt - wie die Bahnhöfe im allgemeinen - wirkte wie ein monumentaler Hochofen. Er war ein Sammelplatz des Großstadtmülls, der heruntergekommenen sozialistischen Kultur bzw. Kulturlosigkeit, gleichzeitig aber auch der glänzenden siebenbürgischen Vielfalt, wie auch der mitteleuropäischen Volkskunst. Gleichzeitig, nebeneinander und einander ergänzend sah man die wunderbaren Erinnerungen des multinationalen Siebenbürgens, die Ungarn, die Rumänen, die Sachsen auf dem Weg nach Schäßburg, die Juden und Huzulen auf dem Weg in die Bukowina. Auch die Armenier warteten dort auf ihre Anschlußzüge, auf derselben Bank mit den Tschango aus Moldawien. Auf den Express nach Bukarest warteten die Türken, die von der Hauptstadt noch einen ganzen Tag in ihre Dörfer bei Tulcea unterwegs waren. Es gab da auch noch die schwäbischen Frauen aus dem Bezirk Timis, die man an ihren typischen Hauben erkannte. Und natürlich fehlten auch die umherziehenden Roma nicht, als lebten sie ihr fröhliches, maßloses Leben auf den Bahnhöfen. Die Vorstellung ist kein Theater im traditionellen Sinne, sondern ein Happening. Ziel dieser einzigartigen und singulären Vorstellung ist es, jenes das Kulturerbe der Menschheit bedeutende, in den vergangenen Jahren rapide verschwindende multikulturelle Wunder Siebenbürgen zu zeigen.
Théâtre Vidy de Lausanne Samuel Beckett: Erste Liebe Darsteller: Jean-Quentin Châtelain Regie: Jean-Michel Meyer In französischer Sprache mit ungarischen Untertiteln Die Erste Liebe ist kein Bühnenstück, sondern eine in der Ich-Form geschriebene Novelle, eines von Becketts ersten, bereits auf französisch verfaßten Werken. Das Stück entfaltet die eigenartige Anziehung eines Mannes zu Friedhöfen: der Held spricht in seinen Bekenntnissen über den Tod seiner Mutter, der ruhelosen Suche nach einem Ort. Obgleich die ersten Sätze des beckettschen Monologs eine überwältigende Ehrlichkeit verheißen, ist ihr Sinn noch bevor sie gesprochen werden dahin. Jean-Michel Meyers Regie bringt den Zuschauer alle fünf Minuten zum Lachen.
Teatr Cinema (Polen) Billard (siehe: Treffen mitteleuropäischer unabhängiger Theater)
Sofa Trio Tréfa kapitäns Teeparty (UA) Darsteller: Péter Lengyel, Zsófia Murányi, István Oldal, László Rókás, Raphaille Chevalier (F), Marie-Anne Michél (F) Licht: Tamás Szabados Kostüme: Krisztina Remete Musik — zusammengestellt aus Aufnahmen von King Crimson — und Regie: László Rókás Tréfa, der seit langem tote Piratenkapitän trinkt verträumt Tee in der Tiefe seines Schlosses. Heute ist ein besonderer Tag: der Kapitän feiert den Jahrestag seines Todes. Einige Freunde kommen mit Geschenken zum Fest, um während der Teeparty das Unmögliche zu versuchen - den Kapitän zu töten. Doch dem alten Piraten schadet das Leben keineswegs: der Trick kann ihm nichts anhaben, der Dolch wird stumpf...! Der Kapitän scherzt, dick und kahl, alt und knockig, versucht aber zu lachen... solange sie über Geld streiten, sind sie auf jeden Fall am Leben... Oder ist das alles nur ein Scherz?
Schöpfer der Vorstellung: Bella Bagdi, Dániel Herner, Gabriella Juhász, Györgyi Kari, Dezsõ Kiss, Krisztina Kónya, Melinda Major, Sándor Mikula, György Moór, Erik Novák, László Rajk, Sosa, Tünde Szalontay, Lenke Szilágyi, Péter Takács, Péter Takátsy, Zoltán Tamási, Vilmos Vajdai, Annamária Valyuch, Gábor Váradi und... Konzeption: Péter Halász und András Jeles Stellen Sie sich ein japanisches Hotel, bestehend aus unzähligen Kapseln vor: bienenstockartiges Schlafviertel, Raumschiff und die dazugehörenden gemeinsamen Räume (Bühne, Forum, Spielhalle, Restaurant etc.) Eine solche Umgebung werden wir im Oktober im Városi Színház (Städtischen Theater) aufbauen. Die Bewohner werden Künstler sein. Arbeitslose Künstler, Schauspieler, bildende Künstler, Film- und Videokünstler, Musiker - gewapnet mit Internet, Kameras, einem Monitor in jeder Kapsel, mit einem Kommunikationszentrum, Videobeamer, den für die Vorstellung nötigen Utensilien. Die an Ort und Stelle entstandenen und entstehenden Werke werden spontan präsentiert. Jede Tat erscheint hier als Theater.
KOMPmÁNIA / Company Attila Csabai Cyber Geishas (Gertrude und Alice im Wunderland) (UA) Darsteller: Attila Csabai, Krisztián Gergye, Júlia Drajkó, Eszter Rácz, Dániel Szász, Gizi Zarnóczai Kostüm-Raum-Bühnenbild: Xabay Team Licht: Gábor Tamás, Attila Csabai Technik: Balázs Károlyi, Hans G. Beckern Ton: Ferenc Boudny Effecte: Ágens Maske: Edit Juhász Haardesign: Betty Team Produktionsassistent: Barbara Ágnes Kohout Fotodokumentation der Produktioon: Attila Soós Video: László Kiss Choreographie: Attila Csabai Gertrude Stein und Alice B. Toklas bilden ein klassisches Duo, eine ohne einander unvorstellbare, voneinander untrennbare Einheit, wie Romeo und Julia oder Laurel und Hardy. Ihre persönliche Beziehung war das offene Aufbegehren gegen die oberflächliche Interpretation der christlichen Moral und das gleichzeitige Ausharren in deren inhaltlicher Tiefe und Strenge. Im virtuellen Raum (Cyberspace), im "Wunderland" von heute nehmen den Platz der in einer Einheit von Geist, Bildung und Körperlichkeit lebenden antiken Hetären oder japanischen Geishas computergenerierte Pseudo-Stars ein und werden zu Liebes- und Lust-Objekten der heutigen "Bürger". Furchtbare "Puppen", Maskeraden, aus denen statt duftendem Stroh geruch- und geschmackloses "digitales Seegras" hervorquillt. Arme Gertrude, arme Alice, reiche Fülle von Symbolen, was wird aus euch im Wunderland von heute?
Oper in einem Akt mit Prolog Der Held - Péter Takátsy Übersetzung: Dániel Varró Würde jemand über diese Oper sagen, sie sei skandalös, hätte er recht. Hier werden alle modischen - privaten, politischen, wissenschaftlichen, religiösen - Tabus aufs Tapet gebracht. Opern haben sich immer schon mit äußerst aktuellen Themen ihrer Zeit auseinandergesetzt. La Traviata oder Carmen waren zu ihrer Zeit ebenso skandalös und unerhört, wie viele Meisterwerke des 20. Jahrhunderts.
Zeitgenössischer Volkstanz-Abend Der ungarische Volkstanz ist für experimentierfreudige Choreographen eine unerschöpfliche Goldmine. Jedes Jahr treffen wir in progressiven, denkwürdigen Choreographien auf spannende Bearbeitungen und Neuinterpretationen archaischer Elemente. An diesem Abend, das seit Jahren integraler Teil des Festivalprogramms ist, können wir die neuesten, dieser Idee verhafteten Werke kennenlernen. (Eine Veranstaltung des Martin-György-Volkstanz-Verbandes)
Treffen mitteleuropäischer unabhängiger Theater Eine gemeinsame Veranstaltung mit Trafó - Haus der zeitgenössischen Kunst und dem Kreidekreis Theater
Mozgó Ház Társulás 1003 Herzen oder Fragmente aus einem Don-juan-katalog (UEA) geschrieben und gespielt von: Júlia Bársony, Krisztina Birtalan, Adrien Deli, Réka Gévai, István Gõz, Zsolt Móninger, Fruzsina Nagy, Isabelle Lé, Erika Pereszlényi, Elzbieta Sulykó, Balázs Vajna Bühnenbild und visuelle Effekte: György Árvai Kostüme: Krisztina Berzsenyi Licht: Attila Szirtes Musik, Stimme: Balázs Barna Regie: László Hudi "Nichts ist mächtiger, als deine Sünden. Komm mit uns! Es kann nur etwas Schlechteres kommen!" (Lorenzo Da Ponte)
Kreidekreis Theater W - Arbeiterzirkus - Szenen unter Verwendung einiger Dramenfragmente von Georg Büchners Woyzeck und Attila Józsefs Gedichten (UEA) Woyzeck- Zsolt Nagy Bühnenbild: Márton Ágh Die Woyzeck-Aufführung des Kreidekreis Theaters ist ein Experiment: Wir versuchen unsere Grenzen und die unserer schauspielerischen Mittel zu entdecken. Unser Ziel ist nicht, das Büchnersche Fragment zu rekonstruieren, wir wollen es neu entstehen lassen, in unserer eigenen Sprache. Wichtiger als das Erzählen ist die Entdeckung der Tiefenströme der Geschichte, das Festmachen ihres verborgenen Wesens. Der Vorstellung ging ein Workshop voran: Im riesigen und verwinkelten Gebäudekomplex der Festung von Monostor haben wir anhand durch den Ort inspirierter Übungen einige Szenen ausgearbeitet. Dazu haben wir Büchners Texte und Attila Józsefs Gedichte verwendet. In der Kirchenruine von Zsámbék haben wir einige Szenen bereits in der endgültigen Besetzung gespielt. Die für einen Theaterbau konzipierte Version wird zunächst in Berlin gezeigt, darauf folgen die Premieren in Paris und Budapest. Das Genre der Vorstellung: Arbeiterzirkus. Für uns ist Woyzeck ein Arbeiter, er ist jener in die Welt hineingeworfene kleine Mann, der in allen grundlegenden Beziehungen dem Sein ausgeliefert ist. Wir nennen das Zirkus, da wir im Theater derart unberechenbare Momente zu schaffen versuchen, in denen alles geschehen kann, wie im Zirkus, in der Stille nach dem Trommelwirbel.
Mihail Bulgakow: Der Meister und Margarita Regie: Stefan Moskov Die in Bulgarien als Kult-Vorstellung geltende Produktion ist keine getreue Adaption des Romans, gezielt wurden die für wichtig befundenen Elemente hervorgehoben. Im Westen wird die Vorstellung, die mehr als dreißig Figuren auf die Bühne bringt und in der neben dem Satan und Berlioz zahlreiche Margaritas und Bulgakow selbst auftreten, mit den Monty-Python-Produktionen verglichen. Dem Schriftsteller, der den Faden verloren hat, hilft ein aus seinen Figuren zusammengesetzter Chor zu der Handlung zurückzufinden, während unerschütterlich am Sozialismus gebaut wird.
Jam Session (Marmelade) Regie: Stefan Moskov Das Zuhause der Theatergruppe La Strada (Ulitzata) in Sofia ist das Theatergebäude der Bulgarischen Armee. Diese "Wohngemeinschaft" erscheint auch in der Handlung ihrer eigentümlich dramatisierten Fassung von Bulgakows Meister und Margarita und auch in der Atmosphäre von Jam Session scheint die Umgebung auf. Die einstündige, seltsam anmutende, auf Improvisation basierende Posse ohne Geschichte setzt die improvisierte Freudenmusik mit dem Einkochen von Marmelade (so auch der bulgarische Untertitel) in eine stark asszoziative Beziehung.
Teatr Cinema (Polen) Billard Darsteller: Honorata Magdeczko, Katarzyna Rotkiewicz, Beata Skibiñska, Anna Szymañska, Malgorzata Walas, Jan Kochanowski, W³odzimierz Dy³a, Tadeusz Rybicki, Dariusz Skibiñski Vier professionelle Schauspieler sind der Kern der 1992 gegründeten Gruppe, die gemeinsam mit ihrem Regisseur in einem kleinen Dorf leben. Zu größeren Produktionen laden sie sich Schauspieler aus anderen polnischen Ensembles ein. Das Schaffen, die Spiritualität wird grundsätzlich von ihrem Leiter, Zbigniew Szumski, dem Regisseur, Bühnenbildner sowie dem Autor ihrer Stücke bestimmt. Als Ausgangspunkt der Vorstellungen dienen seine Skizzen, Entwürfe, Pläne: Die Mitglieder des Ensembles bauen ihre schauspielerischen "Antworten" auf diese Werke der bildenden Kunst mittels Assoziation und Improvisation auf. Das Schauspiel vereint schließlich die Vorstellungen des Autors und die Kreativität der Schauspieler, und macht das Spiel der Darsteller und das Bühnenbild zu einer Einheit. Die singuläre Sprache der Produktionen wird durch den absurden Humor und den Surrealismus bereichert. In diesem Stück werden uns die Lächerlichkeit des Menschen, die Geschichte der Entfremdung und die Stationen unserer diesbezüglichen Neigungen vor Augen geführt. Und all das auf einer Bühne, die langsam zu einem Spielplatz mutiert.
Gespräche über die unabhängigen Theater der Region Wie ist das bulgarische Theater? Wie ist das unabhängige bulgarische Theater? Und das polnische? Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen dem Funktionieren von La Strada, Cinema, Mozgó Ház Társulás und Kreidekreis Theater? 30. Oktober, 16.00 Trafó Treffen mit den Künstlern nach der Vorstellung
VI. Soros Studiotheater Tage "Zum sechsten Mal werden Produktionen vorgestellt, die (auch) von der Soros Stiftung unterstützt werden. Wie bereits in den vergangenen Jahren, so besteht auch das diesjährige Programm der Soros Studiotheater Tage aus jenen zwölf Produktionen, die von den Kuratoren für die besten befunden wurden. Dieses Dutzend Vorstellungen zeigt ein breites Spektrum der Bestrebungen des Theaters, das nicht nur eine ungarische Uraufführung, eine Erstaufführung eines kanadischen Dramas, eine klassischen Tragödie, eine moderne Romanadaption, sondern auch ein Märchen für Klein und Groß, eine theatrale Tanzkomposition und ein intimes Tanzdrama umfaßt - das beste aus beinahe hundert unterstützten Produktionen. Die Auswahl möchte einen Einblick gewähren, wie die experimentellen/alternativen ungarischen Theaterwerkstätten ihren künstlerischen Weg zu finden versuchen, und gleichzeitig jenen, die besondere Erlebnisse mögen, ein gehaltvolles und angenehmes Vergnügen bieten." (István Nánay)
Tanzwerkstatt Donau Der Zehnte Bräutigam Regie-Choreographie: Zsolt Juhász
Tanz Theater Mittel-Europa Dämmerung Regie-Choreographie: Csaba Horváth http://szinhaz.iport.hu/ket/
Bárka Theater Michael Mackenzie: The Baroness and the Maid Regie: László Bérczes http://www.barka.hu/
Budapester Kammertheater Fjodor Dostojewski - Árpád Sopsits: Schuld und Sühne hinter Gittern Regie: Árpád Sopsits http://www.budapestikamaraszinhaz.hu/
Artus Theater Kains Hut Regie-Choreographie: Gábor Goda http://www.artus.hu
TranzDanz CODA Choreographie: Péter Kovács Gerzson http://mu.mentha.hu/
Studio "K" János Arany - Zsófia Balla - Szabolcs Szõke: Rózsa und Ibolya Regie: Tamás Fodor http://szinhaz.iport.hu/studiok/
Panboro Theater Transit Lounge Regie-Choreographie: Péter Uray
Csokonai Theater, Debrecen András Visky: Jünger Regie: József Jámbor http://www.csokonaiszinhaz.hu/
Katona József Theater Euripides: Bacchantinnen Regie: Sándor Zsótér http://szinhaz.iport.hu/katona/
Puppentheater Budapest Lajos Kassák: Zinnhelden Regie: András Almási-Tóth http://www.budapest-babszinhaz.hu/
Compagnie Pál Frenák Festen Choreographie: Pál Frenák www.ciefrenak.org , www.frutta.hu/frenak
Preisverleihung und Abschlußgespräch Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programheft der Studiotheater Tage.
An Echo (1990) Mitwirkende: Zoltán Gyöngyössy, Gergely Ittzés, Zsuzsa Ittzés, István Matuz, Gergely Matuz - Flöte, György Déri - gordonka, Gábor Eckhardt - Klavier, Ildikó Vékony - Cimbalon, Zoltán Rácz - Schlagzeug, Erika Illési - Violine, Péter Soós - Horn und das Componensemble (Dirigent: Zsolt Serei) "Ich habe viel darüber nachgedacht, was die Natur damit beabsichtigt, daß es auf der Welt keine zwei Menschen gibt, die den gleichen Fingerabdruck haben. Will sie uns darüber hinaus zeigen, daß ein jeder einzigartig und unwiederholbar ist, darauf aufmerksam machen, daß auch unser Schicksal, unsere Aufgabe auf der Welt einzigartig ist? Kann es sein, daß die Kopie in ihrer Epigonalität das Ziel verfehlt? Wenn ich diese Fragen aufwerfe, spreche ich nicht darüber, der Originalität nachzujagen, sondern darüber, unseren eigenen Weg zu finden. Dies kann möglicherweise dadurch eintreffen, daß wir in jedem Fall darauf achten, daß der in der Tiefe unserer Seele wachende ›Daimon‹ - wie Sokrates das nennt - unsere Taten billigt oder nicht. Durch konsequentes Bemühen in diesem Geiste bilden sich die Stilmerkmale unseres Lebens und unserer Kunst heraus. Der Stil ist also Ergebnis dessen, daß man den eigenen Weg akzeptiert, ist Ergebnis des persönlichen Sichtweise, und ist kein willentliches, bewußt gebildetes, ausgedachtes Klangbild. Der Stil kristallisiert sich allmählich heraus, doch die grundlegenden Stilmerkmale sind zumeist bereits in den Anfängen erkennbar. Gerade deshalb erscheint es interessant, mit den frühen Werken eines Komponisten konfrontiert zu werden, andererseits ist es ebenso lehrreich, festzustellen, ob diese heute, nach 30 Jahren lebensfähig sind... Dieser letzte Gesichtspunkt ist für mich besonders bedeutsam, weil ich anhand dieser Werke beweisen möchte, daß betreffend ihrer Qualität, ihrer Bedeutung, der damalige musikalische ›Allmächtige‹ geirrt hat." (József Sári)
Symphonieorchester, Chor und Kinderchor des Ungarischen Rundfunks János Decsényi: Abschied von einem vergangenen Jahrhundert - Oratorium in sieben Sätzen auf Gedichtzeilen von ungarischen Dichtern des zwanzigsten Jahrhunderts (UA) 1. Der Radetzkymarsch 2. Zwischen zwei Kriegen 3. Der zweite Krieg 4. Ein Satz über die Tyrannei 5. Neunzehnhundertsechsundfünfzig 6. Irgendwie doch nicht... 7. Das letzte Jahrzehnt Die Dichter: Endre Ady, Mihály Babits, Gyula Illyés, Attila József, Dezsõ Kosztolányi, László Nagy, Ottó Orbán, János Pilinszky, Miklós Radnóti, Lõrinc Szabó, Dezsõ Tandori, István Vas Mitwirkende: Andrea Meláth, András Molnár, János Tóth - Gesang Das erste Oratorium von János Decsényi (Alte ungarische Texte - 1991) umfaßt neun Jahrhunderte, von der Legende des heiligen Gerhard bis József Eötvös. Im zweiten (Poesiealbum - 1998) stellte er die Geschichte einer bürgerlichen Familie aus Pest - seiner eigenen Familie - im 20. Jahrhundert dar. Sein nunmehr drittes Oratorium läßt ebenfalls dieses für viele von uns so tragische, viel Leid bringende und wenig Freude bereitende Jahrhundert aufleben. Die Zeilen aus neunundzwanzig Gedichte von zwölf Dichtern (Fürsprecher des Komponisten) sind jede für sich in ihrer Gesamtheit Träger eines musikalisch-dramatischen Grundgedankens. Das Oratorium hat keine Geschichte, wie auch die Geschichte keine hat - lediglich Geschehnisse. Der Komponist widmet sein Werk der Erinnerung an seine ehemaligen Lehrer, Rezsõ Sugár und Endre Szervánszky.
Musikprogramm des Ede Festivals László Sáry: Lokomotiven in meinem Leben (1997) Etüden und Symphonie auf Dampflok-Töne (Siehe: Ede Festival)
Kompozitionen von Péter Gazda Skulpturmusik II. Kammermusik-Zyklus Mitwirkende: Veronika Oross - Flöte, Eszter Horváth - Oboe, István Hartenstein - Fagott, Gábor Tóth, Zoltán Szõke, András Balogh - Horn, Bence Gazda - Violine, Anna Sándor - Cello, Bence Horváth - Baß Dirigent: Péter Gazda Der Komponist erfüllt sich an diesem ungewöhnlichen Abend einen alten Wunsch: er bricht mit der statischen "Podium-Zuschauerraum"-Praxis traditioneller Konzerte. Das Publikum, das in den Konzertsaal eintritt, sieht keine Bühne, und findet die Stühle im Zuschauerraum scheinbar unordentlich, in Wirklichkeit aber sehr wohl überlegt, um mannshohe - von Rezsõ Móder für dieses Werk angefertigte - Skulpturen angeordnet. Bei jeder Skulptur stehen Notenständer, Musiker. Der Eintretende schaut sich die Skulpturen, die Musiker an, und nimmt bei dem Werk oder Künstler Platz, das/der ihn am meisten zusagt. Zu jeder Skulptur gehört jeweils ein Solo, die von "Orchester-Tutti" verbunden werden. Die Musik illustriert nicht die Kunstwerke, provoziert vielmehr freie Assoziationen. Aufgrund der Struktur des Werkes und wegen der kleinen Anzahl der Musiker, tauschen die Mitwirkenden während der Vorstellung mehrmals die Plätze, sie bewegen sich, und auch das Publikum hat die Möglichkeit, die Plätze zu wechseln, um ein Solo aus unmittelbarer Nähe zu genießen. Auf diese Weise wird die Rezeption nie statisch.
Morocco (1994) UMZE Kammerorchesters: Péter Burget - Posaune, Vilmos Búza - Baß, Csaba Klenyán - Klarinette, György Lakatos - Fagott, Zoltán Rácz - Schlaginstrumente, Péter Soós - Horn Gyula Fekete, der dieses Jahr mit dem Erkel-Preis ausgezeichnet wurde, zeigt an diesem Abend seine in den letzten 13 Jahren entstandenen Werke. Er war Attila Bozays Schüler an der Musikakademie; als seine Meiser betrachtet er auch Emil Petrovics und János Vajda. Als Komponist verfolgt er den von János Vajda, György Orbán, Miklós Csemiczky und György Selmeczi geprägten, traditionellen, zu den Elementen der Spätromantik und des Anfangs der 1900er Jahre wiederkehrenden Stil. Seit 1990 verbrachte er mit einem Stipendium für Postgraduates sechs Jahre in den Vereinigten Staaten, machte an der Roosevelt University in Chicago seinen Magister, dann seinen Doktor an der North Western University von Evanston. Seit 1997 unterrichtet er Komposition an der Ferenc-Liszt-Musikhochschule. Im gleichen Jahr wurde seine Kantate, die er im Andenken an Hanna Szenes komponierte, in Philadelphia uraufgeführt. Ein Jahr später, im Rahmen des Herbstfestivals, konnte in der Synagoge in der Dohány utca auch das heimische Publikum seine Werke kennenlernen.
Junge französische und ungarische Komponisten Neue Werke von Balázs Horváth, Marcell Dargay, Joël Merah und Jérôme Combier Mitwirkende: Studenten der Ferenc-Liszt-Musikhochschule Budapest und des Conservatoire National Supérieur de Paris Dirigent: László Tihanyi Im Rahmen eines selbständigen Künstlerprogramms entstand die Kooperation zwischen dem Conservatoire National Supérieur de Paris und der Ferenc-Liszt-Musikhochschule Budapest. Vier junge Komponisten erhielten die Möglichkeit, ein Stück für ein sechzehnköpfiges, aus französischen und ungarischen Musikern bestehendes Streichorchester zu schreiben. Das Konzert in Paris findet am 25. Oktober im Rahmen des MAGYart - une saison hongroise en France statt.
Konzert der Percussionsgroup Amadinda In memoriam Iannis Xenakis Iannis Xenakis: Peaux Iannis Xenakis: Okho (UEA) Iannis Xenakis: Psappha Zoltán Váczi: Tischmusik - beFORe JOHN8 (UA) Michael Askill: Spirals (UA) Georg Katzer: Schlagmusik 2 Fredrik Andersson: The Lonelyness of Santa Claus (UEA) Mitwirkende: Pusztai Gábor, Joó Szabolcs - Schlaginstrumente Im Februar diesen Jahres verstarb ein Klassiker des 20. Jahrhunderts, Iannis Xenakis. Um sein Œuvre - das die Mathematik, die Architektur ebenso beinhaltet wie die Musik - kommt man nicht herum, ganz egal welche Meinung seine Kritiker vertreten. Das Genre des Schlagzeugs hat Xenakis besonders viel zu verdanken. Nach seiner 1969 entstandenen Persephassa hat er ein Dutzend Werke für die unterschiedlichsten Formationen komponiert, vom Solo zum Sextett, oft auch mit anderen Instrumenten, manchmal mit Gesang kombiniert.
Metamorphosen des Don Genaro komponiertes Konzert auf Gesangsstimme und Blechbläser András Szõllõsy: Musiche per ottoni
Dieses aus Werken von András Szõllõsy, György Kurtág und József Sári zusammengestellte Musikprogramm ist eine Hommage des Brass in the Five, das seinen zehnten Geburtstag feiert, an András Szõllõsy. Aus dem einstündigen, ohne Unterbrechungen gespielten Miniature-Kranz entsteht eine neue Qualität: ein komponiertes Konzert.
Peter Maxwell Davies: Resurrection Oper in einem Akt mit Prolog (siehe: Theater - Tanz)
Transzendente Etüden Ferenc Liszt: Études d' exécution transcendante no. 1. - Preludio
Ethno 2001 zusammengestellt von: Zoltán Krulik 25. Oktober: Oregano, Fianna, Romanyi Rota 26. Oktober: Fõnix Company, FolkEstra, Shalaban 27. Oktober: Samsara, Irén Lovász - 9 colinda Project, Arasinda-Yasmina Ghawase "Die kulturelle und genremäßige Synthese, die markante Präsenz archaischer Elemente ist die wichtigste Charaktereigenschaft des Ethno beim diesjährigen Festival. Obwohl die kulturelle Orientierung der neun Produktionen auch für Laien auf Anhieb erkennbar ist, obwohl die Quellen der Musik durchscheinen, kann man von jeder einzelnen behaupten, daß sie eine charaktervolle und eigene Annäherung an die ungarischen Strömungen der Weltmusik ist. Romany Rota ist die Weiterführung der Roma-Tradition, während Oregano die südslawische und Fianna die irische, keltische Tradition fortsetzen; die Fõnix Company und ihre Produktion Seelenreise erinnert an asiatische, rituelle schamanistische Musik, FolkEstra hat Reminiszenzen an den Balkan und den Jazz, Chalaban mischt die marokkanischen Wurzeln seiner Musik mit Elementen des Rock. Samsara ist der herausragendste heimische Vertreter des Indo-Jazz; Im neuen Projekt von Irén Lovász verbindet sie die Klangwelten des traditionellen ungarischen Gesangs und des Makám, während Arasina, Yasmina und Ghawase die Welt der türkischen, der arabischen Musik und des Bauchtanzes aufleben lassen." (Zoltán Krulik)
Mitwirkende: István Grencsó - Saxophon, Róbert Benkõ - Baß, György Jeszenszky - Schlagzeug, Gabi Kenderesi - Gesang, Csaba Hajnóczy - Gitarre, Zoltán Mizsey - Gesang, Tasteninstrumente, Csaba Gyulai - Gesang, Schlaginstrumente, András Koncz - Gesang, DJ István Grencsó begann seine Karriere 1979 mit der Gruppe Masina und spielte später in verschiedenen Formationen von Mihály Dresch und György Szabados. 1985 gründete er die immer noch bestehende Grencsó Kollektíva, tritt aber auch regelmäßig mit den Gruppen Makám und Kampec Dolores auf. Sein freier musikalischer Geist, sein von Stilrichtungen, Modeströmungen und jedweder Schulen freies, eigenwilliges Denken, seine Beziehung zu seinem Instrument machen ihn zu einem der bedeutendsten ungarischen Musiker dieses Genres. Nach seinen früheren Arbeiten im free style, widmete er eine Platte Thelonius Monk, vertiefte sich in den Möglichkeiten, die Villa Negra Thematik für eine Bigband zu adaptieren, gefolgt von zwei Trio-CDs: einerseits Schwarzes Brot, andererseits Bearbeitungen alter ungarischer Schlager mit dem Titel Rätsel. Anfang 2001 erschien von den zehn Musikern des Grencsó Kollektíva Plusz das Album 7 Lieder für die letzten Mohikaner. Dabei bricht er mit den radikalen Elementen des free style, das Album ist leichter rezipierbar als viele andere seiner früheren Werke. Die Veränderungen gehen trotzdem nicht auf Kosten der musikalischen Qualität.
Kurator: Jaroslaw Suchan Die Bedeutung Tadeusz Kantors ist vergleichbar mit der von Joseph Beuys oder Andy Warhol. Er kreierte eine neue Theaterwelt, nahm aktiv an der Revolution der Neoavantgarde teil, war Theoretiker, Anti-Maler, ironischer Konzeptualist - und das sind nur einige seiner vielen Gesichter. Im Mittelpunkt der Ausstellung Tadeusz Kantor.Unmöglich stehen Happenings, Aktionen und die sog. parakonzeptuellen Werke, also all jene Arbeiten Kantors, mit denen er die traditionellen Ideen der Kunst, der Kunstwerke und der Ausstellungen in Frage stellt. Es handelt sich um jene Periode, die mit der Ekspozycja popularná (Populäre Ausstellung; Galerie Krzysztofory, Krakau, 1963) begann und mit der Wsztystko wisi na w³osku (Alles hängt am seidenen Faden; Galerie Foksal, Warschau, 1973) endete. Diese unsichere und unbestimmte Periode, deren Bedeutsamkeit erst später klar wurde, war mit ihrer Suche nach dem Weg auch die Zeit der Entdeckungen. Nachdem er sich dem routinierten künstlerischen Benehmen entledigte, hatte Kantor den Mut, sich unbekannten Gebieten zuzuwenden, d.h. - um es mit seinen eigenen Worten zu sagen - die Grenzen des Unmöglichen zu erreichen. Nachdem er diesen Weg gegangen war, schuf er seine wichtigsten Werke: Die tote Klasse und das Wielopole, Wielopole. Kantors Werke werden diesmal mit Hilfe der heutigen visuellen Medien (großformatige Computerprints, Fotos, Video- und Diavorführungen, Toneinspielungen und Texte) gezeigt.
Open-air-Tafelausstellung des Artpool Art Reserch Centers Archaische Momente des Herbstes Auf den Tafeln der zehnten Oper-air-Ausstellung des Artpool lesen wir Herbstgedichte vom Erschaffer und größten Meister des künstlerischen Haiku des 17. Jahrhunderts, Matsuo Bashon, in der Übersetzung von Ákos Fodor, neben Haikus des 20. Jahrhundert von übersetzenden Dichter.
Unmöglicher Realismus Ausstellung über die Ungarnbezügen von Fluxus und Concept Art "So wie das Haiku nicht 17 Silben, sondern ein Augenblick ist, ist ›Fluxus so oder so geboren aus dem flüssigen Moment‹ - schreibt Ken Friedman. ›Durch den Fluxus nahm die Concept Art erstmals Gestalt an, deren Vorgänger Jahrhunderte alt sind.‹ In der Arbeit des Fluxus ist die Attitüde und das Verhältnis zum Leben ist den Zen-Übungen, den Koans und den Momenten des Haiku nahe. Der unmögliche Realismus des Fluxus formiert sich in genrelosen Genres (Intermedia) und der Tätigkeit (Event), dem lebendigen, schwebenden Zustand. Die Concept Art, die den Fluxus überholen will, erweitert das Gebiet des unmöglichen Realismus durch die Paradoxon- und Tautologie-Forschung." (György Galántai)
Knotenlpunkt Konzeption: Andrea Schneemeier, Eike Eröffnung: 20. Oktober, 15.30 Deák téri Millenniumi Földalatti Vasút Múzeum 21. Oktober, 15.30 Trafó Die Gastgeber des Projekts suggerieren: den Raum der Metro könnten wir durchaus auch als Metapher betrachten. In der heutigen bildenden Kunst, wie auch im täglichen Leben, sind die bewegten Bilder entscheidend geworden. Während dem Festival werden in den ausgewählten Stationen Videos von ungarischen und internationalen Künstlern zu sehen sein. Diese Arbeiten zeigen ein breites Spektrum der zeitgenössischen Medienkunst, während sie auch auf die Unschuld der Reisenden Rücksicht nehmen. Die Metro-Stationen benutzen fast alle Bewohner der Stadt: Statt den leeren Minuten des Wartens, erwarten sie jetzt überraschende visuelle Erlebnisse.
Kritischer Raum Eröffnung: 20. Oktober, 17.00 Die Photographie veränderte sich in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich. Die Sicht der Photographen veränderte sich durch die bildende Kunst: in ihren Arbeiten versuchen sie weniger das Allgemeine, als vielmehr das Individuelle und gegebenenfalls das Periphere der Wirklichkeit zu zeigen. Nach siebzehn Jahren der Sammeltätigkeit hat die Frac Basse-Normandie - Caen ein Kunst-Ensemble geschaffen, das heute genau bestimmbare und miteinander zusammenhändende Richtungen präsentiert.
3karma Eröffnung: 20. Oktober, 18.30 Die Mitglieder einer der spannendsten Underground-Bands der 80er Jahre, die seitdem zur Legende gewordene A.E. Bizottság stellen erneut gemeinsam aus. Die neuesten Werke der Künstler werden durch andere, die die Stimmung der alten Zeiten heraufbeschwören, ergänzt. In Heimarbeit wurde auch eine CD mit neuen und noch nie gehörten Songs produziert. Auf die Eröffnung und die darauf folgende Musikperformance folgt ein echtes Kuriosum, das Video des von Bence Szabó aufgenommenen Bizottság-Koncert 1982 auf der Universitätsbühne.
Die Grenzen des "Unmöglichen" und des "Möglichen" in der Kunst von Tadeusz Kantor Round-table-Gespräch Geladene Gäste: Professor Luigi Marinelli (Leiter des Lehrstuhls für Polnische Sprache und Literatur an der Universität La Sapienza in Rom),Professor László Beke(Direktor des Forschungsinstituts für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschafen), Nina Király (Theaterhistorikerin), András Pályi (Schriftsteller, Übersetzer), Giorgio Pressburger (Schriftsteller, Regisseur, Direktor des italienischen Kulturinstituts in Budapest), Wies³aw Borowski (Leiter der Galerie Foksal in Warschau), Jaroslaw Suchan (Kunsthistoriker, Direktor der Galerie für zeitgenössische Kunst Bunkier Sztuki in Krakau, Herausgeber des Bandes Tadeusz Kantor.Niemoü
liwe/Impossible, Kurator der Ausstellung)
Tadeusz Kantor: Die tote Klasse Regiesseur des Theatervideos: Andrzej Wajda (1976) (Siehe: Theater - Tanz)
Kunstprogramm des Ede Festivals Mini Media Interrational
"Die Künstler sollen krepieren!" Auf der Ungarischen Universität für Bildende Kunst, organisiert vom Intermedia-Lehrstuhl, werden Videos von Inszenierungen Tadeusz Kantors gezeigt. Auf die Vorführung folgt ein Gespräch über Kantor und die heutige (ungarische) Kunst.
Ohne Grenzen Eröffnung: 24. Oktober, 17.00 Einführung: Attila Várhegyi, Staatssekretär des Ministeriums für Nationales Kulturerbe Die Stiftung für Siebenbürgische Kunst wurde im März 1988 mit dem Ziel gegründet, das Schaffen der in Siebenbürgen lebenden und arbeitenden Künstler in das kulturelle Leben Ungarns einzubinden. Eine wichtige Rolle, um die kulturelle Zusammengehörigkeit zu stärken, spielen die Sommercamps der Künstler. Dieses Jahr können Interessenten die im Künstlercamp Hortobágy entstandenen Werke - ungarischer bildender Künstler aus Siebenbürgen, der Karpato-Ukraine, der Slowakei, der Ukraine, Serbien und Slowenien - kennenlernen.
Bitte treten Sie nicht hinter die gelbe Sicherheitslinie zurück! / Mind The Gap II. Ausstellungen, Gespräche, Premieren und Festival-Feeling in der Stúdió qGalerie Mit dem im vergangenen Herbst gestarteten Projekt wollte die Stúdió Galerie ein Forum ins Leben rufen, im Rahmen dessen künstlerische Fragen aufgeworfen werden können. Ausstellungen, thematische Round-table-Gespräche und Präsentationen ausländischer StipendiatInnen wechseln sich ab; das aber wohl wichtigste Element der Veranstaltung bildet die Vorstellung der vom Studio organisierten, internationalen Projekte. Themen:
(Mit freundlicher Unterstützung von: Soros Stiftung, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest)
"MADI" Flach, Räumlich Eröffnung: 25. Oktober, 17.00 Die Werke, Gemälde-Objekte der Künstler des MADI (mouvement, abstraction, dimension, invention) balancieren zwischen der Ebene und dem Raum. Die Charakteristik dieser Raum-Plastiken ist die Artikulation und die spielerische Mobilität. Bei der MADI "coplanal" ist diese Eigenart nichts anderes, als eine Art Zusammenwirken mit den Ebenen, die - im Gegensatz zu jenen in die rechteckige Leinwand gezwängten Flächen - sich im Raum frei bewegen. Die Gemälde-Objekte und Raum-Plastiken von MADI kommunizieren aktiv mit dem Rezipienten, bewegen den Blick, regen die Phantasie an. Die Ausstellung präsentiert dem für das Spielerische, Erfinderische und Interaktive empfänglichen Besucher Arbeiten von fünf italienischen und fünf ungarischen Künstlern.
9., 16., 23., 30. November, 16.00
Digitale Körper / Virtuelle Spektakel Eröffnung: 25. Oktober, 18.00 25. Oktober, 19.00 Ludwig Múzeum 25. Oktober, 20.00 Ludwig Múzeum 26. Oktober, 10.00-18.00 Francia Intézet 26. Oktober, 20.00 Francia Intézet 27. Oktober, ab 10.00 Ludwig Múzeum 29. Oktober, 10.00-17.00 C3 31. Oktober, 18.00 Ludwig Múzeum Die explosionsartige Entwicklung der Biotechnik, der digitalen Technik und ihre Beziehung zur Kunst wurde in Ungarn noch nicht umfassend vorgestellt, wobei der sog. post-biologische Körper und sein Erscheinen in den verschiedenen Kunstgenres in letzter Zeit bereits in zahlreichen Ausstellungen, Büchern, Fernsehsendungen, auf Konferenzen und Symposien thematisiert wurde. Zielsetzungen des Projekts Digitale Körper/Virtuelle Spektakel sind einerseits die Herausbildung einer interdisziplinären Kommunikation, andererseits die Präsentation von Werken, die unser durch die Medizintechnik verändertes Bild vom menschlichen Körper zeigen. Die Ausstellung - wie auch das gesamte Projekt - suchen die Antwort auf dieselbe Frage: Wie wird die Digitalisierung unserer durch die rasche Entwicklung der Technologien veränderten Begriffe und Kultur von Künstlern, Theoretikern und Wissenschaftlern aufgenommen.
Ausstellung von Tivadar Nemesi/Csi und Bálint Bori Lichtberührungen Finissage: 26. Oktober, 18.00 Konzert auf selbstgemachten Istrumenten, Videovorführung mit Musikbegleitung Tivadar Nemesi (Csi) und Bálint Bori verwandeln Licht in Kunst. Tivadar Nemesi zeigt zumeist mit farbigem Licht bearbeitete einfache Motive oder Materialien aus der Natur wie Steinbilder und geschnittene Baumblätter, ergänzt durch bewegliche Scherenschnittsilhouetten. Bálint Bori stellt seine filigranen Zeichnungen, farbige Salzobjekte sowie das Solarorchester Zikaden aus. Die Musikinstrumente dieses Orchesters bestehen aus bunten Blechbüchsen und -dosen, Alltagsfundstücken wie Radiergummis, Sicherheitsnadeln oder Kleiderhaken, phantasievoll zusammengefügt und durch solarbetriebene Elektromotoren zu lebendigen Klängen erweckt.
Rekonstruktion alternativer Staatsbilder von 1984 - mit Dokumenten der Geheimpolizei Eröffnung: 27. Oktober, 18.00 In der Kunst der 80er Jahre bedeutete die Mail Art ein dem Internet vergleichbares freies weltweites Netz. Die Mail Art war - im Gegensatz zu anderen "Art"-s - weder ein Medium, noch eine Richtung, vielmehr eine chaotische, zufällige, für die freie Bewegung offene, interaktive Fläche, die - theoretisch - nur durch die Gebundenheit des Postverkehrs geregelt wurde.
C3 — Center for Culture and Communication Tag der Offenen Tür 12.00 Jan Speckenbach - Birk Weiberg: DCX. Deine Welt in meinen Tränen Die an die Wand projizierte, vernetzte Videoinstallation ist die Bearbeitung einer alltäglichen Geschichte in drei Teilen. Die mit Hilfe des Computers täglich veränderbaren Montage-Elemente erlauben den Zuschauern, sich in den Raum des Films virtuell einzuleben. 16.00 Das kanadische Banff Center stellt sich vor: Vortrag von Sara Diamond Die C3 Stiftung bietet dem ungarischen Publikum regelmäßig die Möglichkeit, progressive, neuartige Medieninstitute aus allen Teilen der Welt kennenzulernen. Sara Diamond, die Direktorin des Kulturzentrums Banff, präsentiert das Programm und die Produktionen des kanadischen Medienzentrums im Rahmen eines Videovortrags. 18.00 Medienarchäologie - Präsentation des neuen Internetprojekts des C3 Die C3 beschäftigt sich neben der Förderung und Päsentation von Medienkunst auch mit der Aufdeckung ihrer Vorgeschichte, der Medien-Archäologie. Die Arbeit wird diesmal, veranlaßt durch den Bau einer gemeinsamen Website, auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Website knüpft an die Sammlung Quellen der Mediengeschichte und der ungarischen Medienkunst (Forschungsprojekt des Intermedia-Lehrstuhls der MKE, gefördert von OTKA) an. nachfolgende Programme siehe unter: Digitale Körper...: 29. Oktober, 10.00-17.00 C3 31. Oktober, 20.30 Ludwig Múzeum (C3 wurde gegründet von: Ungarische Soros Stiftung, Matáv AG.)
"Umelec" präsentiert... Junge Künstler Aus Prag Eröffnug: 30. Oktober, 19.00 Da in Tschechien praktisch kein Kunstmarkt existiert, müssen die Künstler in Prag zahlreichen existentiellen Herausforderungen entgegentreten. Trotzdem machen jedes Jahr mehrere Dutzend junge Künstler ihr Diplom an der Kunstakademie, und die Künstler der neuen Generation sind trotz der ungünstigen Situation in der Lage, auch in einem internationalen Kontext beachtliche Werke zu schaffen. Das Magazin Umelec bietet mit dieser Ausstellung einen Überblick über die neuesten Tendenzen der zeitgenössischen tschechischen Kunst. Das in Prag herausgegebene Umelec - Magazin für zeitgenössische Kunst erscheint zweimonatlich mit jeweils einer tschechischen und einer englischen Ausgabe. Neben der tschechischen Kunstszene wird auch das Kunstleben in den Ländern Mittel- und Osteuropas vorgestellt.
Doppel-Ausstellung von Vera Röhm (Deutschland) SchattenwanderungenEröffnug: 31. Oktober, 17.00 31. Oktober - 23. November Goethe-Institut Galéria Doppel-Eröffnung, Einführung: Dóra Maurer Vera Röhm, deutsche Künstlerin russischer Abstammung, ist in Budapest gleichzeitig mit zwei Ausstellungen prösent. Röhm, eine konstruktive Künstlerin konzeptueller Prögung, arbeitet zur selben Zeit an mehreren, gedanklich zusammenhöngenden Themen. Die Objektserie Ergönzungen (seit 1975) knüpft an ihre Bildhauerstudien in Paris und der Kunstakademie Lausanne an. Röhm baut ihre Installationen aus entzweigebrochenen Holzbalken, die durch kristallklares, immateriell anmutendes Plexiglas ergönzt werden. Das Plexiglas zeigt einem Vergrößerungsglas gleich die dramatischen Strukturen jener Spannung im Holz, die bei seinem Zerbrechen entstehen, und gleichzeitig bezieht es die je nach Standpunkt des Zuschauers verönderte Umgebung in das Werk mit ein. Das andere Grundthema Röhms, mit dem sie sich seit 1983 beschöftigt, ist die Wanderung der Schatten, in der sich Raum-Zeit, also kosmische Bewegung für uns Erdenbewohner direkt offenbart. Der Schatten der Körper ist ein derart natürliches Phönomen, daß wir ihn ohne Nachdenken tagtäglich gebrauchen, Röhm aber fixiert phasenweise aufgrund genauer geographischer und zeitlicher Koordinaten die geworfenen Schatten eines in einem bestimmten Raum aufgehöngten geometrischen Körpers und breitet sie collageartig auf dem Boden, den Wönden des Raumes aus. Diesmal ist der Barcsay-Saal jener ausgezeichnete Ort, an dem sich die Besucher die kosmische Beziehung mit dem Universum erleben können.http://st-ives.net/selected-art/roehm/ , http://www.goethe.de/ms/bud/unindex.htm
Ausstellung slowenischer Künstler Vulgata Eröffnug: 2. November, 18.00 Im vergangenen Jahrzehnt sind neue Nationalstaaten am multinationalen Balkan entstanden. Gregor Podnar, Kurator der Galerie Stuc in Ljubljana, hat für die Ausstellung Werke slowenischer Künstler ausgewählt, die sich mit Fragen, die durch die neue Situation entstanden sind, beschäftigen: Was bedeutet der Begriff Nation für eine Volksgruppe, die noch vor kurzem nur als Minderheit existierte? Die bedeutenden zeitgenössischen Künstlerpersönlichkeiten der slowenischen Hauptstadt nähern sich den Problemen der nationalen Identität mal mit scharfer Kritik, mal mit Humor oder auch mit der Absicht der Dokumentation.
Videofilme. Ausgewählt und kommentiert von Marina Grzinic In Anknüpfung an die Ausstellung slowenischer Künstler wird eine Auswahl der Philosophin, Theoretikerin und Medienkünstlerin aus Ljubljana, Marina Grzinic, aus slowenischen Videowerken präsentiert: Die von ihr kommentierten Filme zeigen - ähnlich wie die Ausstellung - das post-sozialistische Slowenien der 1980er und 1990er Jahre.
Animationsfilmfestival des Varga Studios Das Varga Studio ist eines der bedeutendsten Animationsfilmstudios Europas. Sie haben mit weltberühmten Firmen wie Klasky-Csupó, Warner Bros. oder Tigers Aspect (Mr. Bean) zusammengearbeitet. Die von ihnen produzierten Filme wurden von namhaften Fernsehstationen wie HBO, Cartoon Network, Channel 4 oder BBC ausgestrahlt. Viele der auf dem Festival präsentierten Filme sind dem ungarischen Publikum das erste Mal zugänglich. Nach den Vorführungen Party mit Musik und Tanz! 20. Oktober 21. Oktober Die drei Liblingsfilme des Publikums Vormittags können Kinder im kleinen Saal des Kultiplex mit Hilfe von Experten die Tricks der Zeichentrickfilmproduktion kennenlernen.
Filmprogramme des Ede Festivals Wartesaal-Reihe des Cirko-Gejzir-Kinos (siehe: Ede Festival)
Filmprogramm des Bohemia Festivals Plastic People of the Universe (Regie: Jana Chytilová, 2001) (siehe: Bohemia Festival)
Die fünfte Himmelsrichtung - The Corporation Projekt Multidisziplinäres Festival (siehe: Fünfte Himmelsrichtuung)
Wired Body / Mediated Body Auswahl internationaler Videoarbeiten (siehe auch: Digitized Bodies...)
Premiere der Budapest Film PASSPORT Regie: Péter Gothár Enikõ Börcsök erhielt für ihre Rolle in dem Film den Preis für die beste Schauspielerin bei der 32. Ungarischen Filmschau.
Estnische Filmtage Die estnische Filmproduktion war in den letzten Jahren in Ungarn zumeist durch Animationsfilme vertreten. Die Filmtage möchten jedoch einen Gesamtquerschnitt der Filmproduktion der letzten Jahre bieten. Seit 50 Jahren existiert ein Filmstudio in Tallinn, doch der Aufschwung der estnischen Filmproduktion begann erst in den 60er Jahren - selbstverständlich unter der Obhut Moskaus. Nach der Unabhängigkeit veränderten sich auch die Bedingungen des Filmemachens, seit dem Ende der 90er Jahre und der Stabilisierung der Staatlichen Förderung entstehen jährlich zwei bis drei abendfüllende Spielfilme, ein Dutzend Kurz- und Animationsfilme. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen die Koproduktionen, in erster Linie mit den benachbarten baltischen und den skandinavischen Staaten. Auf dem Programm der Filmtage stehen die erfolgreichsten Produktionen der vergangenen Jahre: mehrfach preisgekrönte Filmdramen, politische Satiren, Krimis, Filme der Subkultur, das Beste aus der zeitgenössischen Animation, darunter auch die auf der Mediawave und dem Animationsfestival in Kecskemét erfolgreichen Arbeiten von Priit Pärn und Ülo Pikkov.
2. November 3. November 4. November
der Sechste X Einsichten / Aussichten - 50 Jahre Alföld Geschichten aus dem Leben der Zeitschrift Alföld es erzählen: Géza Aczél, Tibor Keresztury, Péter Szirák, Gergely Angyalosi geladene Gäste: Péter Esterházy, Imre Oravecz, János Marno, László Darvasi, János Térey, Péter Balassa, Szilárd Borbély Toasts, die zu diesem Anlaß geschrieben wurden, Ausstellung aus Alföld-Reliquien, Archivaufnahmen, Ersterscheinungen im Alföld erwarten die Besucher.
Zeitreisen in Budapest Subjektive Stadtrundfahrt mit dem Autobus (in ungarischer Sprache) Abfahrt vom Parkplatz neben der Mûcsarnok zusammengestellt von: Ágnes De Coll 21. Oktober István Eörsi: "Erinnerung an die schönen alten Zeiten" - Budapests Gefängnisse Nach den erfolgreichen Literarischen Stadtbesichtigungen im vergangenen Jahr fahren unsere Busse wieder. Siebenmal, und zwar zu den "bekanntesten" und "unbekanntesten" Straßen, Plätzen, Stadtvierteln von Budapest. Die hervorragenden Fremdenführer - Schriftsteller, Dichter, Kritiker, Künstler - werden garantiert und schonungslos nur die eigenen Erinnerungen aus der näheren oder ferneren Vergangenheit der Stadt aufleben lassen und hoffen, das Publikum während der realen und imaginierten Busreise mit neuen Erlebnissen zu bereichern.
Literaturprogramm des Ede Festivals Literaturexpress - Schriftsteller im Zug (siehe: Ede Festival)
EDE-Festival in der Paulay Ede utca Eintritt frei Ede kommt wieder. Verspätet sich nur ein wenig. Dieses Jahr kommt er erst am Namenstag von Ursula. Doch wir warten. Am 21. Okrober im Wartesaal in der Ede Paulay Straße. Drinnen, wenn es regnet und draußen, wenn die Sonne scheint. Und währenddessen haben wir auch Zeit für dies und das. Genügend Plätze zum Essen und Triken. Die transsibirische Eisenbahn läuft ein, Harry Potters Hogwarts-Expreß fährt ab, rechtzeitig kommen Garaczi, Márton und KAF mit dem Literaturexpreß, der Wartesaal des Cirko-Gejzir füllt sich langsam ... (Mit freundlicher Unterstützung von: Europäische Kulturstiftung, Kulturausschuß des Städteparlaments Budapest, Budapest Bank Pro Budapest Stiftung, Selbstverwaltung des Bezirks Terézváros, Köztigon Architekturstudio, Vista Reisebüro, Desidea Studio, VASSEVA) 11.00-15.00 VISTA rendezvényterem 11.00 Francia Pékség 11.00-13.00 VISTA kávéház 11.30 Európai Kulturális Alapítvány 13.00 VISTA klubterem 13.00-15.00 VISTA kávéház 14.00-17.00 Európai Kulturális Alapítvány Bist du mutig genug, um beim Zubereiten des Zaubertrunks in die Augen von Piton zu schauen? Möchtest du mit Hagrid legendäre Gestalten pflegen? Es ist dein Wunsch, in Trelawnys Kristallkugel zu blicken? Möchtest du gern in McGonagalls Unterricht sitzen? Und möchtest du nach all dem dein einmaliges Zeugnis von Hogwarts an deiner Wand wissen? Dann erwarten wir dich in der Zauberschule! Parole: Schnatz 14.00 PARA-DOX-ON Klub & Pub 14.00 Paulay Ede utca 4. (Gedenktafel von Ede Paulay) 14.15 Start bei der Paulay Ede utca 4 15.00-17.00 VISTA kávéház 15.30 VISTA rendezvényterem 15.30. Desidea Studio 16.00 VISTA klubterem 16.00 Új Színház elõcsarnok 16.30 Desidea Studio 17.00 VASSEVA 17.00 Szentendrei Építészgrafikai Galéria Kiállítóterme 17.00-19.00 VISTA kávéház 17.00 PARA-DOX-ON Klub & Pub
17. 30 VISTA rendezvényterem 18.00 VISTA klubterem 18.30 VISTA elõadóterem 19.00-21.00 VISTA kávéház 19.00-23.00 PARA-DOX-ON Klub & Pub 20.00 VISTA rendezvényterem 20.15 VISTA klubterem 21.00 VISTA rendezvényterem
21. Oktober, 18.30 Örökmozgó Filmmúzeum Die musikalische Dokumentation erzählt die absurde und abenteuerliche Geschichte der tschechischen Band und läßt dabei Interviewpartner wie Lou Reed oder Václav Havel zu Wort kommen. Der erfolgreiche Kinofilm erzählt von der besonderen Verquickung der politischen Opposition und des alternativen Musiklebens in Tschechien. (Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zu einem Gepräch mit der Regiesseuse des Films und den Mitgliedern der Band.) Im Laufe des Abends sorgt die Vertretung der Budweiser Budwar in Ungarn für die Durstigen. 22. Oktober, 16.30 Merlin Színház Bei den zwei Konzerten des Abends sind die Plastic People of the Universe und die auch in Ungarn bekannte Psí Vojáci zum ersten Mal gemeinsam zu sehen und zu hören - es ist auch nicht ganz ausgeschlossen, daß die Klassiker zweier Underground-Generationen auch gemeinsam spielen werden, in Tschechien gab es dafür bislang kein Beispiel. Tschechische Biere und Becherovka erwartet die Besucher. 16.30 Eröffnung, Bierzapfen, Tschech(oslovak)ische Zeichentrickfilme 17.00 Filme von Milos Forman auf Video (Die Liebe einer Blondine, Schwarzer Peter) 18.00-19.15 Jana Chytilová: Plastic People of the Universe (Filmvorführung) 19.30-20.30 Round-table-Gespräch über den Tschechischen und ungarischen Underground 21.00 Konzert von Psí Vojáci 22.30 Konzert von Plastic People
Die fünfte Himmelsrichtung - The Corporation Projekt Multidisziplinäres Festival Performances, Ausstellungen, Filme, Musik, abends Party, bei schönem Wetter im Hof Eröffnug: 26. Oktober, 18.00 "Die jungen Künstler von The Corporation öffnen ein Tor zur fünften Himmelsrichtung. Wir richten das Arsenal der zeitgenössischen Kunst auf Dich. Wir überfallen und befreien Dich, damit Du mit Hilfe Deiner Sinne in der fünften Himmelsrichtung herumwandeln kannst. Am Kreuzweg von Leben und Tod, der vier Elemente, der Sinne, der Leidenschaften, der Intuitionen, der Sehnsüchte, des Traums und Wachens wirst Du mit Dir selbst und dem neuen Remix der Welt konfrontiert. Du schwebst im permanenten Medium der Versuchselektronik, der Filme, der Geräusche, der Live Acts, der interaktiven Aktionen, der Bild-Ton-Licht Struktur. Eine 48stündige wahnsinnige Reise in der fünften Himmelsrichtung. Änderungen vorbehalten! |
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